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Gefühllose und schmerzende Hände

Veröffentlicht am 01.08.2015

Taube, brennende und schmerzende Hände können ursächlich durch das Karpaltunnelsyndrom ausgelöst werden, vor allem Frauen sind oft davon betroffen.

Gefühlsminderungen, Taubheitsgefühle, Kraftlosigkeiten und Schmerzen in den Händen können auf das Karpaltunnelsyndrom (KTS) zurückzuführen sein. Vor allem Frauen, die monotone Bewegungen bei der Arbeit machen, leiden oft an Mittelhandnerv-Beschwerden.

Der Mittelhandnerv bereitet die Probleme

Betroffen ist der Mittelhandnerv (Nervus medianus), der durch einen „Tunnel“ muss, der als Übergang vom Handgelenk zur Handwurzel dient. Ein starkes Handwurzelband bedeckt diesen Übergang. Der Mittelnerv, der sich durch diesen Übergang zieht, besteht aus tausenden von Nervenfasern, die für bestimmte Bewegungen der Hand wichtig sind.

Steigt aus unterschiedlichen Gründen der Druck auf diesen Nerv, kann es zu Symptomen wie Taubheit, Kraftlosigkeit oder Schmerzen kommen. Auslöser können hormonbedingte Flüssigkeitseinlagerungen, degenerative Verschleißerscheinungen der Handgelenke oder Quetschungen durch Verletzungen sein. Diabetes oder Überbelastungen durch Druck und Reibung begünstigen das Karpaltunnelsyndrom

Von konservativen Therapien bis zu ambulanten Operationen

Ruhigstellung, das Tragen einer Nacht- und Tagschiene und krankengymnastische Übungen können die Beschwerden lindern. Gegen die Schwellungen setzt man entzündungshemmende Medikamente ein. Hier helfen bei akuten Schmerzen mit Schwellungen auch Eisverbände. Lokale Infektionen sind umstritten, da zum Beispiel Kortison die Nerven schädigen kann. Bei chronischen Formen ist eine

Operation oft die beste Heilmethode

Operationen werden ambulant durchgeführt. Man kann nach der OP wieder nach Hause gehen. Oft wird bei der Operation das querverlaufende Handwurzelband durchtrennt. Dies geschieht schonend für den Nerv, der sich dann wieder frei entfalten kann.

Nach der Operation bilden sich in der Regel die KTS-Beschwerden schnell zurück. Es bleibt nur eine kleine Naht an der Handinnenseite auf Höhe des Daumens. Nach dem Verbandswechsel muss man rund eine Woche einen Kompressionsverband tragen. Nach 10-12 Tagen zieht man die Fäden. Rund 3-4 Wochen sollte man an  Krankschreibung rechnen.

 

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Naturheilkunde bei leichten Beschwerden

Viele monotone Bewegungen bei der Arbeit oder im Haushalt können Nervenentzündungen am Arm auslösen. Betroffenen sind bei Frauen oftmals die Handgelenke, während Männer oft Probleme mit den Ellenbogen und dem Schultergelenk haben.

Bei Nervenleiden, die mit schmerzhaften Bewegungseinschränkungen einhergehen, kann Akupunktur, Physiotherapie und Ergotherapie in Kombination helfen. Wer sanfte Mittel vorzieht, kann homöopathische Arzneien kaufen. Hier gibt es moderne Homöopathika als Cremes und Tabletten für viele Erkrankungen, die vor allem durch Druck oder mechanische Reibung zu entzündlichen Prozessen mit Schmerzen führen.

Homöopathische Kombinationsmittel aus der Apotheke können einerseits das Entzündungsgeschehen eindämmen und anderseits die körpereigenen Abwehrkräfte mobilisieren. Es gibt für Frauen auch Komplexmittel mit mehreren natürlichen Homöopathika gegen hormonelle Beschwerden, Unruhe mit Schlafstörungen oder Kreislaufproblemen mit Schwindel.  

Gerade bei Frauen in den Wechseljahren treten hormonell bedingte Beschwerden des Stütz- und Bewegungsapparates auf. Zeel in Form von Tabletten oder Creme ist zum Beispiel in modernes homöopathisches Mittel bei rheumatischen Beschwerden. Homöopathische Mittel sind in der Regel ohne Nebenwirkungen. Es kann aber zu Überempfindlichkeiten gegen bestimmte Natursubstanzen kommen.

Bei starken Rötungen, Schwellungen oder Taubheitsgefühlen an den Händen sollte man unbedingt den Arzt aufsuchen. Menschen mit Leberleiden sollten immer den Arzt fragen, auch wenn sie Haus- oder Heilmittel einnehmen wollen. Frauen in der Schwangerschaft oder Stillzeit sollten sich vom Frauenarzt beraten lassen. Es gibt auch natürliche Inhaltsstoffe, wie die kanadische Blutwurz in Homöopathika, die in diesen Zeiten nicht förderlich sind.

Wärme oder Kälte?

Bei akuten Verletzungen mit Blutergüssen und Schwellungen ist immer Kälte besser. Mit Kälte kann man sofort schädliche Flüssigkeitsansammlungen gezielt eindämmen. Bei akuten Schmerzen durch mechanische Verletzungen ist in der Regel ebenfalls Kühlung besser.

Bei chronischen Nervenleiden, ohne Schwellung, Überwärmung oder Einblutung, ist tendenziell Wärme besser. Sind die Handgelenke stark geschwollen, sollte man zwei Tage (erst einmal Eisbeutel und Kompressionsverbände anlegen) abwarten bis man durchblutungsfördernde Schmerzsalben verwendet.

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Videos zum Karpaltunnelsyndrom mit und ohne Operationen

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