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Alternative Naturheilverfahren

Veröffentlicht am 04.11.2015

Die Alternativmedizin wird assoziiert mit verschiedenen Naturheilverfahren, die nicht zur Schulmedizin zählen.

Zu populären komplementärmedizinischen Verfahren gibt es teils sehr umfangreiche Studien, die Kritiker und Befürworter der Lehren auf den Plan rufen. Der wissenschaftliche Wirksamkeitsnachweis der Verfahren und Produkte spielt in den Studien eine zentrale Rolle.

Unterschiedliche Regelungen in Europa

In europäischen Ländern wie Frankreich oder der Schweiz werden alternativmedizinische Heilmethoden  unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten in der Grundsicherung zugelassen, ohne dass für die Studien hierfür nur schulmedizinische Kriterien ausschlaggebend sein müssen. Durch einem Schweizer Volksentscheid im Jahr 2009 wurde zum Beispiel die Komplementärmedizin in der medizinischen Grundsicherung wieder bejaht.

Der Stellenwert der Komplementärmedizin ist in den Ländern sehr unterschiedlich und ist von den kulturellen und religiösen Traditionen abhängig. In Ländern wie China oder Indien, wo viele religiöse Gemeinschaften aufeinandertreffen – und vor allem die Einheit von Geist und Körper religiös und kulturell von zentraler Bedeutung ist – haben viele alternative Heilkonzepte wie die Klassische Chinesische Medien (TCM) oder die Homöopathie ihre Hochburgen.

Die alternative Medizin ist vor allem auch bei Intellektuellen und Frauen mit Kindern sehr beliebt. Frauen sind in der Familie immer noch die Gesundheitsmanagerinnen und tragen vor allem bei der Gesundheit der Kinder eine große Verantwortung.

Gerade in der Prävention und Therapie bei Kinderkrankheiten haben sich in den letzten Jahren die Ansätze der sanften Therapieformen durchgesetzt. Die Komplementärmedizin spielt vor allem in der Prävention eine wichtige Rolle. Bei leichteren Erkrankungen wie grippalen Infekten, Erkältungskrankheiten oder psychischen Verstimmungen werden heute gerne sanfte alternativmedizinische Produkte verwendet.

Sanfte Heilmethoden zunehmend auch bei psychischen Beschwerden gefragt

Die Komplementärmedizin ist auch häufig bei psychischen sporadischen Leiden wie Schlaflosigkeit, innerer Unruhe oder Verstimmungen sinnvoll. Heilkräuter zu solchen leichteren psychischen Leiden haben teils eine sehr lange Tradition in den Hochkulturen.

Man kann die Alternativmedizin bei den Kostenzusagen der Krankenkassen in klassische Komplementärmedizin und neue Komplementärmedizin unterscheiden. Viele gesetzliche und private Krankenkassen bezahlen zum Beispiel homöopathische Anwendungen oder die Akupunktur da diese Verfahren bei bestimmten Krankheiten traditionell anerkannt sind.

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In der Definition der Weltgesundheitsorganisation zur alternativen Medizin sind zwei Kriterien sehr aussagekräftig, so ist die Komplementärmedizin in den jeweiligen Land nicht dominierend im Gesundheitssystem und traditionell weniger verankert. Mit der Definition der WHO geht man bewusst sehr liberal auf die unterschiedlichen Gesundheitssysteme und Traditionen ein.

Häufig kommt die Schulmedizin an ihre Grenzen, wenn es sich um sehr komplexe Krankheitsbilder handelt. Es werden vor allem bei diesen Krankheitsbildern multitherapeutische Ansätze gesucht. Bei funktionellen Störungen werden alternativmedizinische Anwendungen häufig durchgeführt. Eine funktionelle Störung wird dann begrifflich verwendet, wenn bekannte klinische Krankheitsbilder nicht zu diagnostizieren sind.

Die meisten alternativen Medizinlehren kommen aus den traditionellen Volksheillehren und wurden von interessierten Ärzten weiterentwickelt. Was die Anwendungen in der Komplementärmedizin ausmacht, ist das geringe Risiko der Nebenwirkungen. Sie sind in der Regel ohne Komplikationen einzunehmen. Gerade die geringen Nebenwirkungen machen die Präparate für gesundheitsbewusste Menschen und Menschen mit einem schwachen Immunsystem interessant.  

Immer mehr Fachärzte für Naturheilkunde

Viele Ärzte (man schätzt um die 40.000) bieten heute mit der ärztlichen Zusatzqualifikation der Naturheilkunde alternative Beratungen und Therapien an. Neben der Homöopathie, der Osteopathie und der Akkupunktur zählt man unter anderem auch die Bach-Blütentherapie, die Phytotherapie, bioenergetische Verfahren oder Ernährungstherapien zu den alternativen Therapien.

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