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Belastend und unangenehm: Starkes Schwitzen

Veröffentlicht am 16.05.2015

Im Alltag ist übermäßiges Schwitzen für viele Menschen eine psychische Belastung. Man schätzt, dass rund zehn Prozent der Deutschen - Männer wie Frauen - übermäßig schwitzen.

Es gibt zwei konträre Krankheitsbilder: die Hyperhidrose bezeichnet die übermäßige Schweißproduktion und das Ross-Syndrom kennt die verminderte Schweißsekretion. Die Stärke des Schwitzens an Händen und Füßen ist in der Regel erblich bedingt. Gesteuert wird die Schweißproduktion vom vegetativen Nervensystem.

Der Neurotransmitter Acetylcholin hat eine zentrale Steuerfunktion im vegetativen Nervensystem und ist auch für die Schweißporen wichtig. Der Neurotransmitter ist aber auch an der Steuerung der Atmung, des Blutdrucks oder des Stoffwechsels beteiligt.

Die Schulmedizin kennt zum Beispiel Medikamente mit Anticholinergika, die gegen übermäßiges Schwitzen helfen, allerdings auch einige Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Müdigkeit oder Konzentrationsstörungen hervorrufen können. Sie sollen die Wirkung des Neurotransmitters Acetylcholin hemmen.

Der Wirkstoff Methantheliniumbromid wird bei einem bekannten Medikament eingesetzt, das verschreibungspflichtig gegen generalisierte Hyperhidrose hilft. Die Schweißdrüsenaktivität hemmend auch ein Medikament mit dem Wirkstoff Bornaprinhydrochlorid, was ebenfalls verschreibungspflichtig ist.

Ein Antiperspirant mit Aluminiumchlorid stellt eine einfache Lösung gegen das Schwitzen dar. Im Gegensatz zu normalen Deos werden Antitranspirante zur Regulierung der Schweißabsonderung eingesetzt.

Antitranspirante enthalten Wirkstoffe, die die Ausgänge der Schweißdrüsen verengen. Aluminiumverbindungen in Deos sind nicht unproblematisch. Deos werden vor allem gegen den Achselgeruch eingesetzt und haben antibakterielle Wirkungen.

Besser ist der Kauf von speziellen Deos oder Antitranspirante in der Apotheke, wo man sich beraten lassen kann. Es gibt eine moderne Operation, das Schweißdrüsenabsaugen. Diese Operation mit lokaler Betäubung zahlt allerdings die gesetzliche Krankenkasse nicht.

Die Meinungen, ob man übermäßiges Schwitzen durch alternative Naturheilverfahren oder eine Ernährungsumstellung effektiv bekämpfen kann, gehen weit auseinander. Klar ist, dass Menschen mit Übergewicht oder Personen, die viel Alkohol trinken, tendenziell mehr schwitzen. Auch scharfe Gerichte können die Schweißproduktion anregen. Was völlig natürlich und gesund ist, ist das man bei heißen Sommertagen mehr schwitzt.

Da im Alter die Schweißdrüsenfunktion nachlässt, sollten ältere Menschen an heißen Tagen auf Überhitzung achten und viel trinken. Bei Frauen sind Hitzewallung und Schweißausbrüche in den Wechseljahren bekannt.

Starkes Schwitzen mit unangenehmem Schweißgeruch kann man mit Salbei leicht eindämmen. Salbeitee kann zwar die genetische Veranlagung zur Schwitzstärke nicht heilen, allerdings fördert der Tee eine leichte Eindämmung. Salbei kann auch gegen den unangenehmen Körpergeruch helfen.

Gegen Schweißfüße verwendet man in der Naturheilkunde Zinnkraut und Nussblätter, die in ein Fußbad gegeben werden. Fußbäder sind abends sinnvoll. Bei Schweißfüßen sollte man besonders aufpassen. Hier kann es zum Bakterienwachstum kommen und zum Beispiel Fußpilz befördern.

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Quelle: YouTube, Galileo und das Deutsche Hyperhidrosezentrum

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