Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Unangenehme Verstopfungen

Veröffentlicht am 18.03.2016

Frauen sind von Verstopfungen statistisch häufiger betroffen als Männer. Ursächlich sind meistens ungesunde Ernährungsgewohnheiten und seelische Probleme.Fotolia.com @ Krsitin GründlerFotolia.com @ Krsitin Gründler

Verdauungsstörungen sind sehr unangenehm und oft mit krampfartigen Schmerzen verbunden. Vor allem ungesunde Ernährungsgewohnheiten, zu wenig Flüssigkeit und Stress führen zu den Verdauungsproblemen.

Ursachen häufig harmloser Natur

Oft sind die Ursachen für leichte Formen von Verstopfungen harmloser Natur. Ungesunde Ernährung und Alltagsstress in Verbindung mit zu wenig Bewegung ist meistens die Ursache. Rund 90 Prozent der betroffen Frauen kaufen sich Abführmittel, was die akuten Symptome lindert, aber die Ursachen nicht bekämpft. Viele Verdauungsprobleme werden bei Frauen durch übertriebene Diäten ausgelöst. Frauen neigen auch dazu, die Probleme in sich hinein zu „fressen“, was sich durch Verdauungsbeschwerden wiederspiegelt.

Verstopfungen werden auch ausgelöst, wenn man zu wenig trinkt und der Stuhl sich an den Dickdarmwänden verdickt. Bei einer Obstipation haben die Betroffenen über zwei bis drei Tage keinen Stuhlgang mehr. Oft ist der Stuhlgang gar nicht möglich oder sehr schmerzhaft. Gefährlich ist es, wenn der Stuhlgang über Monate immer wieder sporadisch ausbleibt. Bei Schmerzen, oder wenn der Stuhlgang über drei Tage schwerfällt, sollte man zum Arzt gehen.

Abführmittel nicht wirklich sinnvoll

Abführmittel können in akuten Fällen hilfreich sein, haben aber auch ihre Nachteile. Wichtige Vitamine oder Mineralstoffe können durch die künstliche Stimulation der Elektrolyte, die abführend wirken, ausgespült werden, was auf Dauer die Darmmuskulatur schädigen kann und oft weitere Verstopfungen auslöst. Problematisch ist bei diesen Mitteln auch, dass der gesamte Dickdarm entleert wird und nicht kleine Abschnitte.

Stoffwechselstörungen durch Verstopfungen

Vom Magen aus gelang die Nahrung in den Dünndarm, der ein zentrales Organ beim Verdauungsvorgang ist. Gelangen die Stoffe in den Dickdarm, so wird ihnen Flüssigkeit entzogen und der Stuhl wird umso stärker gepresst. Normal gehen die Vorgänge im Darmbereich mittels der Muskelkontraktionen zügig ab, desto länger allerdings der Prozess andauert, umso mehr wirkt sich die Trägheit schädigend aus. Wenn man wenig trinkt, entzieht der Darm dem Stuhl mehr Flüssigkeit, der dann noch härter wird. Stoffwechselstörungen durch die langsame Entleerung können zu Vergiftungen führen. Rückvergiftungen und die möglichen Schadstoffwirkungen werden heute genauer untersucht.

Verstopfungen lösen viele Symptome aus

Bei krankhaften Verstopfungen treten viele Beschwerden auf. Bauchschmerzen, Völlegefühl, Bähungen, Übelkeit, Müdigkeit, Erbrechen, Mundgeruch oder depressive Episoden können sich zeigen. Bei schweren Formen von Verstopfungen muss der Arzt eingreifen, zum Beispiel wenn sich im Mastdarm Kotsteine gebildet haben. Chronische Beschwerden können die Organe des Verdauungstraktes funktionell schädigen. Oft zeigt das Hautbild an, ob chronische Verdauungsprobleme vorliegen. Die Haut ist dann im gräulich und fettig.

Hausmittel bei Verstopfungen

Bei vielen Menschen mit Verdauungsproblemen hilft morgens an Glas Fruchtsaft. Sowohl Kaffee als auch Zitronensaft aktivieren die Verdauung. Man kann auch zwei Esslöffel Olivenöl oder ein warmes Glas Wasser trinken, was gegen die Verstopfung (Obstipation) ganz natürlich hilft.

Auf jeden Fall sollte man zwei bis drei Liter Flüssigkeit am Tag zu sich nehmen. Mineralwasser mit viel Kohlensäure kann gegen die lästigen Verstopfungen helfen. Schlecht bei Verstopfungen ist Cola. Cola entzieht dem Stuhl noch mehr Flüssigkeit. Auch Salzstangen sind nicht gesundheitsförderlich.  

In der Pflanzenheilkunde kennt man die heilend Wirkung des Kirschbaums bei Verstopfungen, die vor allem auch durch Übergewicht ausgelöst werden. Kirschen enthalten viel Kalium, was die Nierentätigkeit anregt und die natürliche Entwässerung fördert. Populäre Heilmittel bei Verstopfungen sind auch Quendelseife (umgangssprachlich auch Klee-Seide genannt), der Blasenstrauch oder Tüpfelfarn. Man kann die Heilpflanzen zu einem Tee aufgießen. Es gibt auch Teemischungen auf pflanzlicher Basis in der Apotheke.

Fotolia.com -  ©  FloydineFotolia.com - © Floydine

Homöopathische Mittel gegen Verstopfungen

Homöopathische Mittel müssen immer situativ ausgewählt werden. Bei Verstopfung mit hartem Stuhl und Blähungen kann die Kohlenstoffform Graphites helfen. Die häufigsten Potenzen sind D6 und D12.
Bei einem krampfartigen Stuhlgang kann die Brechnuss (Nux vomica) die Symptome lindern. Man kennt die Brechnuss auch als nebenwirkungsfreies Heilmittel bei Schwangerschaftssymptomen wie Übelkeit oder Erbrechen. Die übliche Dosis bei leichten Beschwerden sind 5 Globuli, die man dreimal am Tag (D6 oder D12) einnimmt. Die akuten Beschwerden kann man auch höhere Potenzen verwenden, die man dann nur als Einmalgabe einnimmt.

Der nebenwirkungsfreie Schwefel, der in der Homöopathie chemisch gereinigt, mit Milchzucker versetzt und in Wasser und Alkohol gelöst wird,  ist ein klassisches homöopathisches Mittel. Sulfur ist hilfreich bei Verstopfungen, die sich mit Durchfällen abwechseln.

Hat man ein bis zwei Tage keinen Stuhlgang, kann eventuell Schlafmohn (Opium) helfen. Verschreibungspflichtig ist das homöopathische Opium bis einschließlich D5. Das Mittel sollte man in der Regel nur in Rücksprache mit einem Homöopathen einnehmen.

Für den Alltagsgebrauch bieten sich homöopathische Komplexmittel an, die mehrere Wirkstoffe  beinhalten und positiv regulierend auf die körpereigene Abwehrkraft wirken. Es gibt moderne Homöopathika als Kombinationsmittel in Darreichungsformen als Globuli und als Magen-Darm-Tropfen.

Auf Social Media teilen