Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Sanfte Heilmittel bei Menstruationsschmerzen

Veröffentlicht am 28.07.2015

Heilverfahren aus der Natur können Frauen bei schmerzhaften Regelblutungen helfen.

Fotolia.com - © KurhanFotolia.com - © Kurhan

Begleitend oder alternativ zu konventionellen Arzneien können sanfte Heilmittel mit weniger Nebenwirkungen bei Regelschmerzen helfen. Wissenschaftliche Studien zu Heilverfahren und Menstruationsschmerzen gibt es nur unzureichend. Hier hat sich vor allem das praktische Wissen über Generationen bewährt.

Im Mittelpunkt bei den Naturheilverfahren stehen drei Faktoren:

  • Die übersteigerte Reaktionen einzudämmen und den Heilungsprozess zu unterstützen
  • Das vegetative Gleichgewicht herzustellen
  • Das körperliche und seelische Wohlbefinden wieder herzustellen

Die Rolle der Ernährung wird auf das Hormonsystem bei Frauen heute stärker untersucht. Man sollte sich über darmverträgliche und vollwertige Ernährung nach den Richtlinien der Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) richten. Getreideprodukte, Gemüse und Obst stehen hier im Mittelpunkt. Zu fette Nahrungsmittel haben einen direkten Einfluss auf die Produktion überschüssigen Östrogens. Die negativen Auswirkungen von Übergewicht sind auf die hormonellen Veränderungen erforscht.

Fotolia.com  - © Jeanette Dietl Fotolia.com - © Jeanette Dietl

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Im Mittelpunkt der alten chinesischen Heillehren steht der ungehemmte Fluss der Lebensenergie: dem Chi. Hier spielen auch Aspekte der gesunden Ernährung mit ein. Mit Akupunktur, Wärmebehandlungen, Massagen oder Heilkräutern hat man auch bei Regelblutungen mit krampfartigen und stechenden Schmerzen gute Erfahrungen gemacht. Ein wichtiger Punkt in chinesischen Heillehre ist die Veränderung hin zu einer harmonischen Lebensführung.

Homöopathie

In der Homöopathie gilt der Grundsatz „Ähnliches wird mit Ähnlichem geheilt“. Symptome wie Menstruationsstörungen werden als körperliche und seelische Ausdrücke von Ungleichgewichten gesehen. In frühen Krankheitsphasen kann sich der Körper noch wehren, später ist die körpereigene Abwehr überfordert und es können chronische Krankheitsbilder entstehen.

Die klassische Homöopathie sieht wie die TCM den Menschen als Ganzes und versucht einerseits mit natürlichen Substanzen, die bei einem gesunden Menschen ähnliche Symptome hervorrufen, zu heilen, anderseits die Selbstregulation anzuregen. Bei Monatsbeschwerden soll die Zyklusfunktion verbessert werden, was eine Stärkung des Immunsystems erfordert.

Es gibt sogenannte homöopathische Kombinationsmittel, die sich als moderne, biologisch-regulative Arzneien verstehen und mit mehreren natürlichen Substanzen heilen. Hier sind nützliche Heilmittel zu einem übergreifenden Arzneimittelbild zusammengefasst.

Diese Kombinationsmittel sind für Laien einfacher einzusetzen als Einzelmittel, die je nach Diagnose des persönlichen Gesamtbildes unterschiedlich kombiniert werden müssen. Belladonna D6 ist zum Beispiel bei  heftigen und krampfartigen Menstruationsschmerzen ein bekanntes Mittel. Kolikartige Bauchschmerzen können mit Chamomilla D12 behandelt werden.

Ein homöopathisches Kombinationsmittel aus der Apotheke bei vielfältigen Störungen des Hormonhaushaltes ist zum Beispiel Hormeel. Es gibt auch moderne Homöopathika bei krampfartigen Unterbauchschmerzen.
Andere Naturheilverfahren

Bei Schmerzen durch Regelblutungen kann die Gabe von speziellen Enzymen positive Wirkungen haben. Enzymtherapien sollte man mit dem Frauenarzt besprechen. Oft müssen die Enzyme über drei Zyklen eingenommen werden.

Pfefferminze, Kamillenblüten, Melisse, Gänsefingerkraut oder Kümmel sind bekannte Heilpflanzen zur Linderung der Schmerzen. Man kann diese Heilpflanzen als Tee-Mischungen kaufen. Selbstmedikationen, wozu viele Frauen in der Menstruation neigen, sollten schon vor den Tagen durchgeführt werden. Haben die Schmerzen schon eingesetzt, können Heilmittel häufig nicht den gewünschten Erfolg bringen.

Auf Social Media teilen