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Mit Nadeln gegen den Schmerz

Veröffentlicht am 26.07.2015

Akupunktur beweist seine Stärken innerhalb der TCM-Lehre vor allem bei Rücken-, Kopf- und Gelenkschmerzen.

Viele wissenschaftliche Studien bescheinigen der Akupunktur als traditionelle chinesische Heillehre bemerkenswerte Erfolge bei zahlreichen Beschwerden des Stütz- und Bewegungsapparates. Besonders gute Erfolge erzielt die Akupunktur bei Kopf-, Nacken-, Rücken- und Gelenkschmerzen. Akute und chronische Schmerzen in der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule lassen sich mit Akupunktur gezielt lindern. Nach rund fünf Akupunktur-Sitzungen sollte man einen ersten Heilprozess bei akuten Schmerzen spüren, so die Erfahrungen von Experten.

Ein klassischen Einsatzgebiet der alten chinesischen Heillehre sind Sportverletzungen mit Kniebeschwerden, muskulären Verspannungen oder bei Krankheitsbilder wie Tennisellenbogen und Golferellenbogen.

Anerkannt ist Akupunktur (und wird von vielen Krankenkassen übernommen) auch bei neurologischen Erkrankungen wie Migräne, Schmerzen durch Gürtelrose oder Atemwegserkrankungen wie Heuschnupfen und Asthma. Auch alltägliche Leiden, die vor allem durch Stress ausgelöst werden, wie Schlaflosigkeit oder Erschöpfungszustände werden mit den dünnen Nadeln behandelt.

Auch in der Akupunktur spielt das Chi die zentrale Rolle

In der alten chinesischen Heillehre spielt das Chi, also das Durchströmen der gesunden Lebensenergie, die zentrale Rolle. Ein Stau oder Mangel dieser Lebensenergie will auch die Akupunktur auflösen. Den Menschen in seiner Gesamtheit zu heilen und somit eine Harmonie zu schaffen, ist das Kernziel in der alten chinesischen Medizin.

Durch die Haut erreichen die Akupunkturnadeln festgelegte Meridiane, die den Körper in sekreten Bahnen durchziehen. Diese Bahnen mit bestimmten Namen und Zahlen werden auch einem festen Organsystem zugeordnet. An bestimmten Punkten der Meridiane, die traditionell als Lebensenergielinien gesehen werden, wird je nach Lehre eine unterschiedliche Anzahl an Nadelstiche gesetzt. Es gibt vom Kopf bis zu den Zehen 12 Haupt- und 8 Sondermeridiane.
Rund 20-25 Minuten dauert eine Akupunktursitzung.

Wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass die Akupunktur körpereigene Endorphine und Enkephaline aktiviert. Die Entzündung positiv beeinflusst auch die Aktivierung von Nebennierenrindenhormonen, die auch die Schmerzen eindämmen.

Verschiedene Methoden der Akupunktur

Im Laufe der Zeit haben sich zusätzliche Heilmethoden in der Akupunktur herausgebildet. Eine ergänzende Maßnahme heißt Moxibustion, eine besondere Wärmebehandlung, wo getrocknetes Beifußkraut über eine lokale Körperregion abgebrannt wird. Homöopathische Mittel können über die Methode der Homöosiniatrie eingespritzt werden.

Eine bekannte Methode in der Akupunktur ist die Ohrakupunktur. Hier werden die Nadeln in bestimmten Regionen der Ohren gesetzt, die in Beziehung zu den Organen stehen. Oft wird die Ohrakupunktur ergänzend zur Körperakupunktur eingesetzt.

Zur lokalen Muskelentspannung werden Nadeln in schmerzende Muskelpartien gestochen, was man Triggerpunktakupunktur nennt. Es gibt auch moderne Laserakupunkturen, die mit einem Softlaser durchgeführt werden und insbesondere dort eingesetzt werden, wo Patienten sehr sensibel sind.

Eine spezielle Methode stellt die „Neue Schädelakupunktur“ nach Toshikatsu Yamamoto dar. Die YNSA-Methode geht auf einen japanischen Arzt und Chirurg zurück und wurde erstmals in den 1960er Jahren entwickelt. Er entdeckte an Stirn und Schläfen spezielle Akupunkturpunkte, die insbesondere auf das zentrale Nervensystem wirken.

Diese Art der Akupunktur wird bei Störungen des Bewegungsapparats und bei neurologisch bedingten Schmerzerkrankungen eingesetzt. Man hat untersucht, wie die Schädelakupunktur auf das Schmerzgedächtnis wirkt und hat positive Erfahrungen bei vielen Schmerzpatienten gemacht.

Bei Verspannungen, oder auch oft bei geschwollenen Gelenken wie Knöcheln, kann Schröpfen und die Schröpfkopfmassage zusätzlich Heilung bringen. Schröpfen ist eine alte Heilmethode, die in den letzten Jahren bei Fachleuten für Akupunktur zunehmend eine Wiedergeburt erlebt. Eine der ältesten Heilmethoden ist die chinesische Heilmassage.Die speziellen Grifftechniken haben Tuina-Therapeuten gelernt.

Man nennt diese Methode umgangssprachlich „Akupunktur mit Fingern“. Auch hier steht im Mittelpunkt den Qi-Fluss positiv zu aktivieren und die körperliche und seelische Harmonie wiederherzustellen. Tuina wird auch bei Kindern angewandt, die orthopädische Erkrankungen haben.

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