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Masern hochansteckend

Veröffentlicht am 07.04.2016

Zu den Kinderkrankheiten mit charakteristischen Symptomen gehören Masern. Masern treten bei Kinder ebenso auf wie bei Erwachsenen und werden durch Tröpfeninfektionen übertragen.

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Bei Kindern fällt die Infektion mit dem Masernvirus häufig harmloser aus als bei Jugendlichen und Erwachsenen. Der Allgemeinzustand der Kinder kann stark beeinträchtigt sein und Symptome wie Fieber, Husten, Unwohlsein und Bindehautentzündungen können auftreten. Rund 8-10 Tage nach der Infektion mit dem Erreger treten meistens die ersten grippeähnlichen Symptome auf.

Charakteristisch ist der Hautausschlag mit den Koplik-Flecken. Die sandkorngroßen Flecken mit rotem Hof können am ganzen Körper auftreten. Meistens beginnt der Hautausschlag hinter den Ohren und zieht sich über Gesicht und Rumpf bis zu den Beinen und Armen.

Hände und Füße bleiben häufig von den Koplik-Flecken verschont. Zum Ende des akuten Hautauschlags werden die Stellen dunkler, verbleichen und heilen ab.  Viele Kinder leiden über eine Woche am Hautauschlag und Symptomen wie Fieber.

MMR-Impfstoff gegen Masern

Masern gehören zu den meldepflichtigen Infektionen, die der Arzt dem Gesundheitsamt melden muss. In Industrieländern wie Frankreich, Deutschland oder auch den USA sind Masern noch verbreitet. Es gibt gegen Masern, Mumps und Röteln einen Kombinationsimpfstoff, der sogenannte MMR-Impfstoff.

Gerade bei Masern sollte man die Empfehlungen der Ständigen Impfkommison am Robert-Koch-Institut ernst nehmen!

Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfiehlt die erste Gabe im Alter von 11–14 Lebensmonaten und die zweite Gabe mit dem MMR-Impfstoff in den 15–23 Lebensmonaten. Bei der zweiten Impfung wird der MMR-Varizellen(MMRV)-Impfstoff bevorzugt. Fehlende Impfungen bei Kindern und Jugendlichen sollten so schnell wie möglich bis zum 18. Lebensjahr nachgeholt werden.

Bettruhe und viel Flüssigkeit wichtig

Es gibt neben den allgemeinen Maßnahmen wie Bettruhe oder der Zufuhr von ausreichend Flüssigkeit sanfte Arzneien, die Symptome lindern können. In der modernen Homöopathie setzt man Medikamente gegen leichte Symptome ein, die auch bei grippeähnlichen Beschwerden Linderung versprechen.

Homöopathische Helfer

Homöopathische Kombinationsmittel wie Engystol wirken beruhigend und entzündungshemmend. Es gibt spezielle Komplexmittel für Kinder wie Bronchobini. Das homöopathische Kombinationsmittel wird bei Atemwegsinfektionen mit Symptomen wie Husten eingesetzt und enthält natürliche Wirkstoffe wie Atropa belladonna (die Tollkirsche), eine sehr gut untersuchte Heilpflanze.

Kombinationsmittel aus der Homöopathie helfen dem kindlichen Organismus Symptome wie Fieber zu regulieren. Homöopathische Arzneimittel gibt es für Säuglinge, Kleinkinder und ältere Kinder in altersgerechten Dosierungen als Streukügelchen (Globuli).

Auch homöopathische Einzelmittel können erfahrene Homöopathen in niedrigen Dosen verabreichen. Psychosomatische Probleme wie Unruhe oder Schlafstörungen bei Kindern, die bei Infektionskrankheiten häufig auftreten, kann man ebenfalls mit homöopathischen Kinderarzneien behandeln. Homöopathische Kombinationsmittel gegen Unruhe und Co. enthalten natürliche Inhaltsstoffe wie Hafer, Kaffee oder das Extrakt der Passionsblume.

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Informationen zu Masern, Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (RKI).

Masern-Impfung bei Kindern auf impfen-info.de (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)

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