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Ayurveda – Traditionelle Heilkunst und Wellness-Trend

Veröffentlicht am 24.11.2015

Die traditionelle indische Heilkunst umfasst Gesundheitsaspekte wie Ernährung, Lebensführung, Massagen oder Yoga.

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Ayurveda ist eine traditionelle Heilkunst aus Indien, die sich zuerst in Nachbarstaaten und später in Mitteleuropa etablierte. Zentrale Instrumente der indischen Gesundheitslehre sind die Ernährungslehre, die Pflanzenheilkunde, Ayurveda-Massagen und meditative Yoga-Übungen. Eine gesunde Lebensführung stellt die Lebensgrundlage dar.

Zur Philosophie gehört das Bewegungsprinzip (Vata), das Feuer- bzw. Stoffwechselprinzip (Pitta) und das Element Erde und Wasser (Kapha). Die elementaren Naturbausteine von Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum übertragen sich als Bioenergien auf den Menschen. Ist eines der Elemente gestört, so wirkt sich dies auf Krankheiten aus. Sein Gleichgewicht zu finden und zu stabilisieren ist das Ziel der ayurvedischen Lebensweise.

Einheit von Körper und Geist

Mit Mittelpunkt der Heilkunst steht eine harmonischer Geist mit allen seinen Sinnen und ein gesunder Körper. Im Verständnis der Lehre werden alle Funktionen und Strukturen der Geiste-Körper-Beziehung von den o. g. Prinzipien gesteuert. Eine Disharmonie verursacht danach Krankheitsbeschwerden.
Man untersucht den Menschen in der Diagnostik ganzheitlich. Herz, Lunge, Kreislauf, Verdauungsorgane, der Bewegungsapparat und das Nervensystem werden untersucht. Eine ayurvedische Typisierung legt dann die Grundlage zu therapeutischen Beratungen.

Fotolia.com - © Gina SandersFotolia.com - © Gina SandersAyurvedische Ernährungslehre

Die ayurvedischer Ernährungslehre spielt bei der Gesundheitsförderung eine zentrale Rolle. Der Therapeut erarbeitet mit dem Patienten einen persönlichen Ernährungsplan. Viele Faktoren wie die ganzheitliche Konstitution des Menschen oder auch die Jahreszeiten spielen mit ein.

Nahrungsmittel werden in drei Klassen (Gunas) unterteilt: Nahrungsmittel wie Milchprodukte, Getreide, Früchte (Sattva-Guna); sauere, salzige, scharfe oder trockene Nahrungsmittel (Rajas-Guna) und faule und überreife Nahrungsmittel (Tamas-Guna).

Die ayurvedische Ernährung basiert auf sogenannte Dosha-Typen-Empfehlungen (drei Prinzipien des Lebens). Grundsätzlich ist die Ernährungslehre nicht auf vegetarisches Essen ausgerichtet, vielmehr auf eine typbezogene Ernährung, die sich positiv auf Körper, Geist und Seele auswirken soll.

Entspannung für Körper und Geist

Neben der Ernährung, die sich direkt auf den Organismus auswirkt, spielen Yoga-Übungen und ayurvedische Ausleitungsverfahren eine wichtige Rolle. Zur Entspannung und Stärkung des Körpers und Geistes werden meditative Techniken wie Transzendentale Meditation (TM) vermittelt. TM ist eine Yoga-Form nach Maharishi Mahesh Yogi, die als Meditationstechnik speziell geschützt ist.

Zu den Entspannungsverfahren gehören ayurvedische Kopf-, Gesichts-, Fuß- und Körpermassagen. Ölmassagen sind ein zentrales Instrument in der indischen Traditionslehre, um körperliche wie geistige Blockaden zu durchbrechen. Mit Ausstreichungen, Dehnungen und speziellen Massagegriffen soll Geist und Körper entspannt werden.

Ausbildunen in Ayurveda

Viele der Grundlagen von Ayurveda kann man erlernen, so gibt es Kurse für die Ernährungslehre oder TM. Es gibt einige Organisationen in Europa und Übersee, die Ayurveda als Ausbildungsprogramm anbieten. In Indien ist die Ausbildung zum Ayurveda-Arzt gesetzlich geregelt.

Für gelernte Physiotherapeuten, Masseure oder Pflegekräfte werden Fortbildungen angeboten. Ausbildungen in Teilbereichen des Ayurveda können ohne staatliche Anerkennung in Europa angeboten werden. Hier sollte man sich genau informieren, da die Ausbildungsqualität stark schwankt.

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Videos zum Thema Ayurveda, Quelle: YouTube

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