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Wenn sich Niedergeschlagenheit einstellt

Veröffentlicht am 12.11.2017

Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit oder Gereiztheit zeigen eine depressive Stimmungslage auf, die sich mit natürlichen Mitteln behandeln lässt.

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Leichte bis mittlere depressive Momente kennen viele Frauen durch berufliche, partnerschaftliche  oder familiäre Belastungen. Depressive Episoden als Reaktion auf psychische Stress sind noch kein Kennzeichen einer wirklichen Depression.

Bei einer Depression im klassischen Sinn kommen gravierende negative Gefühle über eine längere Zeit hinzu. Oft treten auch selbstzerstörerische Gedanken auf. Depressionen sind ernst zu nehmende psychische Erkrankungen, die professionell durch einen Therapeuten behandelt werden solltenSchlafmittel oder Schilddrüsenerkrankungen können die Symptome auslösen

Depressive Episoden mit Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen, Gereiztheit, Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit oder auch Hyperaktivität können durch verschiedene Krankheitsbilder ausgelöst werden.

Vor allem die Schilddrüsenwerte sollten kontrolliert werden. Bestimmte Symptome lösen eventuell auch Medikamenten wie Herz-Kreislauf-Präparate, Schlafmittel oder Medikamente gegen Allergien aus. Man kennt zum Beispiel die typischen Wechseljahrsymptome durch hormonelle Umstellungen auch bei jüngeren Frauen.

Oft um die 40er Jahre stellen sich Beschwerden wie Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Übelkeit, Menstruationsstörungen oder Niedergeschlagenheit ein. Hormonelle Ursachen sollten auch beim Arzt untersucht werden.

Wann zum Arzt?

Halten die Verstimmungen und andere Symptome länger als zwei Wochen an, so sollte man unbedingt den Arzt aufsuchen. Auch wenn die Symptome immer wieder auftreten und sich verstärken, sollte der Weg zum Arzt führen. Verlusterlebnisse können sich übe Monate, sogar Jahre, ziehen und sollten von einem Psychotherapeuten behandelt werden.

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Natürliche Hilfen

Leichte Stimmungstiefs mit Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Überaktivität, Konzentrationsstörungen oder Unruhe klingen in der Regel kurzfristig wieder ab und die Lebenskräfte gewinnen die Oberhand zurück.

Viel Bewegung, Sport oder künstlerische Aktivitäten wirken sich positiv auf die Stimmung aus. Ein Spaziergang an der frischen Luft fördert ganz natürlich die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin. Bei Frauen sehr beliebt sind Entspannungstechniken aus dem autogenen Training, Tai Chi (auch Taijiquan) oder Yoga als Trainingslehre für Geist und Körper.

Eine Ernährungsumstellung kann helfen

Eine spezielle Ernährung für Frauen, die zu depressiven Momenten neigen, gibt es nicht. Tryptophan, das zu den aromatischen Aminosäuren gehört, wird viel diskutiert. L-Tryptophan wirkt stimmungsaufhellend und beruhigend und kommt zum Beispiel in Milch, Fleisch, Eiern oder Kartoffeln vor. Man nimmt an, dass sich Tryptophan im Körper zum Gewerbehormon Serotonin umwandelt, das wiederrum das Nervensystem positiv beeinflusst.

Viele Frauen neigen zum Verzehr von Schokolade, das die körpereigene Produktion von Serotonin anregt. Bei leichten Formen von Depressionen kennt man auch die positiven Aspekte von Omega-3-Fettsäuren, die in Pflanzenölen wie Rapsöl oder Sardinen vorkommen. Ob die ungesättigten Fettsäuren bei Menschen mit Depressionsneigung helfen, ist bisher ebenso unklar wie die Wirkung  von Tryptophan. Generell sollte man eine Ernährungsumstellung mit dem Arzt oder Ernährungsberater besprechen.

Es gibt zahlreiche pflanzliche Heilmittel gegen seelische Beschwerden. Die bekannteste Heilpflanze gegen depressive Symptome ist Johanneskraut. Die Heilpflanze wird auch bei depressiven Episoden in den Wechseljahren verordnet. Die Wirksamkeit von Johanneskraut wurde in vielen Studien belegt. Johanniskraut ist gut verträglich, kann aber allergische Reaktionen oder Müdigkeit auslösen. Bei Stresssymptomen sind Melisse und das Passionsblumenkraut bekannte Heilmittel.

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Homöopathische Mittel

Für den Alltag bieten sich homöopathische Komplexmittel mit ausgewählten Wirkstoffen für ein Arzneimittelbild an. Das Komplexmittel Neurexan gegen stressbedingte Unruhe und Schlafstörungen beinhaltet zum Beispiel die Wirkstoffkombination aus Avena sativa (Echter Hafer), Coffea arabica oder Zincum isovalerianicum (Baldriansaures Zink).

Vorteil der modernen Kombinationsmittel ist, dass sie mit einer Dosierungsanleitung versehen sind und man keine homöopathischen Vorkenntnisse braucht. In der Regel sind Homöopathika richtig dosiert nebenwirkungsfrei. Bei einer Therapie beim Homöopathen werden nach der Gesamterscheinung des Individuums verschiedene Homöopathika verschrieben.

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