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Haarausfall und Behandlungsansätze

Veröffentlicht am 06.10.2019

Beim Kampf gegen Haarausfall gibt es verschiedene Therapieansätze. Das Spektrum an Behandlungen und Heilmethoden reicht von Haartransplantation bis zur alten chinesischen Heillehre.

Haarausfall kann erblich disponiert, krankheitsbedingt oder den Lebensumständen geschuldet sein. Auf jeden Fall ist das Thema Haarausfall ein lukrativer Gesundheits- und Schönheitsmarkt Wissenschaftlich anerkannt sind nur wenige Therapien gegen den Haarausfall.

Haartransplantation bei hormonellen Problemen

Erwiesenermaßen hilft die Haartransplantation. Viele Prominente haben „die Haare schön“, allerdings muss diese Methode privat bezahlt werden und muss über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden. Haarverpflanzungen kommen vor allem in Frage, wenn der Haarverlust auf hormonelle Ursachen zurückzuführen ist. Hier steht eine Überempfindlichkeit von Haarwurzeln gegen das Hormon Dihydrotestosteron (DHT) im medizinischen Blickpunkt. Unempfindlich gegen DHT bleiben in der Regel die Haaransätze, die sich halbkreisförmig am Hinterkopf befinden.

Es gibt eine Reihe andere Ursachen für den Haarausfall. Als Alopecia areata bezeichnet man den kreisrunden Haarausfall. Oft lassen entzündete Haarbälge kahle Kopfhautstellen zurück.

Arzneien gegen Haarausfall

Haartransplantationen werden auch dann durchgeführt, wenn anerkannte Wirkstoffe gegen den Haarausfall nicht den gewünschten Erfolg bringen. Zu den Wirkstoffen bei Haarausfall gehört Finasterid. Es wird bei Haarausfall aufgrund einer Überempfindlichkeit gegenüber Androgenen eingesetzt. Auch Minoxidil (früher nur als Bluthochdruckmittel eingesetzt) ist bekannt bei Haarausfall. Auf Grund der Nebenwirkungen muss man die Einnahme über einen längeren Zeitraum detailliert mit dem Arzt besprechen.

Shampoos, Laser und Eigenblut

Es gibt eine Reihe an Produkten, die gegen Haarausfall vertrieben werden, die allerdings auch schulmedizinisch umstritten sind. Shampoos mit Koffein, Lasertherapien oder das Vampir-Lifting sind populär. Bei der letzteren Methode aus der ästhetischen Medizin soll die Eigenblut-Therapie die Haarwurzeln stimulieren.

Hausmittel gegen Haarausfall

Es gibt einige Hausmittel, die sich positiv auf den Haarwuchs auswirken und das Haar kräftigen. Besonderen Wert sollte man auf eine gesunde Ernährung legen und darauf achten, dass der Körper nicht übersäuert. Tierische Fette, fette Milchprodukte, Süßigkeiten oder Alkohol sind nicht förderlich. Grundsätzlich sollte man auf ein Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen und einen gesunden Mineralhaushalt achten.

Ein ausgeglichener Lebenswandel mit wenig Stress (zu mindestens positiver Stress) im Berufs- und Privatleben ist förderlich. Bei Stress kann die auch Kopfhaut gereizt werden und es zu einer Vertalkung kommen.

Für die Kopfhaut förderlich sind Haarwachmittel oder Duschgels, die nicht parfümiert sind. Zitronensaft und Olivenöl eignet sich zu Kopfmassage. Auch Bier kann einmal die Woche über ein paar Minuten positiv auf die Kopfhaut wirken. Man kann mit einer Zitronenlösung das biergetränkte Haar ausspülen.

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Homöopathische Hilfen

Haarausfall ist auch ein Symptom, das man auch mit homöopathischen Mitteln lindern kann. Bei Haarausfall aufgrund psychischer Leiden eignet sich Kaliumphosphat. Kalziumfluorid kräftigt das Haar im Allgemeinen. Beide Mittel, als Homöopathika aufbereitet, sind nebenwirkungsarm.
Im Kampf gegen die gemeinen Geheimratsecken kann Kochsalz als homöopathische Substanz helfen. Die Tinte des Tintenfisches kennt man in der klassischen Homöopathie als Mittel gegen Haarausfall, der hormonell bedingt ist, zum Beispiel durch die Wechseljahre. Bei Haarausfall können auch Schüßler-Salze hilfreich sein.

Man sollte sich bei homöopathischen Arzneien immer vom Arzt, Apotheker oder Homöopath beraten lassen, da man den Menschen in der Homöopathie als Ganzes sieht, müssen zwangsläufig verschiedene Arzneien individuell verabreicht werden.

Chinesische Heilkunst

In der chinesischen Heillehre geht man vereinfacht beschrieben davon aus, dass der Haarausfall organische Ursachen hat und der Energiefluss gestaut ist.
Die richtigen Heilkräuter oder Anwendungen wie Akupunktur können nur wirken, wenn man die organischen Probleme eingegrenzt hat. Akupunktur, Heilkräuter und eine Ernährungsumstellung können zusammen positive Effekte haben. Es gibt spezielle Therapeuten, die sich auf Heilmittel und Dermatologie im Sinne der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) spezialisiert haben.

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Quelle: Eine Initiative des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH)

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