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Angst bis hin zur Panik

Veröffentlicht am 08.04.2016

Rund zehn Prozent der Menschen leiden in Deutschland im Alltag an Angstzuständen. Werden die erkannten Ängste nicht behandelt, kann es zu Phobien kommen.

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Man spricht von Angst- und Panikerkrankungen, wenn keine rationalen Gründe vorliegen oder Panikattacken ohne besonderen Grund auftreten. Angst kann als ein Stresszustand gesehen werden, der weitreichende körperliche und seelische Erkrankungen nach sich zieht. Werden die krankhaften Ängste nicht behandelt, kann es zu zahlreichen Phobien kommen.

Ängste kennt viele Auslöser

Die bekanntesten Phobien sind die Agoraphobie (Platzangst) und die Klaustrophobie (geschlossene Räume). Chronische Angsterkrankungen wie Todesangst, Prüfungsangst oder auch Sexualängste können zu sozialen Problemen führen, die oft einhergehen mit Alkohol- und Drogenmissbrauch. Es gibt zahlreiche Ansatzpunkte, die Antworten auf die Ursachen der Angst geben sollen.

Psychoanalytische Theorien verweisen auf die Unfähigkeit oder Überforderung, mit Konfliktsituationen umzugehen. Soziale Ängste, wie Trennungs- oder Berufsängste, sind gerade in der modernen Welt oft Auslöser für krankhafte Angstzustände.

Phobien wie die Flugangst können über lerntheoretische Erklärungen beschrieben werden. In der Neurobiologie geht man davon aus, dass Angstpatienten über ein labiles autonomes Nervensystem verfügen. Die biologische Disposition als ein wichtiger Faktor, der Phobien begünstigt, wird hier analysiert.

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Psychosomatische Beschwerden

Häufig zeigen sich krankhafte Symptome wie Bluthochdruck, Atemnot, veränderte Atmung, Schwitzen, Zittern oder Bewusstseinstörungen. Übermäßiges Grübeln, das Gefühl von Niedergeschlagenheit oder überzogene generelle Angst, sind typische seelische Begleiterscheinungen.

Typisch sind bei den Phobien die räumlichen oder situativen Gebundenheiten. Man unterscheidet zwischen sozialen Phobien, spezifischen Phobien und der Agoraphobie. Panikstörungen und generalisierte Angsterkrankungen werden als eigenständige Krankheitsbilder gesehen.

Untersuchung und Behandlung

Eine genaue Diagnose ist nur nach einem ausführlichen Arztgespräch möglich. Bildgebende Verfahren, wie die Computertomografie, können helfen, evtl. Schädigungen u. a. des zentralen Nervensystems sichtbar zu machen.

Je nach Krankheitsbild und Ausprägung der Verhaltensformen werden unterscheidliche Therapien angewandt. Meist kommt es zu einer Kombination von Medikamenten und psychologischen Behandlungsformen. In der Verhaltenstherapie geht es u. a. darum, dem Patienten mit der Phobie/Konfliktsituation zu konfrontieren, um zu verhindern, dass der Betroffene auch weiterhin die Situation oder das Objekt meidet.

Bei der kognitiven Therapie soll der Patient lernen, mit den Denkabläufen, die zu Angstzuständen führen, umzugehen. Entspannungsverfahren, wie autogenes Training, sollen dem Patient helfen, sich in Situationen zu entspannen, die vorwiegend mit starker körperlicher und seelischer Anspannung verbunden sind.

Menschen mit den beschriebenen Angst- und Panikmerkmalen sollten ärztlichen Rat suchen. Meist können Angst- und Panikzustände erfolgreich behandelt werden. Im Gegensatz zu anderen Ländern, wie den USA, wird mit den Themen Angst und Panik in Deutschland stiefmütterlich umgegangen.

Chronische Angst- und Panikerkrankungen können zu weitreichenden sozialen Problemen führen und körperliche sowie seelische Schädigungen hervorrufen. Man sollte deshalb offensiv mit den Krankheiten umgehen und den Weg zum Arzt nicht scheuen.

Wie kann die Naturheilkunde helfen?

Milde Formen von Alltagsängsten mit Symptomen wie Reizbarkeit, Schlafstörungen, Überforderung, Erschöpfung oder Unruhe kann man mit homöopathischen Mitteln gut in den Griff bekommen. Bei Nervosität hilft zum Beispiel Arnica als Heilpflanze.

Situative Ängste, zum Beispiel vor Prüfungen, kann man Argentum nitricum behandeln. Das homöopathische Konstitutionsmittel hilft auch gegen Schwindel, Magenbeschwerden und Schlafstörungen. Gegen die nächtliche Unruhe hilft Rhus toxicodendron. Das nordamerikanische Sumachgewächs lindert die Ruhelosigkeit,  Rücken- und Gelenkschmerzen oder juckende Hautausschläge.

Homöopathische Komplexmittel für den Alltag

Neben den homöopathischen Einzelmitteln gibt es homöopathische Komplexmittel, die für Krankheitsbild mehrere kombinierte Inhaltsstoffe bieten. Es gibt moderne Homöopathika, wie Neurexan, die bei Unruhe mit Ein- und Durchschlafstörungen helfen können.

Komplexmittel sind für den homöopathischen Laien leichter anwendbar und geben Dosierungshinweise. Sehr gute Erfahrungen bei nervösen Spannungszuständen machen viele Menschen mit Akupunktur. Die Ohrakupunktur in Verbindung mit der Gabe von Homöopathika ist bei Ärzten für Naturheilkunde und Naturheilpraktikern sehr beliebt.

Homöopathische Mittel können auch bei leichten depressiven Episoden mit Interesselosigkeit, Antriebslosigkeit, chronische Magenschmerzen, Sodbrennen, Kopfschmerzen und Schlafstörungen helfen. Werden diese Hauptsymptome einer schleichenden Depression immer schlimmer, muss man auf jeden Fall zum Arzt.

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