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Gesäugetumore bei Hunden

Veröffentlicht am 17.10.2015

Einige Rassen wie Pudel oder Dackel sind besonders anfällig für Gesäugetumore, die zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Hunden gehören.

Gesäugetumore (Mammatumore) werden vom Hundehalter meistens zufällig entdeckt oder vom Tierarzt diagnostiziert. Umgangssprachlich spricht man von Tumoren oder Krebs, unabhängig davon, ob der Tumor gut- oder bösartiger (benigne und maligne Tumore) Natur ist. Es entstehen verkapselte Knoten an Brust oder am Bauch, die man spüren kann.

Der Allgemeinzustand der Hündin ändert sich zunehmend

Der Allgemeinzustand verschlechtert sich bei Gesäugetumore zunehmend, der Hund verliert an Gewicht, möchte seine Ruhe haben und wird teilnahmslos. In 99 Prozent der Fälle sind Hündinnen von dieser Tumorart betroffen. Wie bei Menschen auch, können sich die Tumore stark unterscheiden. Faktoren wie die Lage, Beschaffenheit oder Größe sind ausschlaggebend für die Heilungschancen.

Was kann Gesäugetumore auslösen

In vielen Fällen spielt die Rasse, das Übergewicht oder die Kastration eine Rolle. Besonders Spaniel, Pudel und Dackel sind für diese Form der  Krebserkrankung empfänglich. Als unbestritten gilt, das die Kastration die Entstehung von Gesäugetumoren negativ beeinflussen kann.

Statistisch ist jeder zweite Tumor bösartig, deshalb sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt vor allem bei den betroffenen Rassen und Hündinnen sinnvoll. Bei Hündinnen, die häufiger scheinträchtig sind, ist das Risiko der Krebserkrankung besonders hoch.

Was kann der Tierarzt tun?

Mit Röntgen- und Blutuntersuchungen kann man den Krebs und mögliche Metastasen untersuchen. Bei Tumoren setzt man oft die Feinnadel-Aspirations-Biopsie ein. Mit einer Kanüle werden kleine Gewebeteile des Tumors entnommen und in Speziallaboren untersucht.

Sind die Allgemeinwerte des Tiers in Ordnung, versucht man früh zu operieren, damit der Tumor nicht wächst und sich Metastasen ausbilden. Bei Gesäugetumoren entfernt man den Tumor sehr großflächig, meistens auch umliegendes gesundes Gewebe und die gesamte Milchleiste.

Bei Hunden gibt es keine generellen Altersgrenzen, wo man nicht mehr operieren kann. Es hängt immer vom Allgemeinzustand ab. Ist der bösartige Krebs bereits mit einer massiven Metastasen-Bildung ausgeprägt und sind die Blutwerte schlecht, so wird in der Regel nicht mehr operiert.

 

Es geht dann darum, dem Hund ein schmerzfreies Leben zu bieten. Es gibt keine offiziellen Aussagen über die Länge des Lebens von Hunden mit bösartigen Tumoren. Es können nur wenige Monate sein oder aber auch noch viele Jahre. Wichtig ist, dass man die Therapieanweisungen des Arztes genau befolgt.

Nach einer erfolgreichen OP sollten der Hundehalter unbedingt die betroffenen Stellen und die Umgebungen immer wieder abtasten und schauen, ob sich irgendwo das Gewebe verhärtet. Alle sechs Monate sollte beim Tierarzt eine mögliche Metastasen-Bildung, vor allem in der Lunge, kontrolliert werden.

Blutuntersuchungen spielen dann ebenso eine Rolle wie die Überprüfung des Gewichts. Mit Mistelpräparaten als Infektionen soll die Körperabwehr gestärkt werden. Nach Anleitung des Arztes kann dies auch zu Hause durchgeführt werden.

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Naturheilkunde bei Gesäugetumoren

Sowohl bei gutartigen Gewebewucherungen als auch bei bösartigen Tumoren nach einer OP können homöopathische Komplexmittel zusätzlich zu den konservativen Medikamenten helfen. Mit Naturheilkunde kann man allerdings nicht eine Krebserkrankung heilen.

Bekannte Arzneien wie Zeel oder Traumeel zählen zur biologischen Medizin, die das Heilvermögen für die meisten Krankheiten im Organismus als autoregulatives System sieht, das aber bei Störungen Impulse von außen benötigt.

Moderne Kombinationsmittel mit natürlichen Heilmitteln sollen einerseits die Beschwerden lindern, anderseits den gesamten Organismus stärken. Die Homöopathie hat heute in den Tierpraxen einen guten Ruf als alternative Heilmethode im Kampf gegen die Beschwerden bei Krebs.

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