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Schmerzen natürlich bekämpfen

Veröffentlicht am 18.03.2016

Frauen haben ein anderes Schmerzempfinden als Männer. Eine Behandlung mit klassischen Schmerzmitteln kann mit starken Nebenwirkungen verbunden sein, es empfiehlt sich, natürliche Alternativen oder Ergänzungsmittel zu prüfen.

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Das Schmerzempfinden unterscheidet sich nach jüngsten Forschungsreihen zwischen Frauen und Männer. Frauen sind statistisch häufiger als Männer von Kopfschmerzen, Migräne oder rheumatischen Schmerzen betroffen. Es gibt auch erwiesene Unterschiede in Bezug auf die Empfindlichkeit und die Länge von Schmerzen.

Im Resultat kann man feststellen, dass die Sensivität für Schmerzreize bei Frauen anders ist. Stark geprägt sind Schmerzempfindungen bei Frauen von erblichen Faktoren, hormonelle Schwankungen, aber auch von kindlichen Schmerzerlebnissen. Bei Babys, die über längere Zeit starke Schmerzen hatten, stellte man im Erwachsenalter erhöhte Schmerzempfindlichkeiten fest.

Fotolia.com - © Africa Studio
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Brauchen Frauen andere Schmerzmittel?

Unterschiede in der Schmerzempfindung, der Dauer, dem betroffenen Hirnarealen oder der Schmerzverarbeitung können sich geschlechtsspezifisch auch in der medikamentösen Therapie auswirken. Eine generelle Aussage, ob Frauen andere Wirkstoffe, stärkere oder schwächere Medikamente brauchen, gibt es nicht. Rothaarige Frauen, stellte man fest, reagieren anscheinend besser auf Schmerzmittel als rothaarige Männer.

Vorteilhaft bei chronischen Schmerzen kann sein, dass Frauen mehr darüber reden und somit einen besseren Umgang mit den Schmerzen lernen. Für die zukünftige Forschung spielen geschlechtsspezifische Schmerzmedikamente eine wichtige Rolle.

Schmerzmittel gegen typisch weibliche Beschwerden

Frauen greifen oft zu Schmerzmitteln bei Menstruationsstörungen, Kopfschmerzen und Migräne. Bei sehr schmerhaften Regelbeschwerden nehmen Frauen oft apothekenpflichtige Medikamente mit Arzneistoffen wie Diclofenac, Ibuprofen oder Naproxen ein. Jüngere Forschungsergebnisse zeigten, dass fast die Hälfte aller Betroffenen mit schmerzhaften Regeblutungen sich mit diesen Mitteln besser fühlte.

Die Medikamente wirken vor allem gegen den Botenstoff Prostaglandin, der zur Gruppe der Gewebehormone zählt und in der Gebärmutter bei Überproduktion krampfartige Schmerzen auslöst. Die Schmerzmittel müssen nach der akuten Phase abgesetzt werden und lösen oft Nebenwirkungen aus. Besonders Magenbeschwerden, Übelkeit und Kopfschmerzen sind bekannt.

Alternative Mittel gegen Schmerzen

Alternative Heilmittel und Schmerztherapien bieten sich vor allem bei Schmerzen an, die mit Temperatur und Druck zu tun haben. Frauen reagieren oft stärker auf Temperaturschwankungen und Druckschmerzen als Männer. Brennende, stechende und die Arme und Beine ausstrahlende Schmerzen können auf eine Schädigung des Nervengewebes hindeuten und sollten wie langanhaltende und dumpfe Schmerzen, sogenannte nozizeptive Schmerzen, vom Arzt untersucht werden.

Da eine Therapie mit konservativen Schmerzmitteln starke Nebenwirkungen haben kann, empfiehlt es sich, verträglichere Alternativen oder Ergänzungen zu prüfen. Vor allem Frauen, die Medikamente wie die Pille, blutverdünnende oder entzündungshemmende Arzneien einnehmen, sollten sich mit dem Arzt absprechen.

Homöopathische Mittel sind gut verträglich und wirksam bei vielen Arten von Nervenschmerzen, vor allem im Kopf- und Brustbereich, bei Entzündungen der Atemwege und schmerzhaften Wahrnehmungen aufgrund geistiger Erschöpfung.

Psychosomatische Beschwerden wie Schlafstörungen und Unruhe kann man mit modernen Komplexmitteln im Alltag lindern. Spezielle homöopathische Arzneimittel gibt es für Kinder, die auch von Erwachsenen in höheren Dosierungen eingenommen werden können.

Homöopathische Arzneien sind nebenwirkungsfrei. Diabetiker und Menschen mit Alkoholproblemen sollten sich an einen Arzt wenden, allerdings ist der Zucker- und Alkoholgehalt, der sich durch die Herstellung ergibt, extrem gering.

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Klassische Heilmittel gegen Schmerzen

In Zeiten, wo die Religion noch eine gewichtige Rolle in der Medizin spielte, kannte man Weihrauch als vielseitiges Heilmittel, auch gegen Schmerzen. Das damals teure Heilmittel setzte unter anderem Hildegard von Bingen ein.

Nicht nur in der Medizin des Christentums, sondern auch in der alten persisch-islamischen Heilkunde wurde Weihrauch verwendet. Präparate aus Weyrauch werden heute unter anderem bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie Polyarthritis (Acetyl-11-keto-β-boswelliasäure greift die Entzündungsprozesse an) verwendet. Der indische Weihrauch ist als Fertigarzneimittel in Deutschland in homöopathischen Zubereitungen zugelassen.

Zu den entzündungshemmenden Mittel gehört Astaxanthi, das als natürlicher Farbstoff in Lachsen vorkommt. Es stärkt vor allem die Immunabwehr und wird auch als Futtermittelzusatzstoff verwendet.

In der klassischen Homöopathie kennt man bei akuten Entzündungsschmerzen mit Symptomen wie Temperaturerhöhungen, Angst oder starker Unruhe den Blauen Eisenhut (Aconitum napellus). Sämtliche Pflanzenteile sind hochgiftig! Nur in homöopathischer Aufbereitung ist die Pflanze als Heilmittel nutzbar. Aconitum napellus ist in Deutschland bis einschließlich D3 verschreibungspflichtig.

Anfallsartige und stechende Schmerzen behandelt man in der Homöopathie unter anderem mit Magnesium phosphoricum, ein klassisches Homöopathika auf Grundlage von Magnesiumsalz. Es kommt im Schüßler-Salz Nr. 7 vor. Bei Alltagsbeschwerden bieten sich auch homöopathische Komplexmittel wie Spigelon bei Kopfschmerzen an.

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