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Hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren

Veröffentlicht am 19.03.2016

In den Wechseljahren treten viele Veränderungen auf, die man zum Großteil mit natürlichen Arzneien wie homöopathischen Kombinationsmitteln lindern kann.

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Die Zeit des hormonellen Wandels geht bei Frauen mit vielen körperlichen und seelischen Veränderungsprozessen einher. Vor allem die hormonellen Umstellungen sind hierfür verantwortlich.
Was verändert sich?

Kulturelle, soziale und persönliche Wahrnehmungen prägen diese Zeit der Wechseljahre. Wechselende Zyklusschwankungen bis zur letzten Menstruation zeigen die Zeit der Wende an. Der Zeitpunkt der endgültig letzten Menstruation liegt durchschnittlich um das 50. Lebensjahr. Die Zeit davor wird als Prämenopause bezeichnet.

Die Prämenopause dauert meistens vier bis fünf Jahre, kann aber auch bereits früher beginnen. Frauen schon um Ende der 30er bemerken, bemerken erste hormonelle Veränderungen, die zum Beispiel durch Blutungsunregelmäßigkeiten bestimmt sind. Nicht nur die Wechseljahre, sondern auch Schilddrüsenerkrankungen lösen körperliche Störungen wie Hitzewallungen, Müdigkeit oder Reizbarkeit mit Stimmungsschwankungen aus. Jüngere Frauen mit solchen „Wechseljahr-Symptomen“ sollten die Schilddrüsenfunktionen beim Arzt untersuchen lassen.

Die Postmenopause

Den Zeitraum nach der letzten Monatsblutung ist die Postmenopause. Die renommierte Autorin Gerda Hellmann schreibt in ihrem Wechseljahr-Ratgeber dazu: Die Östrogenproduktion in den Eierstöcken ist nun extrem verringert, bis sie schließlich endgültig aufhört. Geringe Mengen werden nun nur noch von den Nebennieren und im Unterhautfettgewebe gebildet. Diese Phase endet in der Regel um das 55. Lebensjahr, sie kann aber auch länger dauern.

Bei vielen Frauen ist sie von körperlichen und seelischen Beschwerden begleitet. Der gesamte Lebensabschnitt – Prämenopause, Menopause und Postmenopause –, der sich meist über 10 Jahre erstreckt, wird als Klimakterium (aus dem Griechischen: klimakter = kritisch) oder einfach als Wechseljahre bezeichnet.

Da das Durchschnittsalter jeder zweiten Frau inzwischen auf 85 Jahre  gestiegen ist, bedeutet das eine Lebenserwartung nach der Menopause von 35–40 Jahren. Somit ist das Klimakterium das Tor für die zweite Lebenshälfte. Dieses sollten wir mit Freude und Optimismus wahrnehmen und uns den neuen Aufgaben stellen. Mit dem Beginn der Wechseljahre geht die Östrogenproduktion zurück, die Blutungen werden unregelmäßiger, meist erfolgt die letzte Blutung (Menopause) um das 50. Lebensjahr.

Während der Wechseljahre verringert sich die Funktion der Eierstöcke bis sie ihre Produktion ganz einstellen. Dadurch verändern sich die Konzentrationen der weiblichen Geschlechtshormone während dieser Zeit kontinuierlich. Dass kann zu den verschiedensten Beschwerden führen, die unter dem Begriff „klimakterisches Syndrom“ zusammengefasst werden. Gewöhnlich kündigt sich die Phase der Prämenopause durch Zyklusstörungen an. Die Menstruation endet nicht abrupt, sondern wird durch den allmählichen Hormonumschwung zunächst gestört. Häufig treten Zwischenblutungen auf oderDauer und Intensität der Blutungen verändern sich.

