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Unangenehme Nacken- und Rückenschmerzen

Veröffentlicht am 19.03.2016

Rückenschmerzen sind oft die Folge von Fehlstellungen, Muskelverhärtungen oder Muskelverkürzungen. Akute Nackenschmerzen löst vor allem auch Stress aus.

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Rückenschmerzen im Brust- und Nackenbereich kommen bei Frauen sehr häufig vor. Gerade die Nackenmuskulatur ist als Stressindikator bekannt. In den meisten Fällen führen aber Fehlhaltungen, zum Beispiel beim Sitzen, Muskelverspannungen und -verkürzungen, Übergewicht oder hormonelle Faktoren zu Rückenschmerzen.

Verspannungen die häufigste Ursache

Verspannungen der Nackenmuskulatur kommen sehr häufig vor, es reicht schon Zugluft oder psychischer Stress aus, damit die Muskultur „zugeht“. Akute Rückenschmerzen verschwinden in der Regel nach ein paar Tagen wieder. Chronische Schmerzen treten auf, wenn langwierige Fehlhaltungen, Wirbelsäulenverkrümmungen oder mangelnde Bewegung hinzukommen. Bei hartnäckigen Verspannungen helfen Wärmebehandlungen, Massagen oder Schmerzcremes nicht mehr aus.

Einfache Hilfen

Generell sind Kälteanwendungen bei akuten, mechanischen Ereignissen besser als Wärme. Bei Sportverletzungen sollte man die Muskelpartie besser kühlen, vor allem auch bei Verletzungen mit Blutergüssen. Hier sind im akuten Fällen Schmerzcremes nicht förderlich, da die Durchblutung noch angeregt wird, was zusätzliche Einblutungen fördert. Bei chronischen Schmerzen hilft Wärme besser, es entspannt auch den Körper und die Seele. Entzündungshemmende Sportsalben oder Tabletten können zusätzlich helfen.

Gerade Rückenschmerzen sind oft auf Fehlhaltungen zurückzuführen, die sich über einen längeren Zeitraum entwickelt haben. Auch muskuläre Ungleichgewichte schaffen am Rücken Probleme, zum Beispiel, wenn die Bauchmuskulatur zu schwach ist.

Ungleichgewicht des Körpers

Bewegungsmangel, verkümmerte Muskelpartien, Reizzustände von Sehnen, Bändern und Gelenken, überbelastete Muskeln oder ungleich lange Beine, führen häufig zu sogenannten muskulären Dysbalancen. Dieses Ungleichgewicht des Körpers, zum Beispiel zwischen Bauch und Rücken oder linker und rechter Körperhälfte, wirkt sich auf die ganze Statik des Körpers – und besonders auf die Wirbelsäule und Rückenmuskeln aus.

Beim Facharzt können solche Ungleichgewichte zum Beispiel durch Maximalkraft- und Muskellängentests untersucht werden. Wer die Rückenmuskeln aufbauen will, sollte alle Muskelgruppen trainieren. Bei Frauen spielen die Brustmuskeln und Buchmuskeln eine wichtige Rolle. Gezielte Dehnübungen sind bei Muskelverhärtungen und Verkürzungen wichtig. Für Frauen, die viel im Sitzen arbeiten, sind Rückenschulungen zu empfehlen. Viele Frauen schwören auch auf Yoga als ganzheitliche Körperschule.

Wann zum Arzt?

Strahlen die Rückenschmerzen in die Arme oder Beine aus und stellen sich flankierende Symptome wie Kreislaufschwächen, Schwindel oder heftige Kopfschmerzen ein, so sollte man besser zum Arzt gehen.

Was kann man selbst tun?

Viel Bewegung und Sport kann helfen, damit die Rückenmuskeln mehr stimuliert und durchblutet werden. Sind die Muskeln, zum Beispiel im Nacken, schon chronisch verhärtet und verkürzt, sollte man zuerst an eine Physiotherapie denken. Durch übertriebenen sportlichen Ehrgeiz und falsches Muskeltraining können die vorgeschädigten Muskelfasern verletzt werden, was die Schmerzen erhöht und langwierige Muskelverletzungen auslösen kann.

Physiotherapie, Chiropraktik und Akupunktur können helfen

Physiotherapie mit gezielten Bewegungs- und Dehnübungen, Wärmeanwendungen und Massagen helfen, zusätzlich kann man die Akupunktur gegen die Schmerzen nutzen und homöopathische Mittel als Salben und Tabletten für den Alltagsgebrauch verwenden. Bei Nackenschmerzen kann eventuell auch ein Chiropraktiker helfen. Häufig löst eine Atlas-Blockade (Kopfgelenksblockade) in der Nackenmuskultur die Schmerzen aus. Die Stellung des unteren Kreuzbeins hat auch Auswirkungen auf die Halswirbelsäule. Hat man ungleich lange Beine (mehr als ein Zentimeter) und sitzt die Hüfte schief, zieht sich dies bis in die obere Rückenmuskultur.

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Die Halswirbelsäule hat ihre Besonderheiten

Im Gegensatz zu anderen Regionen der Wirbelsäule besitzt die Halswirbelsäule im Gelenk zum Hinterkopf und am Gelenk zwischen ersten und zweiten Halswirbel keine Bandscheiben, sondern besitzt eine spezielle Konstruktion für die Gelenke mit einem Bandhalteapparat. Die Biomechanik bei Kopfbewegungen ist sehr diffizil. Verschieben sich die Halswirbel, so kann dies mit Schmerzen im oberen Rücken verbunden sein. Gerade die Nackenmuskulatur kann sich dann stark verspannen. Ein Chiropraktiker kann diese Blockaden lösen und oft verschwinden dann die Schmerzen. Danach sollte man langsam die Rückenmuskultur aufbauen.

Wie hilft die Homöopathie?

Homöopathische Mittel sind vor allem bei Muskel- und Gelenkverletzungen sehr beliebt. Viele bekannte Sportmediziner schwören auf die Homöopathie als wirksames und nebenwirkungsfreies Therapieinstrument. Sportsalben gibt es als homöopathische Komplexmittel mit mehreren Heilsubstanzen, zum Beispiel Traumeel. Homöopathische Einzel- und Komplexmittel fördern auch die Aktivierung der Selbstheilungskräfte und wirken biologisch-regulativ auf den Organismus.

In der traditionellen Homöopathie kennt man bei Zerrungen, Verrenkungen oder Schleudertraumen das pflanzliche Heilmittel Ruta, die Gartenraute aus Südwesteuropa und Nordamerika. Auch Kreuzschmerzen werden mit der Strauchpflanze behandelt.

Bei Frauen vor der Menstruation und in den Wechseljahren, wo Rückenschmerzen häufig auftreten, setzt man Sepia ein. Sepia ist die Tinte des Tintenfisches und ein klassisches Heilmittel aus der homöopathischen Frauenheilkunde. Bereits der Erfinder der Homöopathie, der deutsche Arzt Hahnemann, hat Sebia einer homöopathischen Arzneimittelprüfung unterzogen. In der homöopathischen Konstitutionsbehandlung wird die Tinte in Verbindung mit anderen Homöopathika auch bei psychischen Beschwerden und Regelstörungen eingesetzt.

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