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Ergotherapie – Ganzheitliche Förderung der Handlungsfähigkeit

Veröffentlicht am 24.11.2015

Die Ergotherapie ist in vielen Fachgebieten als Therapieform zuhause, so in der Neurologie, der Pädiatrie oder der Psychiatrie.

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Die Förderungen der Entwicklungs- und Handlungsfähigkeiten können in der Ergotherapie in jedem Alter hilfreich wirken. Patienten mit Bewegungseinschränkungen, sensomotorischen Entwicklungsstörungen, verzögerten Sozialentwicklungen oder Wahrnehmungsstörungen werden behandelt.

Immer mehr Kinder  werden behandelt

Bei Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) ist die Ergotherapie eine bekannte Therapieform. Kindliche Entwicklungsstörungen der motorischen Funktionen können unter anderem behandelt werden. Durch die ergotherapeutischen Übungen können Verhaltensauffälligkeiten behandelt werden. Die Stärkung der sozialen Kompetenz sowie die Förderung des Selbstbewusstseins und der Konzentrationsfähigkeit gehören zu den kindlichen Behandlungszielen.

Übungen für ältere Menschen und Rheumatiker

Heute werden immer mehr ältere Menschen mit Gelenkerkrankungen ergotherapeutisch behandelt. Vor allem auch Rheumatiker sind klassische Patienten. Die Ergotherapie beschäftigt sich speziell mit dem Erhalt und der Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit von Armen und Beinen. Die Ergotherapie stellt in der ganzheitlichen Rheuma-Therapie oft eine Ergänzung zur physiotherapeutischen Übungsbehandlung dar.

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Die Ergotherapie umfasst Training für Gelenkschutz, Selbsthilfe, Gelenkfunktionen und Tätigkeiten im Berufsalltag. Überanstrengung und Fehlbelastungen von Hand- und Fingergelenken sollen vermeiden, die Belastung auf möglichst viele Gelenke verteilt werden.

Halten, Heben und Tragen, auch richtige Körper und Sitzhaltung sowie Gelenklagerung im Liegen werden hierbei geübt. Die ergotherapeutische Anleitung zur Selbsthilfe versucht Sie in die Lage zu versetzen, alle Arbeiten und Tätigkeiten Ihres Alltagslebens selbstständig, eventuell unter Gebrauch geeigneter Hilfsmittel zu meistern.

Das Gelenkfunktionstraining soll mithilfe von individuell ausgewählten, handwerklichen Tätigkeiten wie zum Beispiel Knüpfen, Flechten, Weben, Ton- und Knetarbeiten oder Zeichnen die Fingerfertigkeit erhalten und verbessern – selbstverständlich unter Beachtung des entsprechenden Gelenkschutzes.

Ergotherapie zur Wiedereingliederung ins Berufsleben

Das Training für den Berufsalltag soll Sie auf die Wiedereingliederung ins Berufsleben vorbereiten. Auch die Versorgung mit Gelenkschienenapparaten (Orthesen) fällt in den Aufgabenbereich der Ergotherapie. Mit geeigneten Schienen werden betroffene Gelenke entlastet und stabilisiert, um weiteren Gelenkdeformierungen vorzubeugen.

Die Ziele in der Ergotherapie sind je nach Krankheitsbild:

  • die Verbesserung der körperlichen Bewegungsabläufe,
  • die Stärkung der Koordination,
  • die Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit,
  • die Förderung der kognitiven Leistungen,
  • die Stärkung der sozialen Kompetenzen in der Familie und dem alltäglichen Umfeld und
  • die Förderung des selbstständigen Handels im Alltag.

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