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Systemischer Lupus erythematodes

Veröffentlicht am 17.05.2018

Lupus erythematodes ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung des Bindegewebes. Die systemische Erkrankung betrifft vor allem Frauen.

Im Krankheitsbild des systemischen Lupus kommt es zu Gelenkbeschwerden und -entzündungen, Veränderungen an Haut, Nieren, Herz und Lunge, im Blut und Zentralnervensystem. Der Name „Lupus“ bedeutet Wolf und bezieht sich auf die verschiedenen Hauterscheinungen, die bei der Erkrankung auftreten.

Auch der Zusatz „erythematodes“ hängt damit zusammen. Ein Erythem ist eine entzündliche Rötung der Haut. Durch den Befall der verschiedensten Organsysteme hat der  Lupus erythematodes viele Gesichter und der Zusammenhang mit der  Gelenkentzündung ist nicht immer leicht zu erkennen.

Frühe Symptome sind oft nicht einfach zu erkennen

Typische Frühsymptome sind nachlassende Leistungsfähigkeit, Abgeschlagenheit und scheinbar uncharakteristisches Fieber. Auffällig ist oft eine typisch schmetterlingsförmige entzündliche Rötung der Gesichtshaut sowie anderer Hautareale, die dem Sonnenlicht ausgesetzt sind.
Entzündungen und Schmerzen kleiner Gelenke und Muskeln können als rheumatische Beschwerden auftreten.

Entzündliche Veränderungen an den Fingergelenken sind häufig. Sie sind kaum geschwollen und die Gelenke bleiben intakt. Muskelentzündungen können sich als schmerzhafte Muskelverspannungen bis hin zur Muskelschwäche äußern. Sie kommen auch bei anderen Rheumakrankheiten vor und machen eine genaue Diagnose schwierig.

Ist der Lupus erythematodes dagegen voll ausgeprägt, ist er leicht zu erkennen: Schmetterlingsförmige Entzündung im Gesicht, Rötungen um Finger und Fußnägel, ausgeprägte Lichtempfindlichkeit der Haut und Gelenkentzündungen.

Die Autoimmunkrankheit tritt meistens bei Frauen auf

Häufig kommen Herzrhythmusstörungen, Gefühlsstörungen der Finger, Blutbild- und Lungenveränderungen und andere Symptome dazu. Der überwiegende Teil der Lupus-erythematodes-Kranken ist weiblichen Geschlechts.

Das Leiden bricht meist zwischen dem 16. und 40. Lebensjahr erstmals aus. Es verläuft schubweise. Zeiten hoher Krankheitsaktivität wechseln sich mit Phasen relativer Beschwerdefreiheit ab. Nierenerkrankungen, die häufig unbemerkt bleiben, oder die Beteiligung weiterer innerer Organe können Heilungsaussichten verschlechtern. Die Übergänge zu anderen chronischen Bindegewebskrankheiten, zum Beispiel dem Sjögren-Syndrom, sind fließend.
Was sind die Ursachen?

Die Ursachen der Krankheit sind bis heut nicht abschließend geklärt. Eine familiäre Häufung und Beziehungen zum HLA-System weisen auf genetische Faktoren hin. Aus letztlich ungeklärten Gründen bildet sich eine Vielzahl von Antikörpern gegen körpereigene Gewebe. Immunkomplexe lagern sich ab und lösen Blutgefäßentzündungen aus.

Auch Organe verändern sich entzündlich. Antikörper gegen Zellkerne und glatte Muskulatur – mit den Namen ANA, Anti-DNA-Antikörper, Anti-Sm-Antikörper, Ro- und La-Antikörper – kommen zwar auch bei anderen Bindegewebserkrankungen vor.

