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Wiederkehrende Schulterschmerzen und sanfte Schmerztherapien

Veröffentlicht am 02.08.2015

Schulterschmerzen nehmen statistisch in Deutschland zu. Oft reichen Physiotherapien und alternative Heilverfahren zur Behandlung aus.

Die Ursachen für Schulterschmerzen sind für die Betroffenen nicht leicht festzustellen. Die Schulter ist ein sehr komplexes Gebilde, rund um das Schultergelenk, der Halswirbelsäule, dem Brustbein, dem Schlüsselbein und den Armen. Mehrere Muskelgruppen, Bänder und Sehnen stabilisieren die Schulter und sorgen für Beweglichkeit.

Woher kommt der Schmerz?

Häufig sind es Schmerzen, die von der Nackenmuskulatur ausstrahlen, diffuse Schmerzen durch Fehlhaltungen oder sitzenden Tätigkeiten, bewegungsabhängige Armschmerzen oder auch Schmerzen, die sich durch Herz-Kreislaufbeschwerden (linker Arm) darstellen. Schmerzen am Schulterblatt und auf dem Schulterdach lassen meist den Rückschluss auf mechanische Verletzungen durch Sport oder im Haushalt zu.

Schultergelenkschmerzen müssen nicht zwangsläufig auf degenerative Prozesse wie Arthrosen zurückzuführen sein. Häufig löst die Schultergürtelmuskulatur, Bänder und Sehnen Beschwerden aus. Chronische Schulterschmerzen werden oft im Zusammenhang mit Schulterenge, Sehnenriss, Sehnenverkalkung oder rheumatischer Gelenkentzündungen diagnostiziert.

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Bei bestimmten Bewegungen und Haltungen können Schmerzen auftreten, die man vom Arzt untersuchen lassen sollte.

Einige Schmerzmuster, die man medizinisch abklären lassen sollte:

  • Haben Sie Schmerzen, wenn Sie den Arm über die Schulter hinaus bewegen?
  • Fühlen Sie stechende Schmerzen und merken eine Instabilität, wenn Sie sich abstützen?
  • Fühlen Sie Druckschmerzen in der Schulter?
  • Schmerzt es im Schultergelenk, wenn Sie den Arm nach innen drehen?
  • Haben Sie Schmerzen beim Abtrocknen oder beim Kämmen?
  • Tauchen Entzündungen mit Schmerzen an mehreren Tagen auf?
  • Haben Sie nächtliche Schmerzen am Schultergelenk, wenn Sie darauf liegen?
  • Ist die Schulter steif und die Beweglichkeit des Arms eingeschränkt?
  • Haben Sie Schulterschmerzen mit Taubheitsgefühlen und kribbelt es im Arm?
  • Strahlen die Schulterschmerzen ins Brustbein aus und haben Sie Atemnot?

Bei leichten Schmerzen und Bewegungseinschränkungen sanft vorgehen

Bei akuten Schmerzen können apothekenpflichtige Schmerzsalben oder Schmerztabletten helfen.
Alternativ bieten sich homöopathische Arzneien als Kombinationsmittel wie Traumeel-Salbe an. Helfen können auch homöopathische Komplexmittel gegen Schlafstörungen und Unruheständen. Oftmals im Schlaf kommt es zu unangenehmen Schulterschmerzen, da man sich ständig herumdreht, was der Ruhe des Schultergebildes nicht förderlich ist.

Abhängig von den Beschwerden kann man bei einem Homöopathen auch eine Therapie mit homöopathischen Einzelmitteln machen. Bekannt ist Arnika (Echte Arnika) als Heilmittel bei berührungsempfindlichen Bewegungsschmerzen.

Wenn die Schulter überbeansprucht wurde und leicht entzündet ist, setzt man in der Homöopathie Heilmittel wie Rhus toxicodendron ein. Diese Heilpflanze hilft auch bei Kopfschmerzen, die durch Nackenverspannungen ausgelöst werden. Entzündungshemmende Wirkungen hat man wissenschaftlich bei der Ingwerwurzel festgestellt.

Von Osteopathie bis Enzymtherapie

Bei wiederkehrenden Schulterschmerzen, zum Beispiel durch Fehlhaltungen im Beruf ausgelöst, können Kombinationen von Krankengymnastik mit Massagen, homöopathische Arzneien und Akupunktur gut helfen. Gerade bei muskulären Problemen und Gelenkentzündungen mit Schmerzen hat die Körperakupunktur einen guten Ruf.

In der Osteopathie wird der ganze Körper untersucht, um die Wechselwirkungen zu betrachten. Hier kann ein Osteopath Fehlfunktionen durch Dehnen und Ziehen des Muskel- und Bindegewebes austherapieren.  

Zu Hause kann man den Heilungsprozess durch Wärme- und Kälteanwendungen unterstützen und sich Salbenumschläge anlegen. Salben mit Arnika und Ingwerwurzel können Entzündungen eindämmen.

Strahlen die Schmerzen in den Arm aus, so kann man mit natürlichen Enzymen den Heilungsprozess unterstützen. Enzyme sind bestimmte Eiweiße (Proteine), die den Stoffwechsel aktivieren. Eine Enzymtherapie kann die Selbstheilungskräfte fördern, leichte Entzündungen mit Schmerzen lindern und ist auch förderlich bei leichten sportbedingten Schulterverletzungen. Eine Enzymtherapie kann aus tierischen oder pflanzlichen Enzympräparaten bestehen. Hier sollte man sich mit dem Arzt besprechen.

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