Der gesamte Menstruationszyklus kann verlängert sein, die Blutung fällt dann häufig stärker aus. Oder der Zyklus ist verkürzt und die Blutung ist schwächer. Auch das vegetative Nervensystem kann mit betroffen sein. Das vegetative Nervensystem steuert alle wichtigen Lebensfunktionen, wie etwa die des Stoffwechsels, von Herz und Kreislauf oder der Verdauung, ohne dass wir es willentlich beeinflussen können. Dieses Zusammenspiel kann durch den Hormonumschwung ebenfalls aus der Balance geraten.

Da die Östrogene einen bremsenden Einfluss auf das vegetative Nervensystem ausüben, können sich bei ihrem Ausfall Störungen und Beschwerden in diesem Bereich einstellen. Atmung, Verdauung oder auch der Stoffwechsel (z. B. der Wasserhaushalt) können betroffen sein. Die Erscheinungen variieren individuell beträchtlich. Typische Folgen sind anfallartige Hitzewallungen mit Schweißausbrüchen und Herzrasen. Ferner klagen Frauen über Schlaflosigkeit, Leistungskraftminderung, Nervosität, depressive Verstimmungen oder Kopfschmerzen.

Die wichtigsten weiblichen Hormone

Hormone sind Botenstoffe, die Informationen im Körper weiterleiten. Sie werden in der Regel von bestimmten Drüsen gebildet und gelangen mit dem Blut zu den Körperstellen, an denen sie schließlich wirken. Sie kommen im Körper nur in ganz geringen Mengen vor.

Oberste Steuerzentrale ist das Gehirn. Über komplizierte Regelkreise koordinieren der Hypothalamus, das ist ein Teil des Zwischenhirns, und die Hypophyse, das ist die Hirnanhangsdrüse, die Hormonproduktion der nachgeschalteten Drüsen, also zum Beispiel der Eierstöcke.

Auch Schilddrüse und Nebennieren sind hormonproduzierende Organe. Eine mehr oder minder ausgeprägte Funktionssteigerung der Schilddrüse und der Nebennieren kann sich bei manchen Frauen in den Wechseljahren bemerkbar machen.

Die Sexualhormone*

Die wichtigste Gruppe der Sexualhormone sind die Östrogene. Sie werden in erster Linie von den Eierstöcken gebildet, in geringer Menge auch von der Nebennierenrinde und im Unterhautfettgewebe. In den Eierstöcken werden sie von den so genannten Follikeln gebildet. Follikel sind winzige Eibläschen, die jeweils eine Eizelle enthalten.

Die Östrogene sind die bestimmenden Hormone in der ersten Hälfte des Menstruationszyklus. Sie sind verantwortlich für den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und fördern die Reifung der Follikel sowie indirekt den Eisprung.

Östrogene wirken in erster Linie auf die Geschlechtsorgane. So sind sie beispielsweise für das Wachstum der Brustdrüsen in der Pubertät verantwortlich. Doch auch außerhalb der Geschlechtsorgane sind Östrogene an wichtigen Prozessen, wie zum Beispiel dem Knochenaufbau, beteiligt.

Die Gestagene sind natürliche Gegenspieler der Östrogene. Der wichtigste natürliche Vertreter ist das Progesteron. Es ist vor allem in der zweiten Zyklushälfte der bestimmende Faktor beziehungsweise in der Schwangerschaft.

Androgene sind männliche Geschlechtshormone und normalerweise nur in geringen Mengen im weiblichen Körper vorhanden. Der wichtigste Vertreter ist das Testosteron, das bei Männern vor allem in den Hoden gebildet wird, bei Frauen in geringen Mengen von den Eierstöcken und den Nebennieren.

Ein Teil der Androgene wird im Fettgewebe unter der Haut in Östrogene umgewandelt. Testosteron wird in zunehmendem Maße mit dem sexuellen Verlangen in Verbindung gebracht. Ein Mangel könnte möglicherweise für geringeres sexuelles Interesse verantwortlich sein. Zu viel Testosteron hingegen kann zu vermehrtem Haarwuchs im Gesicht, an den Armen und Beinen, zu Hautproblemen oder zu schütterem Haarwuchs führen – kurz: zu einem „männlicheren“ Aussehen.

