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Mittelohrentzündungen können gefährlich sein

Veröffentlicht am 05.04.2016

Zu den häufigsten Kinderkrankheiten gehört die Mittelohrentzündung, die häufig durch eine Virusinfektion im Nasen-Rachen-Raum ausgelöst wird.

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Entzündungen der Schleimhäute in der Ohrtrompete (Tube) und dem Mittelohr werden durch Flüssigkeitsansammlungen ausgelöst.

Besser vom Arzt untersuchen lassen

Leichte virale Mittelohrentzündungen mit wenigen Schmerzen heilen häufig von selbst ab und können mit sanften Heilmitteln gut behandelt werden. Generell sollte man Ohrentzündungen mit Schmerzen vom Kinder- und Jugendarzt untersuchen lassen. Vor allem bakterielle Infektionen gehen bei der Mittelohrentzündung mit Schmerzen einher, was zu weiteren Komplikationen führen kann.

Welche Beschwerden treten auf?

Symptome wie starker Ohrendruck, Fieber, Schlafstörungen oder Ohrenschmerzen sind gefährlich und müssen vom Arzt genauer diagnostiziert werden. Zum Arzt sollte man auch gehen, wenn aus beiden Ohren Sekret austritt, Rötungen hinter den Ohren auftreten oder das Kind merklich schlechter hört.

Bei Kleinkindern können Flüssigkeitsansammlungen im Mittelohr und der Tuba zu einem sogenannten Paukenerguss führen, was die Schallleitung beeinträchtigt und zu nachhaltigen Hörschädigungen führen kann. Betroffen sind hier vor allem Kinder bis drei Jahren.

Flüssigkeitsansammlungen bei Kleinkindern können wiederkehrend auftreten, da die anatomischen Verhältnisse noch beengt sind. Die Ohrtrompete kann leichter mechanisch beengt werden oder auch schlechter belüftet sein.

Später kommt es weniger zu Mittelohrentzündungen, wenn die anatomische Stellung an der Ohrentrompete breiter ausgeprägt ist. In der Schulmedizin verwendet man bei schweren Fällen von Mittelohrentzündungen Antibiotika, vor allem bei bakteriellen Infektionen. Zusätzlich können abschwellende Nasentropfen verschrieben werden. Die Therapie richtet sich nach der ärztlichen Diagnose, die Untersuchungen des Trommelfells mit beinhaltet.

Hilfe bei leichten Mittelohrentzündungen

In leichten Fällen kann man die Symptome mit homöopathischen Arzneien behandeln. Es gibt populäre Heilpflanzen, die bei leichten Infekten helfen. Hierzu gehören Belladonna, Schwarzer Holunder, Echte Kamille und Roter Sonnenhut (Echinacea angustifolia).

Enchinacea hat eine immunstimulierende Wirkung, steigert die Abwehrkräfte und verhindert die Ausbreitung der Infektion. Neigen Kinder zu Rückfällen, so kann ein Experte eine homöopathische Konstitutionstherapie durchführen.

Für den Hausgebrauch bieten sich homöopathische Komplexmittel mit speziellen Inhaltsstoffen an. Homöopathische Mittel werden oft auch bei Antibiotika-Behandlungen eingesetzt und sollen einerseits den Organismus bei der Erregerabwehr unterstützen und andererseits die Nebenwirkungen von Antibiotika eindämmen.

Bei rund 70 Prozent der Kinder heilt eine leichte Mittelohrentzündung von alleine ab. Zu den klassischen Hausmitteln gehört bei abgeschwächten Formen einer Mittelohrentzündung vor allem Wärme. Gute Erfahrungen werden auch mit Akupunktur beschrieben. Vor allem auch in der Schmerztherapie wird Akupunktur eingesetzt.

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