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Gallensteine lösen individuelle Symptome aus

Veröffentlicht am 08.04.2016

Nach jüngsten Studien leiden weit über zehn Prozent der Erwachsenen – vor allem Männer – an Gallensteinen.

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Gallensteine im Krankheitsbild Cholelithiasis entstehen in der Regel durch die Verdickung der Gallenflüssigkeit in der Galle. Unter Gallenblasensteine (Cholezystolithiasis) versteht man Steine, die sich in der Galle befinden. Befindet sich der Gallenstein im Gallengang, so spricht man von einem Gallengangstein (Choledocholithiasis). Meist verursachen die Gallensteine keine Beschwerden, nur wenn sich die Gallensteine einklemmen kann es zu einer Kolik kommen.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Ursachen, die zu Gallensteinen führen, sind bisher noch nicht abschließend erforscht. Ausschlaggebend ist oft eine Veränderung der Gallenflüssigkeit. Ein verminderter Anteil von Gallenflüssigkeit und ein hoher Anteil von wasserunlöslichem Cholesterin fördern oft in Verbindung mit einer Entzündung die Gallensteinbildung. Zu den Risikofaktoren, die Gallensteine fördern, gehören  erbliche Faktoren, Übergewicht, Diabetes mellitus, fettreiche Ernährung, Bewegungsmangel oder bestimmte Medikamente.

Beschwerden sehr individuell ausgeprägt

Nur drei Viertel der Betroffenen haben akute oder wiederkehrende Beschwerden. Allgemeine Beschwerden können Bauchschmerzen, Blähungen oder Unverträglichkeiten sein. Kommt es auf Grund von kleinen Gallensteinen, die in die Gallengänge kommen, zu einer Gallenkolik, so entstehen heftige krampfartige Schmerzen im rechten und mittleren Oberbauch.

Die Schmerzen sind oft mit Übelkeit verbunden und können bis in die Schulter und den Rücken ziehen.Mit Fieber kann die Gallenganginfektion verbunden sein, die dann auftritt, wenn der Gallenstein den Gallengang komplett versperrt.

Diagnose und Therapie

Neben den klinischen Untersuchungen können Ultraschall-, Röntgen-, Kontrastmittel- und computertomografische Untersuchungen durchgeführt werden. Alternativ kann eine endoskopische Gallengangdarstellung durchgeführt werden, die auch eingesetzt wird, um kleinere Steine zu entfernen.

Kleine Gallensteine, die keine Beschwerden hervorrufen, bedürfen in der Regel keiner Therapie. Bei Koliken werden schmerz- und krampflösende Mittel wie Antibiotika eingesetzt. Kleinere bis mittelgroße Gallensteine können eventuell endoskopisch entfernt werden.

Größere Gallensteine werden chirurgisch mit kleinen Schnitten entfernt. Alternativ können bei manchen Patienten Medikamente eingesetzt werden oder die Steine durch Stoßwellen zertrümmert werden. Das Risiko der erneuten Bildung von Gallensteinen ist bei diesen Therapieformen erhöht.

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