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Natürliche Hilfe bei Blasenentzündung

Veröffentlicht am 18.03.2016

Frauen sind 50-mal mehr von Harnwegs- und Blaseninfektionen betroffen als Männer. Bei wiederkehrenden Infektion ist meistens das Immunsystem geschwächt.

Fotolia.com - © Nobilior
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Verantwortlich für die häufigen Harnwegs- und Blaseninfektionen bei Frauen ist die weibliche Anatomie mit einer kurzen Harnröhre. Durch die kürzeren Harnröhren können Bakterien leichter in die Blase gelangen.

Häufig sind es Bakterien, die über die Harnröhrenöffnung eindringen. Durch die Nähe der Nähe der Harnröhrenöffnung zum Analbereich und der  Scheide spielt hier die Hygiene eine wichtige Rolle. Mögliche Auslöser von Blasenentzündungen können auf einen Harnstau zurückzuführen sein, auch in der Schwangerschaft können hormonelle Veränderungen zu Blasenentzündungen führen.

Ursachen von Blasenentzündungen

Eine Blasenentzündung (Zystitis) kommt vielfach bei einem geschwächten Immunsystem vor. Sind die Schutzmechanismen im Organismus gestört, haben es Krankheitserreger, wie Escherichia-Coli-Bakterien, Staphylokokken oder Streptokokken, einfach.

Die bakterielle Infektion (selten eine Virusinfektion oder Parasiten-Befall) äußert sich vor allem durch Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen. Der Harndrang ist stark ausgeprägt, ohne dass normale Mengen an Harn abgesondert werden. Häufig kommt eine überhöhte Temperatur dazu.

In der Schulmedizin gibt man Antibiotika bei komplizierten Infektionen, die zu möglichen Entzündungen des Nierenbeckens und der Nieren führen können. Zu den schulmedizinischen Wirkstoffen bei Blasenentzündungen gehören Cotrimoxazol und Fosfomycin, die als Antibiotika verschrieben werden.
Wann zum Arzt?

Tritt zu den Hauptsymptomen wie Brennen oder Harndrang noch Fieber auf, so sollte man besser zum Arzt gehen. Auch Frauen, die chronisch an Blasenentzündungen leiden, Diabetes haben oder Schwangere, sollten sich ärztlich untersuchen lassen. Meistens wird eine Ultraschalluntersuchung bei schweren Symptomen durchgeführt.

Sanfte Medizin bei leichten Blasenentzündungen

Mit Naturheilmitteln kann man bei leichten Blasenentzündungen, die vor allem auf Abwehrschwächen durch Stoffwechselstörungen zurückzuführen sind, gute Erfolge erzielen. Man sollte mindestens drei Liter Mineralwasser oder Kräutertees am Tag trinken, um die Erreger sanft auszuspülen. Ein bekanntes Heilmittel ist die Bärentraube.

Die echte Bärentraube ist für ihre antibakterielle Wirkung bekannt. In der Apotheke bekommt man Kräutertees mit Bärentraubenblättern. Wärme hilft gegen die Blasenentzündung und entspannt vor allem die Blasenmuskulatur.

Homöopathische Helfer
Es gibt homöopathische Einzelmittel, die charakteristische Symptome einer Blasenentzündung lindern können, zum Beispiel:

  • Apis oder Cantharis bei brennenden und stechenden Schmerzen mit häufigen Harndrang,
  • Dulcamara bei Blasenentzündungen als Folge von Erkältungen,
  • Staphisagria als Heilmittel nach Infektionen durch Geschlechtsverkehr,
  • Nux vomica bei Problemen mit dem Wasserlassen.

Dosierung bei der Selbstbehandlung

Eine empfohlene Dosierung bei homöopathischen Medikamenten ist die Potenz C12. Je nach Krankheitsstadium kann man drei- bis viermal am Tag je 2-3 Globuli im Mund zergehen lassen.
Bei Harnwegs- und Blasenentzündungen bieten sich auch moderne homöopathische Komplexmittel an. Sie beinhalten kombinierte Wirkstoffe zum homöopathischen Arzneimittelbild und stärken die körpereigenen Abwehrkräfte. Dosierung: 3-mal täglich 1 Tablette im Mund zergehen lassen. Bei akuten Beschwerden anfangs alle 15 Minuten 1 Tablette über rund zwei Stunden einnehmen. Wenn man eine Einnahme vergessen hat, kann man auch dann die doppelte Dosis nehmen.

Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetes, Alkoholismus oder Schwangere sollten vor der Selbstmedikation mit ihrem Arzt über die homöopathische Therapie reden. In der Regel gibt es bei homöopathischen Mitteln keine nennenswerten Nebenwirkungen. Bei der Anwendung eines homöopathischen Arzneimittels können sich die vorhandenen Beschwerden vorübergehend verschlimmern (Erstverschlimmerung). In diesem Fall sollte man das Arzneimittel absetzen und den Arzt befragen.

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