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Schmerzen im unteren Rücken

Veröffentlicht am 03.08.2015

Kreuzschmerzen mit Bewegungseinschränkungen werden häufig durch Körperfehhaltungen ausgelöst.

Rückenschmerzen im unteren Bereich der Wirbelsäule an der Hüfte können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Undefinierte Rückenschmerzen im Bereich des oberen Hinterns werden sowohl durch körperliche als auch durch psychische Leiden ausgelöst.

Man unterscheidet in nicht-spezifische und spezifische Rückenbeschwerden

Bandscheibenvorfälle, Fibromyalgie, Osteoporose oder Infektionen lösen spezifische Beschwerden aus. Meistens sind es aber diffuse Rückenleiden, die mit Bewegungseinschränkungen und ziehenden Schmerzen einhergehen.

Fehlstellungen, Muskelprobleme und Abnutzungsprozesse

Die Lendenwirbelsäule, das Kreuzbein und das Steißbein liegen in unteren Regionen des Rückens. Im Kreuz- und Steißbein sind die Wirbel teils als Knochenplatten verschmolzen, so dass hier eine geringere Beweglichkeit vorhanden ist, als zum Beispiel im Hals- und Brustwirbelsäulenbereich. Die Beweglichkeit der Wirbel ist bei Babys und Kleinkindern noch gut, später im Erwachsenenalter, nimmt die Mobilität in dieser Rückenregion ab.

Schäden an den Bandscheiben oder Abnutzungen an den Verknöcherungen können schmerzhafte Auslöser für Rückenschmerzen sein. Bei älteren Menschen oder Menschen mit chronischen Leiden führt die abnehmende Knochendichte zu Problemen.

Schmerzen und Störungen der Mobilität im unteren Rücken lösen bei Abnutzungsprozessen insbesondere die Kreuz-Darmbein-Gelenke aus. Kommt es hier zu Beschwerden durch Mobilitätseinschränkungen, so zeigt sich dies meistens durch heftige Schmerzen, die bis zum Po und in die Beine ziehen.

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Chronische Beschwerden durch Fehlhaltungen

Viele Menschen mit Kreuzschmerzen haben nicht erkannte Fehlhaltungen, zum Beispiel ein Hohlkreuz. Die Probleme ziehen sich auch über Nacht hin, so dass der Rücken rund um die Uhr Probleme bereiten kann. Spannungsgefühle und Schmerzen werden sehr individuell wahrgenommen. Typisch für Fehlhaltungen mit Verkürzungen der Rückenmuskulatur sind akute Spannungsschmerzen beim Vorbeugen des Oberkörpers im Stehen.

Schmerzen durch den Hintern und Rückenstrecker

Oftmals machen die Gesäßmuskeln mit Bänder, Sehnen und dem umliegenden Bindegewebe Probleme. Der große Gesäßmuskel setzt recht weit oben an. Muskuläre Probleme des Hinterns sprechen viele Menschen nur ungern an. Auch die Rückenstrecker, die neben der Wirbelsäule bis zum unteren Rücken verlaufen, können Schmerzen auslösen, insbesondere bei Verkürzungen.

Menschen mit zu viel Pfunden haben häufiger mit Schmerzen um die Taille zu kämpfen. Diese Schmerzen ziehen sich großflächiger und können ursächlich für verhärtetes Bindegewebe sein. Ein recht unbekannter Muskel, der Kreuzschmerzen auslösen kann, ist der Psoas-Muskel. Dieser Hüft- bzw. Oberschenkelmuskel setzt an den Wirbeln des unteren Rückens an und kann bei Fehlstellungen wie Beckenschiefstand zahlreiche Beschwerden auslösen. Der Muskel ist vor allem bei Fußballerspielern wichtig, da er das Bein nach vorne zieht. Man spricht umgangssprachlich von Kreuzschmerzen durch Psoas-Verspannung.

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Sanfte Heilverfahren bei Schmerzen

Ein guter Therapeut kann durch eine körperliche Untersuchung oftmals schon feststellen, welche angeborenen oder erworbenen Fehhaltungen und muskulären Probleme auftreten. Bei vielen unspezifischen Formen von Kreuzschmerzen kann eine Physiotherapie helfen. Muskelaufbautrainings für den gesamten Körper können hilfreich sein, vor allem bei Menschen, die viel sitzen und sich wenig bewegen. Man sollte neben der Rückenmuskulatur auch die Oberbein- und die Bauchmuskulatur gezielt trainieren.

Traditionelles Therapiefeld der Homöopathie und der chinesischen Heillehre

Mobilitätsbeschwerden mit leichten bis mittleren Schmerzmustern sind klassische Heilgebiete der Homöopathie. Die besondere Rolle des Bindegewebes, wo sich schadhafte Substanzen einlagern können, wurde zum Beispiel in der Homöopathie sehr früh erkannt.

Homöopathische Kombinationsmittel mit mehreren natürlichen Naturheilmitteln für Krankheitsbilder wie Sportverletzungen eignen sich für den Alltag. Hier gibt es moderne Homöopathika wie Zeel oder Traumeel. Für den Laien sind homöopathische Kombinationsmittel zu mehreren Symptomen in einem Arzneimittelbild einfacher zu handhaben.

Bei Fachärzten und Heilpraktikern, die Homöopathie anwenden, steht der Mensch als einzigartiges Gesamtbild mit allen körperlichen und seelischen Stärken und Schwächen in der Diagnose im Mittelpunkt. Da jeder Mensch einzigartig ist (auch in der Schmerzwahrnehmung), muss ein erfahrener Homöopath verschiedene Symptome mit unterschiedlichen Heilmitteln bekämpfen.

Das Gesamtbild des Menschen steht auch in den chinesischen Heillehren im Zentrum. Gute Erfolge hat die Akupunktur bei Schmerzen vorzuweisen. Auch Heilmittel aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) oder die Osteopathie kann helfen.

Gesunde Ernährung und Bewegung ist wichtig

Eine Ernährungsumstellung kann sinnvoll sein (wichtiger Aspekt in der TCM und Homöopathie), um Giftstoffe aus dem Körper zu schwemmen und den Organismus zu stärken. Für Menschen mit Übergewicht ist eine Diät unter fachkundiger Kontrolle die beste Möglichkeit degenerative Prozesse der Gelenke und Rückenwirbel zu lindern. Auch ein Körperbewusstseinstraining kann in vielen Fällen der Schmerztherapie sehr hilfreich sein.  

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Informationen und Video zum Psoas-Muskel
Quelle: Yoga Vidya e.V.

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