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Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Unruhe

Veröffentlicht am 15.08.2018

Nicht nur Frauen in den Wechseljahren sind von lästigen Hitzewallungen und Schweißausbrüchen betroffen. Frauen nehmen die Symptome sehr unterschiedlich wahr.

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In den Wechseljahren gehören Hitzewallungen zu den Hauptbeschwerden. Rund 90 Prozent der Frauen in der Menopause klagen über akute Anfälle mit Hitzewallungen, Schweißausbrüchen und Herzrassen. Die genauen Ursachen sind noch unklar. Eine besondere Rolle spielt nachweislich das Sexualhormon Östrogen, das auch für die Wärmeregulation zuständig ist. Hormonumstellungen begünstigen die Symptome vor allem in den Wechseljahren.

Hitzewallungen in den jüngeren Jahren

Symptome wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche treten nicht nur in den Wechseljahren auf, besonders Frauen ab dem dritten Lebensjahrzehnt sind davon oft betroffen. Der Lebensstil, psychische Beschwerden, Medikamente wie Antiöstrogene oder Aromatasehemmer und Krankheiten wie Heuschnupfen, Diabetes oder die Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) können die Beschwerden auslösen.

Treten die Beschwerden ohne besonderen Grund auf, so ist meistens auch der Lebensstil dafür verantwortlich. Kaffee und schwarzer Tee, Alkohol, zu heiße und fettige Speisen, Stress oder Schlafstörungen wirken sich ungünstig aus.

Vorzeitige Wechseljahre

Weniger bekannt ist das Phänomen der vorzeitigen Wechseljahre. Man schätzt, dass rund fünf bis sieben Prozent der Frauen um das dritte Lebensjahrzehnt davon betroffen sind. Ursächlich sind die Eierstöcke, die bei manchen Frauen die Produktion funktionstüchtiger Eizellen einstellen.

Viele Frauen nehmen die frühen Wechseljahre nicht wahr, da die Symptome diffus sind. Aber auch hier treten typische Wechseljahrbeschwerden wie: Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Gereiztheit, Unruhe, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen oder Gelenk- und Muskelbeschwerden auf.
Stress und Rauchen befördern die vorzeitigen Wechseljahre, ebenso wie die Chemo- und Strahlentherapie bei Krebspatientinnen.

Auch genetische Dispositionen sind möglich. Ein charakteristisches Symptom sind Unregelmäßigkeiten des Zyklus. Schweißausbrüche, trockene Haut und Augen oder morgendliche Gelenkschmerzen zeigen sich zuerst.

Hormonstatus überprüfen lassen

Frauen, die Symptome der frühen Wechseljahre erleben, können beim Frauenarzt ihren Hormonstatus überprüfen lassen. Sie erhalten in der Regel eine Hormonersatztherapie mit Östrogenen und Gestagenen. Mit der Hormontherapie möchte man auch Folgeerkrankungen wie Osteoporose vorbeugen.

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Sanfte Hilfe bei Hitzewallungen

Typische Wechseljahrbeschwerden lassen sich mit homöopathischen Mitteln lindern. Hitzewallungen kommen in den Wechseljahren oft mit Hautrötungen im Gesicht vor. Ein erfahrener Homöopath erstellt eine umfassende Familien-, Lebens- und Krankheitsanamnese und kann verschiedene homöopathische Einzelmittel kombiniert einsetzen. Homöopathische Einzelmittel, die ganzheitlich nach der Person zusammengestellt werden, können nach den Phasen der Wechseljahre oder den körperlichen und seelischen Hauptbeschwerden verordnet werden.

Homöopathische Einzel- und Komplexmittel

Bei seelischen Beschwerden kennt man in der Homöopathie Wirkstoffe wie kanadische Blutwurzel, die häufig bei Wechseljahrbeschwerden eingesetzt wird. Sie hilft gegen Hitzewallungen, Gesichtsrötungen oder auch Kopfschmerzen.

Psychische Symptome in den Wechseljahren wie Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen oder Erschöpfungszuständen kann man mit der Tinte des Tintenfisches (Sepia) behandeln. Sepia ist ein traditionelles Heilmittel, das umfassend in der homöopathischen Lehre dokumentiert ist. Sowohl bei körperlichen als auch bei seelischen Leiden setzt man in der traditionellen Homöopathie die Traubensilberkerze ein. Bei Unruhe und Schlafstörungen kennt man die positive Wirkung der Extrakte aus der Wurzel der Traubensilberkerze.

Für den Alltag eignen sich moderne Komplexmittel aus der Homöopathie, die kombinierte Naturheilmittel für ein homöopathisches Arzneimittelbild beinhalten. Diese Homöopathika sind biologisch-regulative Arzneien, die man nebenwirkungsfrei auch über einen längeren Zeitraum einnehmen kann. Sie werden häufig auch als Zusatzmedikamente vom Arzt verordnet, wenn die körpereigenen Abwehrkräfte mobilisiert werden sollen. Frauen mit Diabetes oder Alkoholproblemen sollen die Selbstmedikation mit dem Arzt absprechen.

Sehr gerne werden bei Hitzewallungen pflanzliche Produkte mit Johanniskraut und Rotklee oder Salbei- oder Mönchspfefferextrakte gekauft. Mit dem Gynäkologen sollte man die Einnahmen besprechen. Einige pflanzliche Wirkstoffe wie Salbei können sich in großen Mengen negativ auf Östrogenproduktion auswirken. Für Frauen, die unter psychischen Belastungen leiden, bieten sich Entspannungstechniken wie die progressive Muskelentspannung an. Viele positive Meinungen gibt es zu chinesischen Bewegungslehren wie Yoga oder Tai-Chi.

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