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Schmerzen natürlich behandeln

Veröffentlicht am 27.07.2015

In der ganzheitlichen Schmerztherapie haben sich natürliche Heilmethoden wie die Homöopathie oder Akupunktur bewährt.

Bei leichten Schmerzen oder chronischen Schmerzen hat die Alternativmedizin heute einen guten Ruf. Bei chronischen Schmerzen setzt man zum Beispiel die Homöopathie ein, um Nebenwirkungen von konventionellen Medikamenten einzudämmen und das Immunsystem zu aktivieren.

Die Akupunktur, die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und die Homöopathie sind die bekanntesten und anerkanntesten Heilverfahren bei der ganzheitlichen Schmerztherapie.

Zum Arzt bei starken Schmerzen mit Fieber und anderen Symptomen

Es gibt akute und chronische Formen von Schmerzen, die unbedingt vom Arzt abgeklärt werden müssen. Dazu gehören Gelenkschmerzen, Bauchschmerzen, Regelschmerzen, starke Schmerzen, Oberbauchschmerzen, Magenschmerzen und Brustschmerzen, die mit Fieber einhergehen. Vor allem auch heftige Magenschmerzen (evtl. eine Bauchspeicheldrüsenentzündung), heftige Kopfschmerzen (evtl. Hirnhautschädigungen) oder starke Brustschmerzen, die nicht in wenigen Minuten verschwinden, sollten unbedingt mit dem Arzt abgeklärt werden. Blut im Urin, Übelkeit oder Schmerzen, die vom Rücken in die Beine ziehen, sind ebenfalls sofort zu untersuchen.

Ist Selbstbehandlung der richtige Weg?

Das wichtigste bei einer Selbstbehandlung bei leichten und unauffälligen Schmerzen ist die Qualität der Produkte. In Deutschland fallen unter anderem zugelassene pflanzliche Heilmittel unter das Arzneimittelgesetzt. Einen hohen Standard hat man auch bei Heilmittel, die in homöopathischen Arzneien vorkommen oder in Kräutern der Traditionellen Chinesischen Medizin. Hier gibt es die Arbeitsgemeinschaft der TCM-Apotheken. Besser lässt man sich in der Apotheke oder beim Arzt über sinnvolle Heilmittel zur Schmerzbekämpfung informieren.

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Mit Kräutern gegen den Schmerz

Es gibt viele bekannte Heilkräuter, die in der Schmerztherapie bekannt sind. Bei leichten Schmerzen ist vor allem Johanniskraut und Baldrian bekannt. Im Sommer sollte man mit Johanneskraut vorsichtig umgehen, da es die Haut für Licht sensibilisiert. Besser im Schatten bleiben.

Die Schwarze Johannisbeere ist bekannt bei der Linderung von Migräne und rheumatischen Beschwerden. Bei muskulären Problemen kann Arnika helfen. Die Heilpflanze wird oft in Salben verwendet. Auch bei Prellungen und Verstauchungen ist Arnika bekannt.

Eine Heilpflanze, die besonders bei krampfartigen Schmerzen und bei Blähungen beruhigend wirkt, ist Melisse. Schon seit über 2000 Jahren kennt man Weidenrinde bei entzündungsbedingten Schmerzen. Gerne wird Weidenrinde alternativ bei Magenschmerzen eingesetzt. Konventionelle Schmerzmittel schlagen oft auf den Magen. Bei entzündlichen rheumatischen Beschwerden kann Brennnessel helfen. Oft werden Kapseln verkauft.

Hilfe aus der Küche

Mit einer gesunden Ernährung und bestimmten Gewürzen kann man Heilungsprozesse positiv beeinflussen. Wer Magen- und Darmprobleme hat, sollte sich Gedanken über eine Diät machen, die auch bei Magenschleimhaut- und Bauchspeicheldrüsenentzündungen hilft. Hier sollte man sich vom Hausarzt oder einem Ernährungsberater helfen lassen.

Bei Muskelschmerzen und Zerrungen kann Cayennepfeffer helfen. Es wirkt durchblutungsfördernd und ist auch bei Nervenverletzungen als Küchengewürz bekannt. Entgiftend wirken Löwenzahnblätter. Sie wirken sich positiv aus bei der Ausschwemmung von Schadstoffen. Salbeiblätter stärken den Kreislauf bei niedrigem Blutdruck.

