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Flöhe - Mehr als lästig

Veröffentlicht am 01.09.2020

Wenn Hunde oder Katzen sich besonders häufig kratzen, lecken oder beknabbern, sehr unruhig sind und häufig mit dem Fell zucken, sollten Tierhalter genauer hinschauen. Denn dies können Signale für einen Flohbefall sein. 

Flohstiche können zu starkem, tagelangem Juckreiz führen. Durch das ständige „Bearbeiten“ der Haut entstehen Rötungen, Schwellungen, Hautentzündungen und kahle Stellen im Fell. Die geschädigte Haut kann eine Eintrittspforte für weitere Krankheitserreger sein. Auch deshalb ist Flohprophylaxe so wichtig.

 

 

Flöhe haben kräftige und lange Hinterbeine. Das macht sie blitzschnell und zu wahren Weitsprungmeistern. Flöhe besitzen zudem Krallen an ihren Beinen sowie Borsten und nach hinten gerichtete Zahnkämme an ihrem Körper. Damit haben sie einen so guten Halt am Fell, dass man sie nicht einfach auskämmen kann. Am Kopf sitzt der nach unten gerichtete Stechapparat.

Flöhe sind nicht nur lästig, sie verursachen oft weitere Probleme. So können sie durch ihren Stich den Erreger der Katzenkratzkrankheit (Bartonellose) übertragen oder Zwischenwirte des Gurkenkernbandwurms (Dipylidium caninum) sein. Ein einziger Flohstich kann ausreichen, um eine Flohspeichelallergie (Flohspeichel-Allergie-Dermatitis/ FAD) auszulösen. Ein massiver Flohbefall führt unter Umständen zu Blutarmut, besonders bei jungen Tieren.

Flöhe vermehren sich in rasendem Tempo. Das macht ihre Bekämpfung so schwierig. Dabei sind die adulten Flöhe nur die Spitze des Eisbergs. Die überaus zahlreiche Nachkommenschaft wartet in Eiern, als Larven und Puppen schon auf ihre weitere Entwicklung und die erste Blutmahlzeit. Besser ist es, einem Flohbefall vorzubeugen. Dafür steht eine Vielzahl von zugelassenen Tierarzneimitteln zur Verfügung. Sie unterscheiden sich in ihrer Wirkungsweise, Wirkungsdauer und Anwendungsweise. Die Auswahl und das Vorgehen hängen davon ab, wie stark der Flohbefall ist, wie viele Tiere im Haushalt leben oder ob beispielsweise kleine Kinder mit im Haushalt leben. Der Tierarzt kann hierzu individuell beraten. Auf keinen Fall sollten Mittel gegen Flöhe, die für Hunde gedacht sind, bei Katzen angewendet werden oder umgekehrt. Zur umfassenden Flohbekämpfung gehört auch die Umgebungsbehandlung in der Wohnung, an beliebten Liegeplätzen oder im Auto.

Wie erkenne ich Flohbefall?

Jeder Hund und jede Katze sollte regelmäßig auf Flohbefall untersucht werden. Das können Sie problemlos zu Hause machen. Scheiteln Sie das Fell und schauen Sie, ob sie einen Floh weghuschen sehen. Wahrscheinlicher ist es, dass Sie zuerst den Flohkot auf der Haut entdecken, in Form von staubkorngroßen schwarzen Punkten. Um festzustellen, ob es sich dabei wirklich um Flohkot handelt, kämmen Sie das Fell mit einem Flohkamm aus. Halten Sie dazu ein weißes, feuchtes Tuch darunter. Gut geeignet ist Küchenrolle. Klopfen Sie nach dem Kämmen den Kamm auf dem Tuch aus. Wenn Sie nun die Punkte auf dem feuchten Tuch zerreiben und dadurch rotbraune Flecken entstehen, haben Sie den Beweis, dass es sich um Flohkot handelt. Die Färbung entsteht, weil der Kot des Flohs unverdautes Wirtsblut enthält.

Quelle: Bundesverband für Tiergesundheit e.V., Bonn, 26.08.2020

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