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Osteopathie als ganzheitliche Therapieform

Veröffentlicht am 04.11.2015

Die Osteopathie umfasst eine ganzheitliche manuelle Behandlung des Bewegungssystems, der inneren Organe und des Nervensystems.

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Nach der Lehre der Osteopathie (OE) zeigen sich Störungen des Bewegungsapparates oder der inneren Organe anhand von Beweglichkeitseinschränkungen, Verspannungen oder Fehlhaltungen.
Die Verbindungen zur Wirbelsäule spielt dabei eine Schlüsselrolle.Fehlhaltungen können organische Leiden befördern, zum Beispiel durch Einschränkungen der Organe durch Wirbelsäulenschäden.

Es gibt immer eine enge Beziehung von seelischen und körperlichen Leiden, die sich in der Körperhülle in den Muskeln oder den Weichteilen zeigen. Die Osteopathie geht auf den Begründer Andrew Taylor Still (1828 - 1917) zurück, einem US-amerikanischen Land- und Feldarzt. Mit der Behandlungsform Osteopathie (Knochen-Leiden) hatte er großen Erfolg und gründete 1892 die American School of Osteopathy. Zu seinen erfolgreichen Schülern gehörte John Martin Littlejohn, der in England im Jahr 1917 die erste europäische Osteopathie-Schule gründete.

Ganzheitliche Betrachtung der Funktionsstörungen

Patienten werden in der Osteopathie genau auf bestimmte Auffälligkeiten wie Wirbelsäulenprobleme oder Beweglichkeitseinschränkungen untersucht. Die Palpation spielt bei der Diagnose der Funktionsstörungen eine wichtige Rolle. Der Körper wir dabei mit den Fingern und Händen auf Verspannungen abgetastet. Die Behandlung bei der Osteopathie erfolgt nur über die Hände mit bestimmten Griff-, Druck- oder Dehnungstechniken an den betroffenen Weichteilen und Muskeln. Durch das Lösen der Blockaden sollen die Selbstheilungskräfte mobilisiert werden.

Osteopathische Therapie

Osteopathie-Behandlungen dauern meistens 45 bis 60 Minuten und finden zuerst im Wochenrhythmus statt. Je nach Diagnose kann die Therapie schon nach wenigen Sitzungen anschlagen.

Oft wird die Osteopathie als Begleittherapie bei Problemen mit dem Stütz- und Bewegungsapparates eingesetzt. Zahlreiche Erkrankungen wie Hexenschuss, Gelenkprobleme, Kopfschmerzen oder auch Schädelverformungen der Babys werden behandelt.

Behandlungen dürfen in Deutschland nur Osteopathische Ärzte, Osteopathische Therapeuten und Osteopathen durchführen, die eine besondere Qualifikation haben. Seit dem Jahr 1994 gibt es den Verband der Osteopathen Deutschland e.V. in Wiesbaden (VOD). Eines der Ziele des Verbandes ist es, den Beruf des Osteopathen als eigenes Berufsbild zu befördern.

Private Schulen bieten Ausbildungen an

Die Ausbildung zum Osteopathen kann man an privaten Osteopathie-Schulen absolvieren. Es gibt heute rund 20 Osteopathie-Schulen in Deutschland. Man hat inzwischen ein deutschlandweit einheitliches Lehrangebot geschaffen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Osteopathie in Wiesbaden ist der Dachverband der führenden deutschen Osteopathie-Verbände und der Osteopathie-Schulen.

Die Osteopathie-Behandlungen müssen in der Regel privat bezahlt werden. Einige private und gesetzliche Krankenkassen unterstützen aber diese Therapieform bei spezifischen Krankheitsbildern. Man sollte bei der Kasse immer nachfragen. Die anfallenden Kosten und die Anzahl der Sitzungen werden vorab mit dem Therapeuten besprochen.

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