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Homöopathie für Kinder

Veröffentlicht am 15.03.2016

Homöopathische Komplexmittel gibt es speziell für kindliche Beschwerden. In der Regel sind homöopathische Mittel gut verträglich und können ab dem sechsten Lebensmonat eingenommen werden.

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In den ersten Lebensmonaten machen die Säuglinge eine anstrengende Zeit durch. Die Hautfunktion, die Mundatmung oder die Darmtätigkeit wird in diesen Monaten weiterentwickelt. Auch fallen die ersten Impfungen in diese erste Lebensphase.

Standardimpfungen für die ersten Lebensmonate sind:

3. Monat - Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten Polio, Haemophilus influenzae b (Hib)
4. Monat - Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten
5. Monat - Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Polio, Hib

Beschwerden durch normale Wachstumsvorgänge

Viele Beschwerden bei Säuglingen und Kleinkindern stellen normale Entwicklungsbeschwerden dar und sind harmloser Natur. Mit Hausmitteln kann man viele Beschwerden sanft lindern, zum Beispiel kann man Kochsalz, in Wasser gelöst, gut zum reinigenden Spülen der Nase verwenden. Wichtig ist für die Atemwege, dass die Raumluft genügend Feuchtigkeit besitzt.

Nachts sollte man die Heizung zurückdrehen. Durch die trockene Luft beim Schlafen werden die Schleimhäute trocken und anfälliger für Infekte. Treten Symptome wie starke Unruhe, rauer Husten oder pfeifende Geräusche beim Ein- und Ausatmen auf, so sollte man den Kinderarzt aufsuchen.

Kinder haben oft Fieber

Fieber kommt bei Kindern häufig vor und ist eine normale Abwehrreaktion des Körpers. Eine erhöhte Temperatur schafft in der ersten Fieberphase vorteilhafte Voraussetzungen für viele Stoffwechselprozesse, die an der Abwehr von Erregern beteiligt sind. Säuglinge und Kleinkinder bekommen oft sehr schnell hohes Fieber, das in ein bis drei Tagen wieder verschwindet.

 

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Ab 39 Grad sollte man vorsichthalber den Arzt aufsuchen, auch wenn das Fieber nicht nach drei Tagen zurückgegangen ist. In der zweiten Phase des Fiebers lindern sich die Beschwerden in der Regel durch die Schweißbildung (bzw. die oberflächliche Verdunstungskälte) und Ausscheidungsreaktionen.

Im Ratgeber „Schwangerschaft – Gesundheit für zwei“ schreibt die Autorin Gerda Hellmann dazu: „Aus diesen Fieberphasen leiten sich die Hausmittel ab:  In der ersten Phase unterstützen zum Beispiel zusätzliche Decken oder eine Wärmflasche für die Füße die Wärmeentwicklung. In der zweiten Phase wird die Kühlung gefördert durch Lockerung der Körperbedeckung, Entfernen der Windeln, Hautabreibung mit lauwarmer Kochsalzlösung und Förderung der Ausscheidung durch Flüssigkeitszufuhr. Während der gesamten Zeit sollte dem Kind Ruhe gegönnt werden. Alle körperlichen Anstrengungen wie auch Temperaturunterschiede (z. B. Baden) sind zu vermeiden.“

„Gefürchtet ist bei den Eltern der – selten vorkommende – Fieberkrampf. Hierbei kommt es in der ersten Fieberphase zu Verkrampfungen der Muskulatur mit nachfolgender Schlaffheit und Benommenheit. Das sieht dramatisch aus, ist aber grundsätzlich harmlos. Nur selten hält der Krampf länger als fünf Minuten und die Benommenheit länger als dreißig Minuten an. Dennoch ist es beruhigender, den Arzt hinzuzuziehen. Als Sofortmaßnahme sind feuchte Abreibungen mit lauwarmer Salzwasserlösung geeignet.

Homöopathische Mittel für Säuglinge und Kinder

Kinder vertragen homöopathische Mittel meistens gut. Homöopathika heilen mit natürlichen Substanzen und sind richtig dosiert nebenwirkungsarm. In den ersten sechs Monaten werden oft keine homöopathischen Mittel empfohlen.

Ab dem sechsten Lebensmonat können aber Homöopathika bei vielen Beschwerden sanft helfen. Heute sind vor allem homöopathische Komplexmittel bei Eltern beliebt, die für ein konkretes Krankheitsbild mehrere Heilsubstanzen ausweisen.

Homöopathische Komplexmittel aus der Apotheke gibt es speziell für Kinder. Streukügelchen für Atemwegserkrankungen, Störungen der Verdauungsorgane, Hauterkrankungen oder bei Unruhe mit Schlafstörungen sind auf dem Markt. Zur kindergerechten Nutzung gibt es zum Beispiel für Atemwegserkrankungen praktische Dosierspender.

 

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Moderne Komplexmittel sind für eine Indikation entwickelt und haben Beipackzettel. Man unterscheidet an akuten Krankheitsphasen und fortlaufenden Beschwerden in der Dosierungsempfehlung. Auch das Alter spielt bei der Dosierung eine wichtige Rolle. Bei Besserung der Beschwerden ist die Häufigkeit der Anwendung zu reduzieren.

Die neuen Komplexmittel und deren natürliche Heilsubstanzen, die nach speziellen homöopathischen Arzneimittelbildern kombiniert werden, werden nachhaltig entwickelt und unterliegen einer Qualitätsprüfung. Homöopathische Mittel beinhalten Zucker und Alkohol. Sowohl der Zuckergehalt als auch die Alkoholkonzentration sind aber vernachlässigbar, so Experten. Ein Apfelsaft weist zum Beispiel das 160-fache an Zucker auf und hat oft vergleichbare Anteile an Alkohol als Konservierungsmittel.

Homöopathische Komplexmittel beinhalten je nach Indikation bekannte Heilmittel wie: Kamille, Stiefmütterchen, Kaffee, Brechwurz, Isländisches Moos oder die Tollkirsche. Die Inhaltsstoffe lassen kombiniert ein breites Wirkungsfeld entstehen. Wichtig ist in der Textur auch, dass sich die Heilmittel gegenseitig potenzieren.

Homöopathische Mittel sollen akute oder fortlaufende Symptome lindern, aber auch den Organismus bei der körpereigenen Abwehrreaktion unterstützen. Gerade auch die Regulation der biologischen Organfunktionen machen moderne Homöopathika für Kinder hilfreich.

Grundsätzlich können homöopathische Komplexmittel für Kinder auch von Erwachsenen eingenommen werden. In der Dosierungsempfehlung findet man bei einigen Produkten auch die Dosierungsempfehlung für Erwachsene.

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