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Leistenbruch meistens durch Überbelastung

Veröffentlicht am 04.04.2018

In rund 90 Prozent aller Fälle tritt bei Männern der Leistenbruch (Hernia inguinalis) auf. Beim unangenehmen Bruch der Leiste kommt es auf Grund einer Überbelastung zum Aufreißen des Bindegewebes.

Kommt es zu einem Festigkeitsverlust des Gewebes, entsteht ein Loch in der Bauchwand, wo Darm- und Fettanteile hindurch können und so lebensbedrohliche Situationen auslösen können.

Meist wird der Leistenbruch erst durch Schmerzen oder Ausbeulungen der Leiste bemerkt. Die Behandlung bedarf eines operativen Eingriffes. In seltenen Fällen führen Stoffwechselerkrankungen zur Schwächung des Bindegewebes.

Was ist die Ursache?

Meist ist die Ursache, dass die Leiste auf Grund anatomischer Funktionsstörungen nicht ausreichend geschützt ist. Beim indirekten Leistenbruch, der vorwiegend bei männlichen Neugeborenen und Kindern auftritt, handelt es sich meist um einen angeborenen Bruch. Der direkte Leistenbruch, der ca. ein Drittel der Fälle ausmacht, tritt vor allem bei männlichen Erwachsenen auf und ist fast immer erworben. Bindegewebsschwächen erhöhen das Risiko eines Leistenbruches.

Beschwerdebild bei Kindern und Erwachsenen unterschiedlich

Das Krankheitsbild unterscheidet man zwischen den hauptsächlichen Symptomen, die bei Kindern auftreten und den Symptomen bei Erwachsenen. Bei Kindern kommt es zu Schwellungen der Leiste und des Hodensacks. Das Bruchgeschwulst sowie leichte, ziehende Schmerzen, Bauchschmerzen sind die vorwiegenden Symptome bei Erwachsenen. In vorgeschrittenen Fällen, wo bereits Eingeweide eingeklemmt sind, kommt es zu starken Schmerzen, meist verbunden mit Übelkeit.

Diagnose und Therapie

Ein genaues Abtasten nach Schwellungen gibt einen ersten Anhaltspunkt für den Arzt. Ultraschalluntersuchungen können die Diagnose untermauern. Da sich der Leistenbruch nicht von alleine zurückbildet, muss operiert werden, um zu verhindern, dass sich Eingeweide verklemmen.

Leistenbrüche werden in der modernen Chirurgie inzwischen ambulant durchgeführt. Die Operation kann je nach Art des Leistenbruchs nach herkömmlichen oder minimal-invasiven Methoden durchgeführt werden.

Wenn keine Schmerzen auftreten, bemerken viele Patienten den Leistenbruch erst zu spät. Das Abtasten der Leiste und des Hodensacks auf Schwellungen kann erste Verdachtsmomente untermauern. Treten die oben aufgeführen Symptome auf, so sollte umgehend der Arzt aufgesucht werden.

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