Ein weiteres Hormon, das allerdings nicht zu den Sexualhormonen gehört, kann indirekt Einfluss auf den Menstruationszyklus und den Eisprung haben: das TSH oder thyreotropes Hormon (Thyreoidea = Schilddrüse). TSH wird in der Hypophyse gebildet und steuert die Funktion der Schilddrüse. Selbst eine geringfügige Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse kann den Menstruationszyklus und den Eisprung störend beeinflussen. Sehen wir uns nun das Spiel der Hormone noch einmal genauer an.

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Moderne Homöopathie bei Wechseljahrbeschwerden

Die moderne Homöopathie ist eine Therapieform, die vor allem mit Kombinationsmitteln arbeitet. Das bedeutet, mehrere homöopathische Einzelmittel, die sich bei einer bestimmten Erkrankung bewährt haben, werden zusammengestellt. Das hat zur Folge, dass die Mittelwahl vereinfacht ist und entsprechend der Indikation, zum Beispiel „Schnupfen“, ein wirksames Mittel gefunden wird.

Zudem entfalten Kombinationsmittel im Körper an verschiedenen Stellen ihre Wirkung, wirken daher oft zuverlässiger und schneller und sind für Laien einfacher zu handhaben. Eine spezielle Form der Homöopathie hat der Arzt Dr. Hans-Heinrich Reckeweg (1905–1985) entwickelt. Wie Hahnemann auch, suchte er nach einer Medizin, die eine schnelle Hilfe gewährleistet, dabei aber nicht die starken Nebenwirkungen vieler konventioneller Medikamente aufwies.

Versuchsweise behandelte er seine Patienten mit unterschiedlichen homöopathischen Mitteln gleichzeitig. Dabei stellte er fest, dass sich Behandlungserfolge oft schneller einstellten und keine Nebenwirkungen auftraten. Reckeweg erkannte, dass bei nahezu jeder Erkrankung eine Belastung des Körpers mit Giftstoffen besteht. Diese Gifte werden entweder von außen, beispielsweise mit der Nahrung, aufgenommen oder sie entstehen im Körper selbst.

Die Symptome einer Krankheit sind demnach Zeichen für die Bemühungen des Körpers, sich der Gifte wieder zu entledigen. Für die Heilung ist es daher wichtig, die Symptome nicht zu unterdrücken, um den Körper nicht an der Entgiftung zu hindern. Reckewegs Arzneimittel sind daher so konzipiert, dass sie genau in diesem Geschehen mit ihrem breit gefächerten Wirkungsspektrum den Körper in der Gesundung unterstützen.

Moderne Kombinationsmittel regen die Selbstheilungs- und Entgiftungsfunktion an. Die Organe werden gestärkt, die Abwehr angeregt und die Giftbelastung verringert. Auch für die Wechseljahre ist die moderne Homöopathie mit Komplexmittel unverzichtbar.

Es gibt moderne Homöopathika, die die Hormonproduktion in den Eierstöcken anregen. Hormonelle Schwankungen wie Zyklusstörungen können damit sanft behandelt werden.

Andere Komplexmittel wirken bei klimakterischen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Verstimmungszuständen und Kreislaufstörungen oder bei entzündlichen Prozessen der weiblichen Geschlechtsorgane. Das aus der Fernsehwerbung bekannte Komplexmittel Neurexan bietet Hilfe bei nervöser Unruhe mit Schlafstörungen. Homöopathika werden von vielen Ärzten mit naturheilkundlichen Zusatzqualifikationen bei chronischen Beschwerden verschrieben, zum Beispiel bei Arthrose.

*Quelle: Ratgeber Wechseljahre von Gerda Hellmann in der Rubrik Frauengesundheit auf gesundheitsaspekte.de

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