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Ganzheitliche Therapien bei kindlichen Allergien

Veröffentlicht am 02.03.2017

In Alternativmedizin sucht man bei kindlichen Allergien vor allem nach den sozialen, umweltbedingten und psychischen Ursachen und geht häufig davon aus, dass Allergien ursächlich heilbar sind.

Vor allem in den Industrieländern sind allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen, Neurodermitis oder Asthma bonchiale weit verbreitet. Die Ursachen sind vielfältig untersucht. In Großbritannien zum Beispiel, wo es viele Katzenliebhaber gibt und viele Wohnungen mit Teppich ausgekleidet sind, sind Allergien statisch häufiger als in anderen Ländern der EU. Allergien sind teils auch sozial bedingt, so sind vor allem Kinder aus gutbürgerlichen Elternhäuser, die eine gute Ausbildung haben, statistisch häufiger von Allergien betroffen.

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Kinder unterschiedlich anfällig für Allergien

Es gibt auch erbliche Veranlagungen, vor allem wenn beide Elternteile unter Allergien leiden. Kinder, die schon früh mit Infektionen im Kindergarten in Berührung kommen oder Kinder, die auf dem Bauernhof aufwachsen, sind tendenziell weniger betroffen von Allergien. Weniger allergieanfällig sind auch Säuglinge, die durch das Stillen einen längeren Netzschutz haben.

So komplex die Ursachen sind, so vielschichtig sind auch die Therapieansätze. In der Schulmedizin werden vor allem die Symptome behandelt und man geht davon aus, dass allergisches Verhalten ein lebenslanger Prozess ist, den man in den meisten Fällen eindämmen kann. In Alternativmedizin sucht man vor allem nach den sozialen, umweltbedingten und psychischen Ursachen und geht häufig davon aus, dass Allergien ursächlich heilbar sind.

In der modernen Homöopathie-Lehre stellt jede Krankheit einen variablen Veränderungsprozess dar, der sich (Sechs-Phasen-Tabelle) in zwei Richtungen entwickeln kann. Im positiven Fall führt die bessere Selbstregulation des Körpers zur Genesung – im Negativen kommt es zur sogenannten progressiven Vikariation, also eine Verschlimmerung der Krankheit. Antihomotoxische Behandlungen zielen einerseits darauf ab, die körperliche Selbstregulation zu aktivieren und anderseits die Symptom-Verschlimmerung zu bekämpfen.

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Ganzheitlicher Therapieansatz

Ganzheitliche Therapieansätze liegen im Trend. Dabei konterkarieren sich schul- und alternativmedizinische Lehren nicht. Es gibt zahlreiche Behandlungsmethoden, die je nach Krankheitsgeschichte und individuellen Konditionierungen sinnvoll sein können.

In der Schulmedizin setzt man auf Angebote wie der Hypo- oder Desensibilisierung, wo man mit der schrittweisen Gaben bekannter Allergene, in zunächst niedrigen Dosen und dann höheren Konzentrationen, die Überempfindlichkeiten bekämpfen möchte. Bei heftigen Krankheitsbildern wie Asthma können synthetische Arzneimittel durchaus Sinn machen und haben die Medikamente oftmals auch lebensrettende Funktionen.

In der alternativen Medizin gibt es populäre Therapieformen. In Europa und den USA sind Lehren wie die klassische Homöopathie und die Antihomotoxische Medizin, die Phytotherapie, die Klimatherapie, die Akkupunktur und die Hydrotherapie führend. Bei der klassischen Homöopathie mit Einzelmitteln spielt die Erfahrung des Therapeuten eine zentrale Rolle. Behandelt wird zum Beispiel mit Konstitutionsmittel, die gerade bei Kindern erfolgreich eingesetzt werden.

Behandlungserfolge bei Kindern kann man besser erzielen, da sich die körpereigene Abwehr noch entwickelt. Das Immunsystem bildet spezifische Eiweißstoffe (Immunglobine), die umgangssprachlich als Antikörper bezeichnet werden.

Die Aufgabe der Antikörper ist die Erreger zu eliminieren. Die Allergieabwehr ist ein hochkomplexes Verfahren, wo Antigene und Antikörper zusammenpassen müssen wie ein Schlüssel zum Schloss. Die gesamte Abwehr nennt man den Antikörper-Antigen-Komplex. Beim Kampf gegen fremde Stoffe (Antigene) spielen Gewebehormone eine wichtige Rolle.

Es wird zum Beispiel Histamin ausgeschüttet. Gewebehormone wie Histamin lösen die spezifischen Symptome aus: bei Heuschnupfen an den Nasenschleimhäuten, bei Asthma in den Bronchen oder auf der Haut bei Neurodermitis.

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Quelle: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V., Bonn

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