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Sanfte Medizin gegen Kopfschmerzen

Veröffentlicht am 18.03.2016

Kopfschmerzen sind Ausdruck seelischer oder körperlicher Disharmonien. Gerade Frauen leiden hormonell bedingt an Spannungskopfschmerzen.

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Hormonelle Hintergründe

Frauen sind von Kopfschmerzen öfters betroffen als Männer. Verantwortlich sind dafür hormonelle Ursachen. Hormonelle Schwankungen lösen bei Frauen psychische Veränderungen aus, die sich in verschiedensten Formen von Kopfschmerzen äußern können. Wissenschaftler vermuten, dass die weiblichen Geschlechtsorgane die Schmerzreize anders regulieren.

Besonders häufig: Spannungskopfschmerzen und Migräne

Die häufigsten Formen von Kopfschmerzen sind Spannungskopfschmerzen und Migräne. Die Gründe für Kopfschmerzen sind so vielfältig wie deren Lokalisation und Empfindung. Von erblichen Anlagen über Schlafstörungen bis hin zu Menstruations- und Wechseljahrbeschwerden reicht die Palette. Die Ursachenforschung von Kopfschmerzen ist schwierig, da hier viele körperliche Faktoren und Umweltreize mit einspielen.

Treten Kopfschmerzen plötzlich und heftig auf, oder halten die Kopfschmerzen über Tage an, so muss man zum Arzt gehen. Pressende und ziehende Kopfschmerzen sind charakteristische Symptome bei Spannungskopfschmerzen. Vor allem an beiden Schläfen und der Stirn treten die Schmerzen auf. Im Gegensatz zur Migräne fehlen bei Spannungskopfschmerzen meistens Symptome wie Übelkeit oder extreme Lichtempfindlichkeit.

Auslöser von Spannungskopfschmerzen sind: emotionaler Stress, Verspannungen der Kopf- und Schultermuskulatur, Wetterfühligkeit, hormonelle Schwankungen, niedriger Blutdruck oder auch Zahnfleischentzündungen. Entzündungen der erweiterten Blutgefäße im Gehirn sind oft ursächlich für Cluster-Kopfschmerzen, die immer durch einen Arzt untersucht werden müssen. Das Flimmern von Computern und Fernsehern, gefäßerweiternde Medikamente oder körperliche Überanstrengungen können Cluster-Kopfschmerzen auslösen.

Wann geht man besser zum Arzt?

Treten Kopfschmerzen plötzlich und heftig auf und zeigen sich Symptome wie Schwindel, Übelkeit, oder Erbrechen, solle man den Arzt aufsuchen. Auch wenn sich keine konkrete Ursache erahnen lässt, sollte man zu Arzt.

Naturheilkundliche Hilfe

Die Naturheilkunde kann immer dann helfen, wenn die Ursachen plausibel sind: Stress, Schwangerschaft, Menstruation, Schlafentzug, Alkohol etc. Bei leichten Kopfschmerzattacken können Kaffee oder schwarzer Tee helfen, was die Durchblutung fördert. Feuchtwarme Kompressen im Nacken können auch helfen. Viele schwören auf Pfefferminzöl, dass man auf die Schläfen massiert.

Akupunktur, Homöopathie, Massage oder Chirotherapie können helfen. Bei chronischen Schmerzen, die von der oberen Rückenmuskulatur ausgehen, hilft die Akupunktur gut. Beim Chiropraktiker kann man verschobene Wirbel einrenken lassen. Hals- und Brustwirbel sollte man nur in großen Abständen einrenken lassen, damit die Gelenke und Bandscheiben nicht geschädigt werden.

Wie kann die Homöopathie helfen?

Man unterscheidet in der Homöopathie unter anderem nach dem Ort der Schmerzen: rechts- und linkseitige Kopfschmerzen oder Kopfschmerzen ohne besonderen Grund. Bei rechtsseitigen Kopfschmerzen, die vom Hinterkopf zur Augenhöhle ziehen, ist Belladonna ein gutes Mittel. Natrium muriaticum ist bekannt bei rechtsseitigen Kopfschmerzen in der Menstruation oder den Wechseljahren.

Linkseitige Kopfschmerzen, die sich häufig drückend und pulsierend äußern, kann man mit Lachesis und Sepia (auch Übelkeit) einnehmen. Lachesis oder Belladonna sind die richtigen Homöopathika, wenn die Kopfschmerzen durch grelles Licht oder Sonnenbrand ausgelöst werden. Kopfschmerzen als Symptom eines grippalen Infekts kann man mit Gelsemium lindern. Nux vomica kann bei zu viel Alkohol und zu wenig Schlaf helfen.

Es gibt in der Apotheke moderne homöopathische Komplexmittel mit sich potenzierenden Natursubstanzen, die für bestimmte Krankheitsbilder entwickelt wurden. Spigelon-Tabletten helfen mit kombinierten Inhaltsstoffen zum Beispiel bei Kopfschmerzen. Auch Schüßler-Salze bei klopfenden (Nr. 3) und bei dumpfen Kopfschmerzen (Nr. 8) können helfen.

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