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Tipps gegen Krampfadern

Veröffentlicht am 17.03.2016

Unschöne Krampfadern und Besenreiser an den Beinen betreffen jede zweite Frau.

Krampfadern (Varizen) kommen durch erweiterte und unelastische Venen zum Vorschein und können in leichten Fällen gut durch natürliche Heilmittel behandelt werden. Betroffen von Krampfadern und ihren Verzweigungen, die häufig bläulich an den Beinen auftreten, sind vor allem Frauen mit erblichen Schwächen des Bindegewebes. Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol, langes Sitzen und Stehen, mangelnde Bewegung, Übergewicht oder Hormonersatztherapien begünstigen Krampfadern und Besenreiser.

High-Tech gegen die Krampfadern und Besenreiser

Krampfadern und Besenreiser können in frühen Stadien mit modernen Therapiemethoden behandelt werden. Erweiterte kleine Äderchen kann man zum Beispiel mit der Skin Therapy behandeln. Konservativ kann man die Äderchen auch veröden.

Bei größeren Krampfadern setzt man Verfahren wie die Mikroschaumverödung  ein. Hier wird per Injektion das Verödungsmittel mit Luft vermischt und aufgeschäumt. Der Mikroschaum wird dann injiziert und haftet länger an der Gefäßinnenwand. Der Mikrokatheter in den Venen wird per Ultraschall kontrolliert. Die Präzision spielt in dem bildgebenden Verfahren spielt eine Schlüsselrolle.

Bei Krampfadern ist das Stripping die bekannteste Therapieform, wo die Stammvene durch eine Sonde aus dem Bein gezogen wird. Hier ist eine operative Alternative die CHIVA-Methode, eine moderne Therapieoption, die in Deutschland bisher wenig angewendet wird. Durch das chirurgische Duplex-Ultraschall-Verfahren kann man punktgenau die Venen dort verschließen, wo der Blutstau auftritt. In seltenen Fällen werden auch künstliche Venenklappen eingesetzt.

Bei venösen Erkrankungen spielen die Kompressionsstrümpfe eine wichtige Rolle. Die Kompressionstherapie wird oft präventiv gegen schwere Formen von Venenleiden eingesetzt.

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Natürliche Heilverfahren

In Kurbetrieben werden bei leichten Ausprägungen von Krampfadern und Besenreiser sanfte Heilmethoden wie kalte Wickel eingesetzt. Winkel mit Heilerde. Kamillenwickel oder Quarkwickel werden auf die schmerzende Stelle aufgetragen. In der Kurmedizin setzt man ebenfalls auf durchblutungsfördernde Kneipp-Anwendungen.

Bei Krampfaderbeschwerden ist die Rosskastanie in der Homöopathie als Heilmittel bekannt. Es gibt homöopathische Komplexmittel mit mehreren Heilmitteln gegen Krampfadern in der Apotheke. Durch Druck auf bestimmte Akupressur-Punkte, wie in der Mitte der Kniekehlen, können typische Beschwerden bei Krampfadern gelindert werden. Beide Punkte in den Kniekehlen sollte man bei leicht angewinkelten Beinen rund eine Minute sanft drücken.

Tipps gegen Krampfadern und Besenreiser

  • So oft wie möglich am Tag die Beine hochlegen und wenn möglich auch im Büro ein paar Kniebeugen machen
  • Ausdauersportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Nordic-Walking sind gut für die Durchblutung
  • Unbedingt sollte man das Übergewicht abbauen
  • Im Liegen kann man mit gehobenen Beinen in der Luft Radfahren
  • Langes Stehen und Sitzen sollte man vermeiden und für Bewegung sorgen
  • Vor dem Schlafengehen Beine hochlegen und mit Franzbranntwein einreiben, das schützt auch gegen nächtliche Beinkrämpfe
  • Meiden sie zu viel Wärme (+ 28 Grad) durch Saunagänge, intensive Sonneneinstrahlung oder Solarium.
  • Beinduschen mit halten Wasser lindern die Beschwerden und sind gut für die Durchblutung
  • Trinken Sie viel: rund zwei Liter am Tag.
  • Für Frauen mit Krampfadern oder Besenreiser sind flache Schuhe gesünder
  • Die Gabe von Medikamenten, zum Beispiel bei einer Hormonersatztherapie, sollte mit dem Arzt auch in Bezug auf die Auswirkungen an den Beinvenen besprochen werden
  • Gehen die Beschwerden der Beine mit Symptomen wie Schwindel oder Atemnot einher, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen

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