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Innere Unruhe und Ängste sanft behandeln

Veröffentlicht am 19.03.2016

Von innerer Unruhe sind viele Frauen betroffen. Leichte Formen von Unruhe mit aufkommenden Alltagsängsten können mit Naturheilmitteln gelindert werden.

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Private und berufliche Alltagsängste führen bei Frauen zur nervösen Unruhe und können sich in zunehmenden Angstzuständen manifestieren. Seelische Ungleichgewichte ziehen psychosomatische Krankheitsbilder nach sich,  die sich bis zur Depression entwickeln können.

Nervosität geht oft einher mit Herzrassen, dem Gefühl von Getriebensein, Müdigkeit, Schlafstörungen, Schwitzen, Rückenschmerzen oder Müdigkeit. Man kennt Unruhezustände vor allem mit Hitzewallungen und stechenden Kopfschmerzen als Krankheitsbild der Wechseljahre. Kopfschmerzen, Brustspannen, Rückenschmerzen, Niedergeschlagenheit und Reizbarkeit sind typische Symptome des Prämenstruellen Syndroms (PMS). Diese Symptome treten vor allem bei jungen Frauen vor der Menstruation auf.

Das sympathische Nervensystem ist von zentraler Bedeutung

Das vegetative Nervensystem ist die Schnittstelle zwischen Seele und Körper und kann schnell aus der Balance kommen. Bei Störungen des vegetativen Nervensystems spielt der Sympathikus eine zentrale Rolle. Das sympathische Nervensystem reguliert viele Organfunktionen, ohne dass der Mensch bewusst darauf einwirken kann.

Der Sympathikus steigert unter anderem die Herztätigkeit, den Blutdruck, den Stoffwechsel und ist für die Bereitstellung von Energie besonders wichtig. Das unterbewusste System fördert aber nicht nur bestimmte Organfunktionen, sondern hemmt auch nicht erforderliche Aktivitäten wie die Darmtätigkeit oder verengt die Durchblutung der Nieren. Zahlreiche Funktionsstörungen können bei einer Disharmonie des Sympathikus ausgelöst werden, zum Beispiel in den Lungen, der Blase oder bei den Geschlechtsorganen. 

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Seelische Ungleichgewichte und krankhafte Ängste

Seelische Ungleichgewichte mit sporadischen Symptomen wie Alltagsängsten kann man mit sanften Heilmitteln regulieren, die weniger Nebenwirkungen haben, wie zum Beispiel Antidepressiva. Dauern die Symptome länger an und kommen Panikattacken und andere schwere Angststörungen hinzu, sollte man immer zum Arzt gehen. Dies gilt auch, wenn sich körperliche Symptome verschlechtern.

In der Schulmedizin werden bei Angststörungen oder Depressionen verschiedene Therapiekonzepte von Psychotherapeuten und Psychiatern angeboten. Bei Ängsten häufig eine Verhaltenstherapie mit Medikamenten. Zusätzlich spielen Entspannungsverfahren eine wichtige Rolle.

Bei Angstattacken in Verbindung mit Schwindel, Herzschmerzen oder anderen körperlichen Symptomen, muss man ebenfalls einen Arzt hinzuziehen. Zahlreiche körperliche Ursachen sind bei Angstattacken bekannt, vor allem die Schilddrüsenüberfunktion und Herzerkrankungen. Brustdruck, ein wichtiges Zeichen für Männer bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, kann bei Frauen fehlen. Auch bei Menschen mit Diabetes ist der Brustdruck oft nicht wahrnehmbar.

Was kann man selbst gegen Unruhe und Angst tun?

Neben einer gesunden Lebensführung und Ernährung, sollte man Stress abbauen, die Konflikte aufarbeiten und die Empfindungen ernst nehmen. Zwischenmenschliche Probleme kann man professionell über Einzel-, Paar- oder Gruppentherapien aufarbeiten. Es gibt einige Entspannungsmethoden, die man leicht erlernen und im Alltag anwenden kann. Autogenes Training oder die possessive Muskelentspannung kann man überall anwenden.

Wie kann die Naturheilkunde helfen?

Unruhe mit leichten Symptomen wie Reizbarkeit, Schlafstörungen, Überforderung, Erschöpfung oder Angst kann man mit homöopathischen Mitteln gut in den Griff bekommen. Bei Nervosität hilft zum Beispiel Arnica als Heilpflanze.

Situative Ängste, zum Beispiel vor Prüfungen, kann man Argentum nitricum behandeln. Das homöopathische Konstitutionsmittel hilft auch gegen Schwindel, Magenbeschwerden und Schlafstörungen. Gegen die nächtliche Unruhe hilft Rhus toxicodendron. Das nordamerikanische Sumachgewächs lindert die Ruhelosigkeit,  Rücken- und Gelenkschmerzen oder juckende Hautausschläge.

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 Homöopathische Komplexmittel für den Alltag

Neben den homöopathischen Einzelmitteln gibt es homöopathische Komplexmittel, die für Krankheitsbild mehrere kombinierte Inhaltsstoffe bieten. Es gibt moderne Homöopathika, wie Neurexan, die bei Unruhe mit Ein- und Durchschlafstörungen helfen können.

Komplexmittel sind für den homöopathischen Laien leichter anwendbar und geben Dosierungshinweise. Sehr gute Erfahrungen bei nervösen Spannungszuständen machen viele Menschen mit Akupunktur. Die Ohrakupunktur in Verbindung mit der Gabe von Homöopathika ist bei Ärzten für Naturheilkunde und Naturheilpraktikern sehr beliebt.

Homöopathische Mittel können auch bei leichten depressiven Episoden mit Interesselosigkeit, Antriebslosigkeit, chronische Magenschmerzen, Sodbrennen, Kopfschmerzen und Schlafstörungen helfen. Werden diese Hauptsymptome einer schleichenden Depression immer schlimmer, muss man auf jeden Fall zum Arzt.

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