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Moderne Homöopathika aus der Apotheke

Veröffentlicht am 14.04.2017

Homöopathische Arzneimittel werden immer mehr als Komplexmittel aus der Apotheke verordnet. Mehrere homöopathische Heilpflanzen oder Biomaterialien werden in einem Präparat für ein Arzneimittelbild kombiniert.

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Komplexmittel für häufige Krankheitsbilder

Heute werden homöopathische Arzneien vor allem als Komplexmittel (auch Kombinationsmittel genannt) vertrieben. Als Erfinder gilt Emanuel Felke, der Anfang des 20. Jahrhunderts mit Komplexmittel experimentierte. Später war es Hans-Heinrich Reckeweg (1905–1985), der sich mit seiner homöopathischen Richtung die Kombinationsmittel salonfähig machte.

Bei Komplexmittel werden homöopathische Zubereitungen für ein bestimmtes Anwendungsgebiet kombiniert, z. B. für grippale Infekte, Schwindel, Schlafstörungen, Sportverletzungen oder Arthrose.

Das homöopathische Präparat soll dabei mehrere Symptome, die zu einem Krankheitsbild gehören,  lindern. Man spricht in der Medizin von indikationsbezogenen Arzneimitteln, die für Laien als homöopathische Kombinationsarzneimittel auch einfacher zu handhaben sind.

Moderne Homöopathika sollen einerseits die Symptome einer Krankheit lindern, anderseits auch die natürlichen Körperabwehrkräfte mobilisieren. Die Rolle des Immunsystems bei der Erregerabwehr spielt in der Homöopathie eine zentrale Rolle. Die Entgiftung und die Ausleitung von Krankheitserregern bei gleichzeitiger Stärkung der Zell- und Organfunktionen wirken in der Homöopathie eng zusammen.

Homöopathie ohne Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel können verschiedene Krankheitsprozesse positiv regulieren und sind in der Regel ohne Nebenwirkungen gut verträglich. Deshalb hat die Homöopathie auch einen hervorragenden Ruf in der Alternativmedizin für Kinder und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Einige moderne Kombinationsmittel gibt es speziell für Kinder und Senioren – aber auch für Haus- und Heimtiere.

Zulassung und Qualität der Produkte

Seit dem Jahr 1975 sind homöopathische Arzneimittel durch das deutsche Arzneimittelgesetz offiziell anerkannt. Alle Homöopathika müssen vor dem Markteintritt vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) überprüft werden.

Das Herstellungsverfahren und die hochwertige Beschaffenheit des jeweiligen Arzneimittels müssen dokumentiert werden. Die registrierten Homöopathika enthalten keine Angaben zu den Anwendungsgebieten und werden gesondert zugelassen. Diese Arzneien gehören in die Hände eines erfahrenen Homöopathen.

Moderne Kombinationsmittel im Markt gefragt

In der Apotheke sind vor allem Kombinationsmittel gegen „populäre“ Krankheitsbilder gefragt. Diese homöopathischen Arzneimittel haben eine Packungsbeilage, die den Verbraucher über die Anwendung aufklärt. Hier werden auch Anwendungsbeschränkungen und eventuelle Risiken erklärt. Moderne Homöopathika sind gerade zur Behandlung von Kindern und älteren Menschen sehr gut geeignet und gut verträglich. Sie regen die Selbstheilungskräfte an und fördern den normalen biologischen Gesundungsprozess.

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Stimulation der körpereigenen Abwehrkräfte

Homöopathische Kombinationsmittel werden der Bioregulationsmedizin zugeordnet. Die Arzneimittel können mit sehr niedriger Dosierung von Wirkstoffen die körpereigenen Regulations-systeme sanft aktivieren und eine natürliche Balance herstellen. Die Homöopathie geht davon aus, dass man mit bestimmten pflanzlichen Substanzen oder Biomaterialien Abwehrzellen im Immunsystem aktivieren kann. Bei Entzündungen spielen zum Beispiel die T-Regulationszellen eine wichtige Rolle.

Jede Krankheit durchläuft bestimmte Phasen

Homöopathen bestimmen den Zustand einer Erkrankung und deren Progression nach der Sechs-Phasen-Tabelle. Giftstoffe, Infektionen oder psychische Faktoren spielen in den Stadien mit ein, weshalb man in der homöopathischen Therapie den Menschen als Ganzes sieht. Die Regulation des Krankheitsprozesses und die Wiederherstellung des biologischen Gleichgewichts im Körper sind zentrale Pole in der homöopathischen Lehre.

Auf die Aktivierung der körpereigenen Bio-Regulation setzt man auch, wenn man homöopathische Arzneien zusätzlich zu schulmedizinischen Medikamenten einsetzt. Oft werden Homöopathika eingesetzt, um die Nebenwirkungen starker Medikamente einzudämmen und die körpereigenen Abwehrkraft zu stärken.

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