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Naturheilmittel bei Herz-Kreislauf-Beschwerden

Veröffentlicht am 18.03.2016

Neben den wenig erforschten Ursachen von erblichen Dispositionen spielen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol, hoher Blutdruck, Übergewicht, Bewegungsmangel und erhöhte Fettwerte im Blut eine Rolle.

Natürlicher Cholesterin-Schutz durch Hormone

Bei Frauen sind die Risiken in Bezug auf die Blutfettwerte anders geartet als bei Männern, beispielsweise wirkt sich der Triglyzeride-Wert (+ 150mg/dl) bei Frauen schädlicher aus. Bis zur Menopause reduzieren weibliche Hormone das LDL-Cholesterin.

Zuckerkranke Frauen sind bei Herz-Kreislauferkrankungen gefährdeter als Männer, bei der koronaren Herzkrankheit um rund das Siebenfache. Gefährlich ist bei Frauen die Kombination aus Rauchen und Antibabypille. Hier steigt die Gefahr von Blutgerinnsel (Thrombosen) in den Venen. Berufliche und private Konflikte oder psychosoziale Isolationsbilder wirken sich bei Frauen stark auf Herz-Kreislauferkrankungen aus.

Frauen nehmen die Symptome anders wahr

Akute Herz-Kreislauf-Beschwerden nehmen Frauen anders wahr als Männer. Starke Schmerzen im Brustkorb, die in die Beine und Arme ausstrahlen, sind bei Frauen nicht so ausgeprägt. Umso wichtiger sind die regelmäßigen Untersuchungen bei Arzt. Die Blutwerte, Herzenzyme und Blutdruck werden untersucht. Ein Elektrokardiogramm (EKG) wird zur Kontrolle der Herzströme erstellt. Ultraschalluntersuchungen zeigen den organischen Status des Herzes und der Blutgefäße.

In der schulmedizinischen Therapie setzt man oft cholesterinsenkende Arzneien, Blutgerinnungshemmer und gefäßerweiternde Medikamente ein. Bei fortschreitenden Gefäßverengungen können operative Verfahren helfen. Ein Gefäßerweiterungsverfahren stellt die Koronarangioplastie dar. Bei sehr stark geschädigten Gefäßen kann eine Bypass-Operation helfen. Es gibt heute auch moderne Verfahren, um biologische Bypässe zu befördern.

Wie hilft die Naturheilkunde?

Akute Kreislaufbeschwerden, die nicht auf organische Grunderkrankungen zurückzuführen sind, kann man mit sanften Wirkstoffen lindern. Treten Symptome wie Herzschmerzen, Schwindel, Sehstörungen, Hitzewallungen oder Gangunsicherheit gleichzeitig auf, so sollte man immer zum Arzt gehen.

Homöopathische Helfer

Bei alters- oder psychosozialbedingten  Kreislaufstörungen sollen natürliche Mittel kreislaufanregende und gefäßstärkende Wirkungen haben. Eine gesunde Ernährung und viel Bewegung legen den Grundstein.

Homöopathische Arzneien als Einzel- und Komplexmittel regen die körpereigene Abwehrkraft an und können auch nervös bedingte Herz- und Kreislaufstörungen lindern. Regulativ wirken moderne homöopathische Kombinationsmittel auf Blutdruckschwankungen. Auch auf den Rückfluss des Blutes in den Venen können Homöopathika positiv wirken.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind ein klassisches Arzneimittelbild in der Homöopathie. Je nach Krankheitsbild gibt es unterschiedlich wirksame Heilmittel. Arnica montana ist als Heilmittel bekannt bei Venenentzündungen oder Schmerzen im Brustraum.

Homöopathisch aufbereitetes Aurum (Gold) in Verbindung mit dem Mineralsalz Barium carbonicum ist hilfreich bei Herz-Kreislauferkrankungen, die altersbedingt sind. Die Kombination der homöopathischen Wirkstoffe kann die Blutdruckregulation normalisieren. Barium carbonicum als konstitutionelles Mittel ist eines der ältesten Homöopathika bei Altersbeschwerden und hilft zum Beispiel bei ängstlichen und vergesslichen Senioren.

In der Homöopathie kennt man bei Kreislaufbeschwerden die Kombination aus Weißdorn mit Kampfer (Cinnamomum camphora). Bei Herzklopfen wirkt der Eisenhut als klassisches Heilmittel der Homöopathie. In der Homöopathie ist Weißdorn als Mittel zur Anregung der Herztätigkeit und bei leichten Herzrhythmusstörungen bekannt. Blätter, Blüten und Beeren werden verarbeitet. Besonders reich an Vitamin C sind die Beeren.

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Pflanzliche Wirkstoffe

Blutfette durch LDL-Cholesterin und freie Radikale bekämpft die Artischocke. Auch Knoblauch ist gesund und kann die Blutfettwerte senken. In der Naturheilkunde sind vor allem die blutdrucksenkenden Wirkungen der ätherischen Knoblauch-Öle untersucht worden.

Die beruhigende Naturarznei Melissengeist ist ein Hausmittel bei nervös bedingten Herzschmerzen.
Frauen mit einem niedrigen Blutdruck können auf Rosmarin vertrauen. Die Heilpflanze 2011 kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wird auch in Deutschland angebaut.

Als Gewürz passt es zu Fleisch- und Fischgerichten. Rosmarin hilft den Kreislauf anzukurbeln und wirkt Völlegefühlen und Blähungen entgegen. Rosmarinöl wirkt belebt und kann Muskelschmerzen lindern. Auf der Haut einmassiert, hilft es auch bei leichten Rückenschmerzen.

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