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Osteoporose: Gefahr von Knochenbrüchen

Veröffentlicht am 17.03.2016

Mit zunehmenden Alter wächst durch den Knochenschwund die Gefahr von schwerwiegenden Knochenbrüchen.

Osteoporose, umgangssprachlich Knochenschwund genannt, ist durch eine Abnahme der Knochenmasse und -qualität des gesamten Körpers gekennzeichnet. Frauen sind vor allem ab den Wechseljahren davon betroffen. Geschätzt ein Drittel aller Frauen entwickeln nach der letzten Regelblutung eine Osteoporose. Gefürchtet sind Folgekomplikationen durch Knochenbrüche.

Die Knochen verändern sich

Ein verstärkter Knochenabbau im Bereich der Wirbelkörper tritt vor allem bei Frauen nach den Wechseljahren auf. Mit zunehmenden Alter wächst die Gefahr, dass die langen Röhrenknochen an Beinen und Armen brüchig werden. Rückenschmerzen im Stehen und Sitzen kündigen oft schon den Knochenschwund an. Charakteristisch ist auch, dass sich die Körperhaltung ändert, Frauen beugen sich zu nehmend nach vorne, der Rücken rundet sich im Bereich der Brustwirbelsäule ab. Bekannt ist dies als „Witwenbuckel“.

Gefährlich ist die Osteoporose bei älteren Frauen, da es zu Miniaturbrüchen an der Wirbelsäule kommen kann, die zuerst keine Schmerzen bereiten. Bagatellverletzungen, Stürze und geringe Gewalteinwirkungen können im Alter vermehrt auftreten.

Ursachen der Osteoporose

Neben natürlichen Alterungsvorgängen und einer genetischen Veranlagung werden verschiedenste Faktoren als Ursachen der Osteoporose diskutiert. In jedem Fall besteht ein Missverhältnis zwischen Knochenaufbau und -abbau. Die Aufnahme von Kalzium in die Knochen ist vermindert.

Eine ganze Reihe von Faktoren erhöht das Risiko, an Osteoporose zu erkranken. Vitamin D- und Kalzium-Mangel, Rauchen und Untergewicht sind Risikofaktoren, die man meiden sollte. Bekannt ist die Osteoporose bei Frauen, die an Epilepsie oder Diabetes mellitus Typ 2 leiden. Kortison ist ein Wirkstoff, der lange verschrieben, zur Knochenschädigung beitragen kann.

Risikofaktoren der Osteoporose sind:

-    mangelnde Bewegung,
-    kalziumarme Ernährungsgewohnheiten,
-    Störung der Kalziumaufnahme aus dem Magen-Darm-Trakt,
-    Mangel an weiblichen oder männlichen Geschlechtshormonen nach den Wechseljahren,
-    hoher Koffein-, Nikotin- und Alkoholkonsum,
-    Krankheiten der Schilddrüse oder der Nebenniere,
-    Zuckerkrankheit,
-    chronische Darmleiden,
-    chronisch entzündliche Polyarthritis,
-    und Langzeiteinnahme von Medikamenten wie Kortison.

Schulmedizinische Therapie

Kalzium und Vitamin D sowie Fluoride zur verbesserten Kalziumaufnahme und Stimulation des Knochenaufbaus stehen häufig im Mittelpunkt der Therapie. Die Gabe von Medikamenten muss auf die Grunderkrankung und die Risiken von krankheitsbedingten Knochenbrüchen abgestimmt werden. Diskutiert werden bis heute Therapien mit Bisphosphonaten, Medikamente, die in den Knochenstoffwechsel eingreifen.

Bisphosphonate spielen für Frauen eine wichtige Rolle, bei denen sich die Brustkrebserkrankung in die Knochen ausgebreitet hat. Ob sie auch zur Vorbeugung von Osteoporose geeignet sind, wird unterschiedlich beurteilt.

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Kann man gegen Knochenschwund vorbeugen?

Gegen den altersbedingten Knochenabbau kann man schon früh vorbeugen. Vor allem sollte man den Muskelapparat stärken und ein „knochenfreundliches“ Leben führen. Ab dem 30. Lebensjahr sollte man Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt machen.

Risikoanalyse-Tests, wie die DXA-Messung (Knochendichtemessung), sind vor allem ratsam bei Frauen mit Untergewicht, Diabetes oder Epilepsie. Über die Krankenkassen kann man nach speziellen Osteoporose-Gymnastik-Kursen nachfragen.

In der Ernährung spielt vor allem die Versorgung mit Vitamin D und Kalzium eine Rolle. Vitamin D fördert die Kalzium-Aufnahme in den Darm und ist für den Mineralstoffhaushalt der Knochen wichtig. Die Vitamin-D-Versorgung bessert sich auch durch Sonneneinstrahlung über die Haut (UVB-Strahlen).

Man sollte bei längeren Aufenthalten in der Sonne auf den nötigen Sonnenschutz achten.
Die gesunde Dosis von Vitamin-D, die auch die Muskelfunktion verbessert, muss mit dem Arzt abgesprochen werden.

Mit dem Alter wird meistens die Grundversorgung mit dem wichtigen Vitamin schlechter. Die unzureichende Eigenbildung kann über Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden. Bei Kalzium sollte die Aufnahme bei rund tausend Milligramm pro Tag liegen. Den Mineralstoff kann man auch als Präparat zu sich nehmen.

Kalziumreiche Lebensmittel sind unter anderem wichtig für Frauen, die an Nierensteinen leiden. Nimmt man Bisphosphonate oder Denosumabe ein, so muss eine ausreichende Kalzium-Versorgung mit dem Arzt besprochen werden.

Homöopathische Mittel

Zusätzlich zu den konservativen Medikamenten kann man homöopathische Mittel einsetzen. Sie werden innerhalb ganzheitlicher Therapien häufig verschrieben, wenn es um die Förderung der körpereigenen Abwehrkräfte geht. Sie sind in der Regel frei von Wechselwirkungen.

Es gibt spezielle Homöopathika zur Unterstützung des Kalk- und Knochenstoffwechsels; anregende Heilmittel für die Aus- und Ableitungsorgane, blockierte Enzymsysteme, den Zellstoffwechsel, das Bindegewebe und die Drüsenfunktionen sowie symptombezogene Mittel, die unter anderem gegen Schmerzen oder Wetterfühligkeit helfen.

In der pflanzlichen Schmerztherapie können die Teufelskralle, die Weidenrinde oder die Esche-Pappel-Goldrute-Mischung bei schmerzhaften Krankheitsphasen helfen. Eine Enzymtherapie, zum Beispiel mit Vitamin E, ist sinnvoll. Bei chronischen Schmerzen kann Akupunktur hilfreich sein. Vor allem die Therapiekombination aus Homöopathie und Akupunktur wird bei Naturheilpraktikern angewandt.

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