Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Die Traditionelle Chinesische Medizin

Veröffentlicht am 04.11.2015

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) blickt auf eine zweitausend Jahre alte Geschichte zurück. Auf Japan, Korea oder Taiwan hatte die chinesische Medizin einen prägenden Einfluss.

Die chinesische Pflanzenheilkunde war in vielerlei Hinsicht prägend für die japanische Pflanzenheilkunde, die unter Kampo-Medizin im Westen bekannt ist. Ärzte und Apotheker in Japan wenden vor allem Kombinationspräparate an, die aus chinesischen Kräuterlehren bekannt sind.

Die Traditionelle Chinesische Medizin hat insbesondere unter dem Machthaber Mao Zedong eine Blütezeit erlebt und war in der kommunistischen Epoche die führende Staatsmedizin. Mit der Öffnung Chinas nach der Mao-Zedong-Epoche wurde die chinesische Medizin auch in Europa bekannter.
In den letzten Jahren hat die fernöstliche Medizin in Ländern wie Deutschland eine große Anhängerschaft gefunden. Neben der chinesischen Pflanzenheilkunde ist vor allem die Akupunktur, ein Teilgebiet der TCM, in Deutschland beliebt.

Akupunktur eine populäre Heilmethode 

Bei einigen chronischen Schmerzfällen wird die Akupunktur von den Krankenkassen bezahlt, zum Beispiel bei Schmerzsymptomen in der Lendenwirbelsäule. Im Bereich der Naturheilkunde ist die Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur eine der größten Fachgesellschaften.
Akkupunktur wird unter anderem auch von ausgebildeten Naturheilpraktikern und Fachärzten angeboten.

Chinesische Arzneien sollte man immer in der Apotheke kaufen, um die Reinheit der Produkte zu garantieren. Es gibt teilweise schon Kultivierungsprojekte für chinesische Heilkräuter in der deutschen Landwirtschaft.

Die chinesische Ernährungslehre

Zentraler Bestandteil der TCM ist die Ernährungslehr: die Lehre nach den fünf Elementen. Die fünf Elemente sind Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Bestimmte Lebensmittel werden diesen fünf Elementen in der Ernährungsphilosophie zugeordnet. Fünf Geschmacksrichtungen und fünf Farben werden traditionell in den Gerichten verwendet.

Fotolia.com - © Gina Sanders
Fotolia.com - © Gina Sanders

Die traditionellen Vorstellungen von Yin und Yang legen die Grundlagen für diese alte Ernährungsphilosophie. In der traditionellen chinesischen und japanischen Medizin spielt die Akupressur eine wichtige Rolle. Man sucht hier bestimmte Druckpunkte auf den Meridianen, die für den organischen Energiefluss sehr wichtig sind.

Tuina als chinesische Massageform

Eine eigenständige Form in der chinesischen Heillehre ist Tuina. Tuina kennt zum Beispiel bestimmte Massagetechniken, Akupressur oder Chiropraktik als Disziplinen. Tuina soll unter anderem Blockaden in den Energieströmen ausleiten und ist eine ganzheitliche Gesundheitslehre. Auch organische Leiden können mit Tuina behandelt werden. Analog hierzu gibt es Gesundheitspraktiken in Tuina, die präventive Wirkungen haben. Man kennt Tuina zum Beispiel beim Abbau von negativem Stress.

Bafa-Lehre vom Schwitzen und Kühlen

Die acht therapeutischen Verfahren in der chinesischen Medizin kennt man unter dem Begriff Bafa. Bafa stellen Strategien in der Behandlung dar, die sich in Methoden wie Massage, Ernährung, Akkupunktur oder Kräuterheilkunde ausdrücken.

In der chinesischen Medizin kennt man zum Beispiel auch das Schröpfen, wobei in Schröpfgläsern auf der Haut ein Unterdruck erzeugt wird. Hiermit sollen die Schadstoffe aus der Haut ausgeleitet werden. Schröpfen wird in China bei vielen Krankheitsbildern angewandt, zum Beispiel auch bei Bandscheibenproblemen oder Hexenschuss. Im Altertum kannten auch griechische oder ägyptische Ärzte das medizinische Schröpfen als Maßnahme gegen viele Krankheiten wie Magenprobleme.

Chinesisches Schattenboxen

In der Volksrepublik ist Tàijíquán, bekannter als abgekürzt Tai-Ch, als ganzheitliche Bewegungslehre mit gesundheitlichen Aspekten überaus beliebt. Der Kampfkunstaspekt spielt heutzutage im chinesischen Schattenboxen eine untergeordnete Rolle, vielmehr geht es um gymnastische Ertüchtigung, Persönlichkeitsentwicklung und meditative Elemente.

Es gibt verschiedene Schulen, die unterschiedliche Einzelbewegungen, Stand- und Atemübungen oder Meditationsformen vermitteln. In der Regel vereint das chinesische Schattenboxen die fließend ineinander übergehenden Bewegungen und die Geschichte als „innere Kampfkunst“.

Auf Social Media teilen