Beim Lupus erythematodes weisen sie aber eine charakteristische Konstellation auf. Insgesamt ist der Lupus erythematodes jedoch keine Erbkrankheit. Verschiedene Faktoren können einzeln oder kombiniert sein und das Ausbrechen begünstigen, wenn eine genetische Veranlagung vorliegt. Zu den Auslösern zählen extreme körperliche und seelische Belastungen, verschiedene Medikamente wie Antibiotika, Verhütungsmittel oder weibliche Hormone, Schwangerschaft sowie zahlreiche Infektionskrankheiten.

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Homöopathie und andere Heilverfahren 

Der Lupus erythematodes ist der Degenerationsphase nach Hans-Heinrich Reckeweg zuzuordnen. Eine homöopathische Therapie kann unterstützend zur schulmedizinischen Behandlung mit Einzel- und Kombinationsmittel durchgeführt werden.

Oft werden homöopathische Mittel eingesetzt, um einerseits die Nebenwirkungen der konservativen Arzneien einzudämmen, anderseits den Organismus beim Selbstheilungsprozess zu unterstützen. Moderne Homöopathika wie Traumeel wird zum Beispiel zur schmerzlindernden und entzündungshemmenden Behandlung verwendet. Homöopathische Mittel können helfen die Hautveränderungen zu dämmen und werden oft auch zur Entgiftung eingesetzt. Hier ist vor allem die Leberentgiftung wichtig.

Eine hoch dosierte Vitamin-C-Infusionstherapie ist oft bei Lupus erythematodes empfehlenswert. Die Phytotherapie mit Teufelskralle (z.B. Allya Tabletten), Weidenrinde (z.B. Assplant) oder der Mischung aus Pappel, Esche und Goldrute (z.B. Phytodolor) hemmt das Enzym Cyclooxygenase und damit auch die Entzündung.

Eine hochdosierte Enzymtherapie mit Phlogenzym oder Mulsal ist zu versuchen, um der ausgeprägten Immunkomplexbildung entgegenzuwirken. Sauerstoff- und Ozontherapie fördern die Zellregeneration. Allerdings sind die Hämatogene Oxidationstherapie und andere mit UV-Licht arbeitende Eigenblutverfahren nicht erlaubt, da die Lichtempfindlichkeit beim  Lupus erythematodes stark erhöht ist.

Eine Behandlung nach Mayr dient der Ganzkörperentgiftung und Darmreinigung. Eine mikrobiologische Behandlung zur Symbioselenkung und Sanierung des Darmmilieus ist in den meisten Fällen zu empfehlen.

Tipps für den Alltag

Vorsichtig dosierte Kneippsche Anwendungen können unterstützend zur Therapie eingesetzt werden. Ist der Lupus erythematodes mit Hautveränderungen verbunden, die sich durch Licht verschlimmern, ist ein konsequenter Lichtschutz wesentlich.

Besonders ultraviolettes Licht ist zu meiden – also weder Sonnenbäder machen, noch Sonnenstudios besuchen.

Darüber hinaus empfehlen sich Salben mit sehr hohen Lichtschutzfaktoren. Entspannungsverfahren und Einteilung der Arbeits-, Ruhe-, Freizeit- und Schlafphasen reduzieren negative Stressfaktoren.

Eine schadstoffarme, linolsäure- und arachidonsäurearme Ernährung und Beachtung der Esskultur nach Mayr wird angeraten. Sinnvoll erscheint außerdem eine umfassende orthomolekulare Nahrungsergänzung mit Vitaminen, Mineralien oder Spurenelementen. Nahrungsergänzungsmittel sollten nur in Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden, um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden.

Ärztliche Kontrollen der inneren Organe, insbesondere der Nieren, sind erforderlich und sollten nicht vernachlässigt werden.

Quelle: Redigierte Auszüge aus der Onlineveröffentlichung: Rheuma - Sanfte Hilfe gegen den Schmerz

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Weiterführende Informationen zur Krankheit
Quelle: Lupus Erythematodes Selbsthilfegemeinschaft e.V.

Homöopathie entdecken - Informationen und Entwicklungen zur Homöopathie und zu homöopathischen Arzneimitteln
Quelle: Initiative des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH)

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