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Wenn die Gelenke bei Hunden verschließen sind

Veröffentlicht am 17.10.2015

Viele Hunde entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Arthrose, die meistens ursächlich durch eine Grunderkrankung des Gelenkes auftritt. Ein ganzheitlicher Therapieansatz lindert die Beschwerden.

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Rund 20 Prozent aller Hunde leiden, vor allem im Alter, an Arthrose. Unter Arthrose versteht man generell die Folgen eines übermäßigen Gelenkverschleißes. Meistens sind es unerkannte Grunderkrankungen der Gelenke, die schleichend den Gelenkknorpel zerstören. Arthrose kann aber auch ohne einen besonderen Grund akut auftreten.

Was sind die Ursachen?

Zu den häufigen Ursachen bei chronischen Gelenkverschleißen gehören frühere Unfälle oder vielfältige Entzündungsreaktionen, wo sich Wassereinlagerungen in den Gelenken gebildet haben und der Druck auf die Gelenke erhöht wird. Viele Hunde sind übergewichtig, was die Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder nachhaltig schädigt.

Was verändert sich bei einer Arthrose?

Die Arthrose ist gekennzeichnet durch Veränderungen aller Gelenkstrukturen, Verknöcherungen an Knorpelrändern und Kapselansätzen treten auf. Schmerzhaft ist vor allem der Abbau der Gelenkflüssigkeit.Sie wird bei einer Arthrose immer dünnflüssiger und lässt die Schmiereigenschaften im Gelenk abbauen. Zu den Veränderungsprozessen gehört auch, dass sich Bindegewebe in den Gelenkkapseln bildet.

Osteoarthrose bei Hunden ist nicht heilbar. Es geht vor allem in der Schulmedizin um die Bekämpfung der Grunderkrankung und die Behandlung der Symptome. Hier steht vor allem die Schmerztherapie im Mittelpunkt. Der Abbau von Übergewicht sowie Krankengymnastik werden oft mit eingebunden. Der degenerative Prozessstand gibt bei Arthrose den individuellen Therapieplan vor.

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Welche Auswirkungen hat die Arthrose auf den Alltag?

Man kann bei Hunden nicht generell sagen, dass eine Arthrose zu Bewegungseinschränkungen oder Lahmheit führt. Es gibt Hunde, die nicht lahmen und beschwerdefrei sind, trotz fortschreitender Arthrose. Wichtig ist  eine Belastungsanpassung, die Überbelastungen vermeidet.

Vor allem hohe Sprünge und schnelle Richtungswechsel sind für die betroffenen Gelenke pures Gift. Schwimmen und laufen auf der Wiese sind gut für den Muskelaufbau und die Gelenke.

Was  kann der Tierarzt tun?

In der Tiermedizin gibt man den Hunden in Phasen starker Schmerzen häufig nichtsteroidale Antiphlogistika. Dies sind entzündungshemmende Antirheumatika, die als Schmerzmittel gängig eingesetzt werden.

Zur Eindämmung der Schmerzen und als Entzündungshemmer kennt man Medikamente, die auch in der Humanmedizin eingesetzt werden, zum Beispiel Ibuprofen oder Kortison-Präparate. Kortison verwendet man ungern bei Arthrose, da es starke Nebenwirkungen hat und die Gelenke aufweichen kann. Gelenkinjektionen mit Hyaluronsäure wird auch angewandt.

Oft werden bei fortschreitender Arthrose physiotherapeutische Maßnahmen eingeleitet. Es gibt Tierphysiotherapeuten, die sich der Funktion des gesamten Bewegungsapparates widmen und passive wie aktive Bewegungsübungen mit dem Hund machen. Die Hundehalter können dann auch zu Hause einige Übungen praktizieren.

Es kann hilfreich sein Futtermittelzusatzstoffe zu verwenden. Sie sollen vor allem den Knorpelaufbau unterstützen. Hierzu gibt es positive Erfahrungswerte vieler Hundebesitzer, aber keine wissenschaftlichen Studien als Nachweise der Wirksamkeit.

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Wie kann die Alternativmedizin helfen?

Bei Arthrose kann vor allem die Homöopathie und Akupunktur helfen. Formen von Akupunktur (wie die Goldakupunktur) bei Tieren ist vor allem im Rahmen der Schmerztherapie im Kommen.  Die Homöopathie ist die anerkannteste Heilmethode aus der Alternativmedizin in Deutschland sowohl bei Menschen als auch bei Tieren.

In der Tiermedizin spielt die Homöopathie vor allem dann eine Rolle, wenn leichte bis mittelschwere und unspezifische Gelenkbeschwerden auftreten oder eine langfristige Therapie notwendig ist, wo die Nebenwirkungen nicht vorhanden sind. Viele der schulmedizinischen Medikamente, wie entzündungshemmende Schmerzmittel, werden nur über ein oder zwei Wochen verschrieben, da die Nebenwirkungen unkalkulierbar sind.

Schul- und alternativmedizinische medizinische Medikamente bei akuten wie chronischen Gelenkverschleißen können sich durchaus ergänzen.

Findet man zum Beispiel keine Grunderkrankung bei der Arthrose, und muss der Hund mit den degenerativen Gelenkerkrankungen weiterleben, so sind moderne Kombinationsmittel als Homöopathika, die man lang und nebenwirkungsfrei einsetzen kann, eine gute Alternative.

Die modernen Komplexmittel aus der biologischen Medizin beinhalten je nach Krankheitsbild mehrere Heilmittel, die einerseits die Beschwerden lindern und anderseits den Organismus stärken.
Gerade moderne Komplexmittel aus der Biologischen Medizin orientieren sich immer mehr an ganzheitlichen Therapieerfahrungen.

Die bekanntesten Produkte bei Gelenkerkrankungen wie einer Arthrose sind Traumeel als Gel und Tabletten oder Zeel als Tabletten und Ampullen. Traumeel beinhaltet zum Beispiel natürliche Heilmittel bei entzündlichen Gelenkerkrankungen wie: Beinwell, Eisenhut, Kamille, Johanniskraut, Ringelblume oder Tollkirsche.

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Informationen als PDF zum Thema akute Verletzungen und chronische Gelenkerkrankungen

Quelle: Heel 2015

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