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Verspannte und verkümmerte Muskeln wiederbeleben

Veröffentlicht am 18.03.2016

Die verminderte Dehnbarkeit ist oft ursächlich bei Muskelschmerzen. Es gibt auch in Bezug auf die Muskulatur geschlechtsspezifische Unterschiede.

Das Gute vorweg: Es gibt in Bezug auf die Trainierbarkeit der Rumpfmuskulatur bei Frauen keine nennenswerten Unterschiede zu Männern. Den kleinen Unterschied beim Muskelaufbau und der Kraft macht das männliche Sexualhormon Testosteron aus. Was wenige wissen, Mädchen und Jungen haben bis zur Pubertät einen vergleichbaren Testosteronspiegel. Die körperliche Leistungsfähigkeit und Kraft ist bis dahin annährend gleich.

Geschlechtsspezifische Unterschiede bei erwachsenen Frauen

Frauen besitzen in der Muskulatur weniger Mitochondrien als Männer. Mitochondrien sind Organzellen, die besonders zur Energiegewinnung in den Muskeln beitragen. Ein Unterschied ist auch, dass Frauen einen geringeren Muskelquerschnitt aufweisen und dass weniger belastete Muskelpartien tendenziell schneller verkümmern als bei Männern.

Der Unterschied zwischen im Alltag stärker beanspruchten und schwächer beanspruchten Muskelgruppen unterscheidet sich ebenso wie das Verhältnis von Muskelmasse zu Körperfett.

Unterschiedlich ist bei Frauen auch die Größe der Herz-Kreislauforgane. Die Organleistungen, zum Beispiel durch das kleinere Herz oder die kleineren Lungen, schaffen unterschiedliche Voraussetzungen beim Allgemeinbefinden und im Speziellen beim Training. Reize durch Wärme empfinden Frauen viel stärker als Männer. Verantwortlich sind hier die Schweißdrüsen, die bei Männern mehr vorhanden sind.  

Muskelschmerzen verstärken sich

Frauen leiden sehr häufig an berufsbedingten Muskelschmerzen und sind durch die Hormonschwankungen öfters von Muskelschmerzen betroffen. Muskelschmerzen treten bei Verspannungen häufig zuerst am Rücken auf, vor allem in der Nackenmuskulatur, und können unbehandelt sehr schmerzhaft werden.

Im Bereich der Halswirbelsäule ist der Aufbau der Wirbelsäule anders als in der unteren Region, was oft zu Blockaden mit Kopfschmerzen, Schwindel oder Atemnot führt. Eine verkürzte Nackenmuskulatur verstärkt die Probleme noch zusätzlich.

Muskelverspannungen, oft ausgelöst durch Hektik, Stress und privaten und beruflichen Konflikten, führen dazu, dass sich die Muskeln nicht mehr entspannen können und sich in einer permanenten Grundspannung befinden. Dies löst bei den kleinsten Bewegungen schon stechende Schmerzen aus. Nachhaltig führen Verspannungen mit Durchblutungsstörungen und Defiziten in Sauerstoffversorgung zu Stoffwechselstörungen. Stoffwechselstörungen in den Muskeln lassen sich gezielt durch Bewegung und Training abbauen.

Ausdauer- und Muskeltraining für Frauen

Frauen brauchen sich in Bezug auf die Leistungsfähigkeit von Muskeln nicht viel Gedanken machen. Mit einem gezielten Ausdauer- und Muskeltraining lassen sich problemlos geschlechtsspezifische Muskel- und Kreislaufdefizite abbauen.

Sowohl das Muskeltraining als auch das Stretching sollten allerdings der Elastizität und Dehnfähigkeit des Muskel- und Bindegewebes bei Frauen angepasst sein. Stretching ist zum Beispiel nicht hilfreich bei Frauen, die eine zu geringere Muskelgrundspannung besitzen. Übermäßige Beweglichkeit kann zu einem erhöhten Verletzungsrisiko führen, zum Beispiel an den Knöcheln durch Abknicken.

Frauen besitzen ganz natürlich über mehr körperliche Energiereserven als Männer. Diese Energiereserven haben auch viel mit einer harmonischen Lebensführung und der Ernährung zu tun. Unterstützend können bei Muskelproblemen alternative Heilmethoden wie die Homöopathie hilfreich sein. Für den Alltag bieten sich homöopathische Komplexmittel an, die mehrere biologische Substanzen beinhalten und vor allem auch nebenwirkungsarm den Organismus bei der Regulation der Abwehrmechanismen unterstützen.

Entspannung spielt beim Abbau von Muskelschmerzen eine wichtige Rolle. Wärme kann bei Muskelverspannungen, die durch psychische oder hormonelle Belastungen ausgelöst werden, helfen.
Bei Muskelverspannungen helfen Fangopackungen, Rotlichtbestrahlungen oder Massagen. Die Akupunktur kann Schmerzen punktgenau lindern. Bei chronischen Muskelbeschwerden geht kein Weg an einer ganzheitlichen Therapie vorbei.

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Physiotherapie, alternative Heilverfahren wie die Akupunktur gegen die Schmerzen oder die Homöopathie zur positiven Regulation der Abwehrkräfte sowie ein  gezieltes Muskelaufbautraining bringen in Summe die besten Resultate. Nicht zu unterschätzen ist eine gesunde Ernährung und ein gesunder Schlaf.

Muskelkraft- und Muskellängentests

Angeborene und erworbene Ungleichgewichte der Muskeln lösen komplexe statische Probleme aus. Man spricht in diesem Zusammenhang auch über muskuläre Dysbalancen. Bestimmte Muskelgruppen verkümmern zum Beispiel durch die Sitzhaltung am Bildschirm. Oft ist das Ungleichgewicht zwischen Bauch- und Rückenmuskulatur ein Problem. Es kann auch andere Beschwerden wie Magen- Bauch- und Kopfschmerzen oder Kurzatmigkeit und Unruhe auslösen.

Bei einem Physiotherapeuten kann man zum Beispiel Muskelkraft- und Muskellängentests nach Janda und Kendall durchführen. Beim Muskelfunktionstest nach Vladimir Janda kann die Kraft einzelner Muskeln und Muskelgruppen gezielt gemessen werden. Auch kann die Motorik untersucht werden. Aussagekräftig ist der Test unter anderem bei Muskelverkürzungen.

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