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Von Erschöpfung bis Burn-out

Veröffentlicht am 15.11.2017

Psychische Krankheitsbilder wie Burn-out spielen in der modernen Berufs- und Alltagsleben eine gravierende Rolle. Wir geben Tipps.

Das Burn-out-Syndrom ist als vielschichtiges Krankheitsbild zum Synonym für Überforderung in der Arbeitswelt geworden. Irgendwann geht bei vielen Menschen durch Alltagstress und Leistungsdruck nichts mehr.

Das Spektrum der Symptome reicht von leichter Erschöpfung über Nervosität und Konzentrationsstörung bis zu depressiven Momenten, wo den Betroffenen alles egal ist.

 Fotolia.com © pure.passion.photo
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Innere Leere und chronische Müdigkeit: Burn-out

Bei Burn-out kommen Symptome wie: Müdigkeit, Innere Leere, Hoffnungslosigkeit, Rückzugs- bis Suizid-Gedanken, soziale Entfremdung und reale Wahrnehmungsproblematiken vor. Auch völlig konträre Verhaltensweisen, wie beruflich übertriebene Leistungsansprüche und Aktivitäten, können das Burn-out-Syndrom charakterisieren.

Burn-out hat sich als Volkskrankheit schon fast etabliert und ist ein Krankheitsbild, das sehr individuell emotionale, körperliche und geistige Erschöpfungszustände aufzeigt.
Beim Burn-out-Syndrom zeigen sich frühe Verhaltensauffälligkeiten wie gesteigerte Aktivitäten und chronische Müdigkeit.

Im Berufsleben werden viele Betroffene gegenüber ihren Kollegen und Vorgesetzten gleichgültig und neigen auch im Privatleben zu reizbaren, aggressiven oder selbstbemitleidenden Verhaltensweisen.

Tipps gegen Erschöpfung und Burn-out

  • Sie haben Rechte am Arbeitsplatz und sollten lernen aktiv Konflikte austragen
  • Betrachten Sie Ihre Arbeit auch einmal aus der Distanz und lernen Sie Ihre Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse zu akzeptieren
  • Bauen Sie Stress ab, vor allem mit Bewegung, Sport und geistigen Beschäftigungen
  • Reden Sie mit Ihrer Krankenkasse. Es gibt verschiedene Gesundheitskurse, auch zur Prävention gegen Burn-out, die subventioniert werden. Sinnvoll sind vor allem Entspannungskurse wie Autogenes Training
  • Achten Sie auf eine gesunde Ernährung und viel Schlaf. Haben Sie Ein- und Durchschlafprobleme, so gehen Sie besser zum Arzt
  • Körperliche Blockaden kann man mit sanften Methoden wie Akupressur oder Akupunktur gut behandeln
  • Sind die Symptome der Erschöpfung bis zu andauernden depressiven Momenten fortgeschritten, dann sollten Sie unbedingt einen Therapeuten aufsuchen. Krankheitsbilder wie das Burn-out-Syndrom sind von den Krankenkassen anerkannt und die Kosten werden komplett übernommen.
  • Schwere Symptome, die auf eine Depression hinweisen könnten, sollten Sie niemals selbst behandeln!

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Sanfte Mittel gegen leichte Verstimmungen

Bei leichten Beschwerden wie depressiven Verstimmungen können Sie nach Rücksprache mit dem Arzt auch sanfte Naturheilmittel einsetzen. Nicht immer sind Medikamente wie Antidepressiva, die vor allem als Psychopharmaka bei Depressionen eingesetzt werden, notwendig.

In der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) ist vor allem Johanneskraut als stimmungsaufhellendes Mittel bekannt. Als therapeutisch sinnvolle Dosierung wird 500-800 Milligramm Johanneskrautextrakt angesehen.

Johanneskraut nicht für Jedermann

In der Apotheke kann man Sie beraten bei der Herstellung von Johanneskrautöl. Johanneskraut sollte nicht von Menschen eingenommen werden, die Blutverdünnungsmittel einnehmen. Problematisch ist die Heilpflanze auch bei Menschen, die Herzmedikamente oder Immunsystem unterdrückende Arzneien einnehmen. Johanneskraut kann bei starker Sonneneinstrahlung bei lichtempfindlichen Menschen zu Hautproblemen führen.

Andere Heilmittel (meistens die Samen), die als stimmungsaufhellend gelten, sind Anis, Kümmel oder Fenchel. Man kann die Gewürze auch mischen und mit einem Esslöffel in eine Tasse kochendes Wasser geben.

Unruhe ein klassisches Behandlungsfeld in der Homöoapthie

Bei Erschöpfung, leichten Symptomen von niedergeschlagener Stimmung und Schlafstörungen kann man auch die Homöopathie als alternative Medizin einsetzen. Bei depressiven Stimmungslagen mit Kopfschmerzen, Herzklopfen, Schweißausbrüchen, Magen Darm-Beschwerden und Übererregbarkeit kann man moderne Kombinationsmittel einnehmen.

Bei nervöser Unruhe und Schlafstörungen ist Neurexan ein populäres homöopathisches Arzneimittel. Sind die depressiven Verstimmungen den dunklen Herbst- und Winterzeiten geschuldet, so kann eine Lichttherapie sinnvoll sein. Während orangene Töne die geistige Entspannung fördern, hilft Rotlicht bei der Stimmungsaufhellung.

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