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Anthroposophische Medizin für Körper, Geist und Seele

Veröffentlicht am 24.10.2015

Rudolf Steiner (1861–1925) begründete Anfang der zwanziger Jahre  des 20. Jahrhunderts in enger Zusammenarbeit mit der holländischen Ärztin  Ita Wegmann die Anthroposophie (anthropo = griech. Mensch; sophie = griech. Wissenschaft) sowie die Waldorf-Pädagogik.

Mit ihren therapeutischen Vorstellungen wollten sie keine Gegensätzlichkeit zur konventionellen Medizin schaffen, sondern die naturwissenschaftlichen Methoden der konventionellen Medizin durch eine geisteswissenschaftliche Sicht des Menschen ergänzen, in der die Einheit von Körper, Geist und Seele eine zentrale Rolle spielt. Gemäß der anthroposophischen Auffassung dient der Leib dem individuellen Geistkern (Ich). Die Seele vermittelt in der polaren Beziehung von Körper und Geist.

Der Leib ist insgesamt viergliedrig gestaltet. Dabei bildet der Stoffleib die materielle Grundlage, der Lebens- oder Ätherleib die Lebensorganisation (z.B. Wachstum, Regeneration, Denken), der Seelen- oder Astralleib ist Träger der unbewussten Empfindungsfähigkeit, und der Ich-Leib ist jener leibliche Anteil, durch den sich die geistige Individualität bis in die stoffliche Natur des Leibes mitteilt.

Diese vier „Leibesglieder“ korrespondieren mit den Elementen Erde, Wasser, Luft und Feuer. Sie werden zudem von einer funktionalen Dreigliederung (Sinnes-Nerven-System, rhythmisches System, Stoffwechsel-Bewegungssystem) durchdrungen. Gesundheit besteht, wenn sich die Gesamtgliederung des Menschen im individuell richtigen Gleichgewicht befindet.

Krankheit entsteht, wenn sie in ihrer Balance gestört wird. Also bedeutet Therapie im anthroposophischen Sinn, den sich im Ungleichgewicht befindlichen Organismus wieder ins Lot zu bringen. Hierzu werden die Selbstheilungskräfte gefördert, mit Unterstützung mineralischer, pflanzlicher und tierischer Substanzen, aus denen durch pharmazeutische Prozesse (z.B. homöopathisches Potenzieren) Arzneimittel hergestellt werden.

Die Therapie wird ergänzt durch äußere Anwendungen (Pflegetherapie), Heileurythmie (spezielle Bewegungskunst), künstlerische Therapie sowie weitere naturheilkundliche Methoden (z.B. anthroposophische Ernährung, Physiotherapie), die zum Teil der anthroposophischen Lehre angepasst werden.

Quelle: www.gesundheitsaspkte.de

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