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Regelmäßige Entwurmung bannt tödliche Gefahr

Veröffentlicht am 03.09.2016

Winzige Lungenwürmer können schwerwiegende Infektionen beim Hund verursachen.

Wussten Sie, dass Schnecken ein schlechter Umgang für ihren Hund sind? Dabei können diese Tiere gar nichts dafür. Denn sie sind nur die Überträger anderer, sehr unangenehmer, ja gefährlicher Gesellen. Die Rede ist vom Lungenwurm, einem Parasiten, der sich in Lunge, Atemwegen oder sogar in Blutgefäßen von Hunden breitmacht. Um dorthin zu gelangen, durchläuft der Lungenwurm eine komplizierte Entwicklung. Auf jeden Fall benötigt er dazu eine Schnecke als Zwischenwirt.

Sie meinen, „mein Hund frisst keine Schnecken?“ Aber es gibt unzählige, winzige Vertreter dieser Art. Diese können an Gräsern oder anderen Gegenständen sitzen, die der Hund ableckt. So gelangen die jungen Lungenwürmer in den Körper des Hundes, wo sie sich zu geschlechtsreifen Parasiten entwickeln und später ihre Eier legen. Die daraus folgende Larvengeneration macht den Tieren dann das Leben schwer.

Sie verursachen in der Lunge bzw. in der Lungenarterie Gewebereizungen und kleine Entzündungsherde. Der befallene Hund versucht, die Fremdkörper durch Husten loszuwerden. Der Husten ist deshalb ein typisches Symptom für eine Lungenwurm-Infektion.

Schwerer zuzuordnen sind andere Hinweise wie Nasenbluten oder Blutungen unter der Haut des Tieres, die wie blaue Flecken aussehen. Bisweilen stellen sich sogar Verhaltensänderungen ein, weil das Nervensystem geschädigt wird. Der Hund scheidet Larven auch mit dem Kot aus, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind.

 

Kleine Schnecken können an Gräsern oder anderen Gegenständen sitzen, die der Hund ableckt, und gelangen so unbemerkt in den Körper des Hundes. Fotoquelle: BfT/StephM2506/iStockKleine Schnecken können an Gräsern oder anderen Gegenständen sitzen, die der Hund ableckt, und gelangen so unbemerkt in den Körper des Hundes. Fotoquelle: BfT/StephM2506/iStock
Eigentlich gibt es nicht nur einen, sondern zwei verschiedene Vertreter des Lungenwurms. Vermehrung, Ansteckungsweg und Symptome sind jedoch vom Laien kaum zu unterscheiden. Studien zufolge ist mindestens jeder zehnte Hund, der wegen Atemwegsproblemen dem Tierarzt vorgestellt wird, mit einer der Arten infiziert.

Der wahre Krankheitsverursacher lässt sich über eine Kotprobe ermitteln und dann gezielt behandeln. Regelmäßige Behandlungen mit lungenwurmwirksamen Präparaten schützen den Hund vor diesen gefährlichen Parasiten.

Doch Vorsicht: Auch Katzen können sich mit Lungenwürmern infizieren und dadurch krank werden. Der „Katzenlungenwurm“ scheint neuen Untersuchungen zufolge sogar immer häufiger zu werden. Katzen mit Freilauf sind besonders gefährdet. Sie können sich infizieren, wenn sie beim Jagen Nager oder Vögel fressen, auf deren Speiseplan Schnecken stehen. Die Katze kann mit regelmäßigen Behandlungen mit geeigneten Präparaten vor einer Infektion geschützt werden. 

Quelle: Bundesverband für Tiergesundheit e.V., Bonn, August 2016

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