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Vom Raucher zum Nichtraucher

Veröffentlicht am 16.05.2015

Viele Raucher sehen die negativen gesundheitlichen Auswirkungen: chronische Atemwegserkrankungen, erhöhtes Schlaganfallrisiko, Bluthochdruck und erhöhte Infektanfälligkeit. Es gibt Möglichkeiten, sich das Rauchen abzugewöhnen.

Jeder Raucher weiß, einfache Erfolgskonzepte zur Rauchentwöhnung gibt es nicht. Jede „Raucherkarriere“ muss man individuell betrachten. Da die Sucht nach Nikotin und anderen Nervenstoffen oft unterschätzt wird, schaffen es die meisten Raucher nicht, trotz größter Willenskraft, mit dem Rauchen aufzuhören. Schafft man es ein Jahr ohne Glimmstängel sind die Chancen groß, dass man vom Rauchen weg kommt.

Fotolia.com © ra2 studio
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Verhaltenstherapien in Gruppen recht erfolgreich

Fast ein Drittel der Raucher gelingt es mit verhaltenstherapeutischen Gruppensitzungen von der Nikotinsucht abzukommen. Neben dem Expertenwissen durch den Therapeuten, die bestimmte Strategien gegen das Rauchen vermitteln, bringen die Verhaltenstherapien den Vorteil, dass man sich gegenseitig motivieren kann. Mit dem Geld das man spart, sollte man sich mit Geschenken belohnen. Manche Tabaksüchtige reagieren auch positiv auf Hypnose-Behandlungen.

Neben den anerkannten Verhaltenstherapien gibt es eine Reihe an Produkten, die gegen die Nikotinsucht wirken sollen. Hierzu gehören Nikotinplaster, Nasensprays oder Nikotinkaugummis. Nikotinersatztherapien mit dem Noradrenalin-Dopamin-Wiederaufnahmehemmer Bupropion als Nikotinentwöhnungssubstanz sind seit einigen Jahren zugelassen. Die Behandlung mit dem Wirkstoff (der auch in Antidepressiva eingesetzt wird) hat in Studien bisher bewiesen, dass Bupropion ungefähr die gleiche Wirkung wie Nikotinplaster besitzt.

Vergleicht man die Quote der Raucher, die länger als sechs Monate nicht mehr geraucht haben, so schneidet die Verhaltenstherapie in der Gruppe gegenüber anderen Nikotinersatzprodukten und Medikamenten besser ab und dies ohne Nebenwirkungen, die zum Beispiel bei der Bupropion-Therapie bekannt sind.

Neben der Verhaltenstherapie gibt es auch die Aversionstherapie. Hier wird versucht, die positiven Wirkungen des Rauchens durch unangenehme Konsequenzen zu ersetzen. Die Hypnose bei der Raucherentwöhnung setzt auf die Bewusstseinveränderung.

Raucher nehmen nach dem Abzug häufig zu

Konservative Arzneimittel können den Vorteil haben, dass die Gewichtszunahme weniger ausgeprägt ist. Viele entwöhnte Raucher nehmen an Gewicht zu, zum Beispiel durch Suchtverlagerung hin zu Süßigkeiten. Die Rauchentwöhnungstherapie sollte mit einem Ernährungs- und Bewegungsplan einhergehen. Man sollte sich eine gesunde und kalorienarme Nahrungsalternative zur Zigarette aussuchen.

Neuste Forschungen lassen vermuten, dass sich nach dem Rauchentzug die Darmflora verändert und die Nährstoffe besser verwertet werden. Dies könnte erklären, warum viele Raucher nach dem Entzug zunehmen, ohne dass sich die Ernährungsgewohnheiten ändern. Im Schnitt legen Raucher nach der Tabaksucht um die sieben Kilo zu. Wissenschatliche Studien sollen die veränderte Darmtätigkeit weiter erforschen.

Akupunktur und Homöopathie beliebt zur unterstützenden Behandlung

Unterstützend kann man auch Akupunktur oder Heilpflanzen bei der Rauchentwöhnung einsetzen. Da Rauchen natürlich auch eine seelische Funktion erfüllt, kann man sanfte Heilmittel gezielter einsetzen, wenn klar ist, warum man in welcher Situation raucht.

Löst Stress im Berufs- und Privatleben die Tabaksucht aus, so kann man beruhigende Heilmittel wie Johanneskraut, Hopfen oder Baldrian gezielt verwenden. Nervöse Unruhe und Schlafstörungen lassen sich mit homöopathischen Kombinationsmitteln gut behandeln.

 

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