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Hormonumstellungen in den Wechseljahren

Veröffentlicht am 30.10.2015

Hormonelle Umstellung in den Wechseljahren des Mannes können viele Symptome auslösen, man nennt dies auch Aging Male.

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Die Gesamtheit der männlichen Sexualhormone nennt man Androgene. Ein zentrales Hormon zur Entwicklung und Bildung der Geschlechtsorgane bei Männer ist Testosteron. Das Sexualhormon, das in den Hoden gebildet wird und sich über das Blutsystem verteilt, wirkt sich auch auf die Muskelbildung, die Spermienproduktion oder den männlichen Bartwuchs aus. Nimmt die Testosteronproduktion auf Grund des Alters stark ab, so nennt man dies Klimakterium virile oder Aging Male.

Ab den 40ern nimmt die Hormonproduktion ab

Die Testosteronproduktion, die ab dem 40. Lebensjahr kontinuierlich abnimmt, wirkt sich auf viele körperliche Symptome aus, aber auch auf Stimmungen und Verhaltensweisen, die vom Gehirn gesteuert werden und zum Beispiel den Sexualtrieb stimulieren.

Der Anteil an Sexualhormonen bleibt zwischen dem dritten und vierten Lebensjahrzehnt recht konstant. Bei vielen Männern nimmt schon vor den Wechseljahren die Produktion von Androgenen ab. Man schätzt, dass ab dem vierten Lebensjahrzehnt die Produktion von Sexualhormonen pro Jahr um rund ein Prozent abnimmt.

Normalerweise schwankt die natürliche Testosteronproduktion täglich und nimmt mit zunehmendem Alter ab. Morgens ist der Testosteronanteil meist deutlich erhöht. Um das Hormon besser im Körper zu transportieren, docken sich sogenannte Transportproteine an. Hormonbindende Proteine regulieren die organischen Aktivitäten und schützen vor dem Abbau des Hormons. Der Anteil an hormongebundenen Hormonen nimmt im Alter natürlich ab.

Viele Risikofaktoren bestimmen die Hormonbildung

Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol, Stress und körperliche Defizite können die Hormonbildung beeinflussen. Erbliche Faktoren führen dazu, dass Männer, unbesehen ihres Alters, unterschiedliche Testosteronwerte haben können. Chronische Organerkrankungen wie Leber- oder Nierenerkrankungen, und vor allem Diabetes, können die Hormonbildung beeinflussen. Infektionskrankheiten zählen ebenso zu den Faktoren, die die Testosteronproduktion beeinflussen können.

Symptome und Diagnose

Der stärkere Rückgang des Testosterons ab dem vierten Lebensjahrzehnt kann unterschiedliche natürliche Beschwerden mit sich bringen. Oft werden Wechseljahressymptome bei Männern mit der Hormonumstellung verbunden.

Natürlicherweise nimmt die Muskelmasse ab, verbunden mit Gewichtszunahme, Müdigkeit, Antriebslosigkeit bis hin zu Depressionen und sexueller Enthaltsamkeit. Der Testosteronmangel macht sich auch durch einen Knochenschwund bemerkbar.

Testosteronersatztherapie umstritten

Es gibt unterschiedliche wissenschaftliche Auffassungen bezüglich der Zugabe künstlicher Hormone. Der Testosteronersatztherapie ist auf Grund der vielfältigen Nebenwirkungen wie Herzinfarkte, Leberschädigungen, Prostatakrebs oder Thrombosen umstritten und muss sorgfältig mit dem Arzt besprochen werden.

Fehlende Androgene zu ersetzen ist nur eine Seite der Medaille. Hier stehen bei einer Therapie die Symptome und Krankheitsbilder im Vordergrund. Genauso wichtig sind ein gesunder Lebenswandel mit gesunder Ernährung, viel Bewegung und ein ausgeglichener Lebenswandel. Depressive Stimmungen, psychosoziale Alltagsprobleme oder Partnerschaftsprobleme können durch Psychotherapien therapiert werden.

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Quelle: YouTube

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