TCM: Chi der Fluss der Lebensenergie

In der TCM werden Kräutermischungen üblicherweise bei leichten Schmerzen über eine Woche eingenommen. Oft werden spezielle Tees eingesetzt, die man vor den Mahlzeiten einnimmt. Heilkräuter in der TCM werden nach Yin- oder Yang-Einflüsse auf die betroffenen Organe eingeteilt. Ausgangspunkt in der Lehre ist, dass Chi der gesunde Fluss der Lebensenergie ist und die Krankheit einen Stau dieser Lebensenergie darstellt.

Wichtig ist in der Lehre ist auch, wo sich die innen oder außen die Krankheit befindet (innen = Yin und außen = Yang). Experten für TCM können nach einem Test grob feststellen, welcher Typ man ist und wo die Beschwerden liegen. Ein Yin-Mangel löst zum Beispiel Probleme mit trockener Haut und trockenen Augen aus.

In der TCM spielt die Ernährung eine zentrale Rolle. Mit der Auswahl und Zubereitung gesunder Nahrungsmittel kann man Mangel- wie Fülle-Zustände bekämpfen. Nach dem Einfluss von Yin und Yang und dem Energiefluss auf die Organe werden auch die Heilkräuter wie Basilikum oder Pfefferminze eingeteilt.

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Ähnliches mit Ähnlichem heilen

In der alternativen Schmerztherapie hat sich die Homöopathie einen Namen gemacht. Die Homöopathie aktiviert die Selbstheilungskräfte und basiert auf dem Grundprinzip „Ähnliches mit Ähnlichem“ zu heilen. Mit natürlichen Substanzen, die die Symptome hervorrufen, möchte man im homöopathischen Heilprozess eine Besserung erreichen.

Nach der Sechs-Phasen-Tabelle gibt es unterschiedliche Krankheitsphasen. In den ersten Phasen kann der Organismus noch die Erkrankungen selbst bekämpfen. Hier steht vor allem die positive Aktivierung des Immunsystems im homöopathischen Mittelpunkt.  

Früher waren es vor allem homöopathische Einzelmittel, die durch einen erfahrenen Homöopathen je nach humanen Gesamtbild und Krankheitsbilder verschrieben wurden. Dabei steht der Mensch in seiner körperlichen und seelischen Verfassung bis heute bei der Diagnose und dem Therapieansatz im Mittelpunkt. Man kann also nicht generell sagen, welche Heilmittelkombination, die in Alkohol aufgelöst und potenziert werden, die Richtigen sind.

Für den Laien sind moderne homöopathische Kombinationsmittel sinnvoll. Natürliche Heilmittel werden hier auf zusammengehörige Symptome der Krankheitsbilder zusammengefasst. Hier spielt die Erfahrung mit komplexen Potenzierungen wie bei Einzelmitteln keine Rolle.

Solche Komplexmittel, die auch als biologische und regulative Arzneien bekannt sind, sind bei leichten Schmerzen eine Alternative und werden vorwiegend als Tabletten und Salben in den Apotheke angeboten. Bei Sportverletzungen hat sich vor allem Traumeel als Salbe und Tabletten einen Namen als Kombinationsmittel bei Verletzungen gemacht.

Die moderne Homöopathie spielt in der ganzheitlichen Schmerztherapie auch eine wichtige Rolle. Hier geht es um zwei Dinge, einerseits die Nebenwirkungen von Schmerzmitteln einzudämmen, anderseits die körperlichen Abwehrkräfte zu aktivieren.

Die Homöopathie bei vielen Beschwerden, die mit Schmerzen einhergehen, hat vor allem als Arzneien bei Kindern einen hohen Stellenwert, da Nebenwirkungen wie Allergien bei konventionellen Medikamenten oft vorkommen und der kindliche Organismus noch sehr verletzlich ist.

Eventuell kann es passieren, dass sich kurz die Schmerzen verschlimmern, da der Körper anfängt zu arbeiten. Sofern die Erstverschlimmerung länger andauert, sollte man dies mit dem Arzt besprechen.
Die Akupunktur hat sich in der Scherztherapie, insbesondere bei chronischen Gelenk- und Muskelschmerzen, als Heilmethode etabliert. Wir gehen auf Akupunktur und Schmerzen in einem Artikel hier gesondert ein.

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