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Heilmittel bei Hautverletzungen

Veröffentlicht am 19.03.2016

Kleinere Hautverletzungen wie Hautabschürfungen kann man mit natürlichen Mitteln behandeln. Homöopathische Arzneien helfen zum Beispiel bei schlecht heilenden Wunden gut.

Die Haut als unser größtes Organ ist vielfältigen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Die Haut mit ihren Stoffwechselfunktionen und ist ein Teil des Immunsystem und baut sich mit der Oberhaut (Epidermis), der Unterhaut und den unterliegenden Blut- Lymphgefäße sowie die Nervenzellen wie eine Zwiebel auf.

Die Talgdrüsen liegen in der schützenden Unterhaut, diese enthalten Fettgewebe und Schweißdrüsen. Der Schutzfilm für die Hautoberfläche bilden die Talgdrüsen. Schadstoffe können sich im Bindegewebe der Haut einnisten und den Stoffwechsel behindern. Haut, Stoffwechsel und Immunsystem stehen in einem engen Verhältnis, was sich vielfältig auch auf den körperlichen und seelischen Allgemeinzustand auswirkt.

Der Heilungsprozess bei Hautverletzungen geht sehr schnell. Fremdkörper und Schmutz werden bei tieferen Hautverletzungen sofort durch die Blutung ausgeschwemmt und die Blutgerinnung fördert das Abheilen. Der zuerst lose Verschluss der Wunde wird später über Fibrin-Fäden gefestigt. Nach rund vier Tagen helfen bindegewebsartige Fasern die Wunde zu vernarben. Bei einer normalen Wundheilung wird dann neues Gewebe gebildet.

Wann zum Arzt?

Zuerst kann man Risse oder Hautaufschürfungen durch klares Wasser reinigen und dann desinfizieren. Bei starken Hautentzündungen mit Symptomen wie Fieber sollte man einen Arzt aufsuchen. Bisswunden von Haus- und Wildtieren sollte man immer vom Arzt untersuchen lassen. Hier besteht immer ein hohes Infektionsrisiko.

Gefürchtet ist vor allem die Blutvergiftung. Typische Symptome einer Blutvergiftung sind hohes Fieber, eine beschleunigte Atmung und ein schneller Puls. Oft tritt auch Verwirrtheit oder starker Harndrang auf. Kein klares Zeichen einer Blutvergiftung (Sepsis) ist der bekannte rote Faden, der sich Richtung Herz auf der Haut zeigt. Dies kann auch auf eine Lymphgefäßentzündung hinweisen. Auch kleine rote Flecken sind kein eindeutiges Anzeichen einer Blutvergiftung.

Natürliche Heilmittel bei Hautverletzungen

Zur Desinfektion kann man zur Not weißen Schnaps mit mindestens 40-prozentigen Alkohol verwenden. Honig wirkt antibakteriell und ist ebenso ein Hausmittel bei kleinen Wunden wie Johanniskraut- oder Teebaumöl. Hat sich die Wunde nach ein paar Tagen geschlossen, beschleunigt frische Luft den Heilungsprozess. Kamillentee ist für seine heilende Wirkung bei Hautverletzungen ebenso bekannt wie der echte Thymian.

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Homöopathische Hilfe

Je nach Art, Ort oder Symptom werden homöopathische Einzelmittel verwendet. Arnica ist eines der klassischen Heilmittel bei Verletzungen. Schmerzhafte Hautverletzungen durch Stürze oder Prellungen werden mit Arnica behandelt. Bei Verletzungen an Handflächen und Fußsohlen (Nervenverletzungen) kann Hypericum helfen. Insektenstiche kann man mit Ledum lindern, das auch bei Stichwunden oder Tierbissen als Homöopathika bekannt ist.

Schürf-, Riss- oder Platzwunden behandelt man mit dem klassischen Heilmittel Calendula. Auch bei nässenden und verschmutzten Wunden kann die Ringelblume (Calendula officinalis) helfen. In der Regel verwendet man die Ringelblume als Wundheilsalbe. Ringelblumensalben unterstützen die Wundreinigung, besitzen blutstillende Wirkungen und fördern die natürliche Wundheilung.

Für den Alltag bieten sich homöopathische Komplexmittel bei Hautverletzungen an. Die homöopathischen Kombinationsmittel beinhalten mehrere Heilsubstanzen und decken ein breites homöopathisches Arzneimittelbild ab. Komplexmittel fördern die Neubildung von Hautgewebe und wirken sich stärkend auf den Organismus aus.

Homöopathische Mittel lösen sehr selten allergische Hautreaktionen und Wechselwirkungen aus. Es kann bei Homöopathika zu einer Erstverschlimmerung kommen. Man setzt dann das Mittel ab und berät sich mit dem Arzt. Üblicherweise wendet man homöopathische Wundsalben bis zur Abheilung ein- bis zweimal am Tag an. Bei tieferen und größeren Wunden sollte man einen Salbenverband anlegen. Moderne Komplexmittel werden oft auch im Rahmen einer ganzheitlichen Therapie eingesetzt, wenn entzündete Wunden auf Grund von körpereigenen Abwehrschwächen schlecht heilen.

Prävention

Achten Sie auf ausreichenden Impfschutz gegen Wundstarrkrampf (Tetanus-Impfung).

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