Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Dosierung und Potenten bei Homöopathika

Veröffentlicht am 15.03.2016

Homöopathika werden aus pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Auszügen hergestellt, verdünnt und nach bestimmten Regeln potenziert. Bei einem modernen Kombinationsmittel gibt die Packungsbeilage die Dosierung vor.

Niedrige Potenzen bei akuten Erkrankungen – mittlere Potenzen bei chronischen Leiden

Einfach beschrieben werden in der klassischen Homöopathie niedrige Potenzen bei akuten Erkrankungen und mittlere Potenzen bei chronischen Krankheiten eingesetzt. Hochpotenzen werden von erfahrenen Homöopathen zum Beispiel bei psychischen Beschwerden verordnet.

Zur Selbstmedikation werden niedrige bis mittlere Potenzen empfohlen. Zur Behandlung von Folgezuständen nach besonderen, der Krankheit unmittelbar vorausgehenden Störungen, sind außerdem gelegentlich C30-Potenzen sinnvoll.

Unterschiedliche Potenzierungsverfahren und Empfehlungen

Es gibt unterschiedliche Verfahren bei der Potenzierung, die sich durch Verdünnungsschritte voneinander unterscheiden und mit einem speziellen Buchstaben gekennzeichnet sind. Die Anzahl der durchgeführten Potenzierungsschritte, wird mit einer Zahl angegeben, was man Potenzschritte nennt.

C-Potenzen sind sehr beliebt nach der Homöopathie-Lehre von Hahnemann, dem Erfinder der Homöopathie. Bei Hochpotenzen sind aufgrund der zahlreichen Verdünnungsschritte keinerlei Substanz des Ausgangsmaterials mehr vorhanden. Wissenschaftliche Untersuchungen haben aber gezeigt, dass tatsächlich ein Unterschied zwischen verdünnen und potenzieren besteht.

 

Fotolia.com -  © lightpoetFotolia.com - © lightpoet

In der Homöopathie kennt man folgende Potenzen:

D-Potenzen
Verdünnungsschritte 1:10
D1 - enthält 10 Prozent Arzneistoff,
D2 enthält 1 Prozent,
D3 enthält 0,1 Prozent usw.

C-Potenzen
Verdünnungsschritte 1:100
C1 enthält 1 Prozent Arzneistoff,
C2 enthält 0,01 Prozent,
C3 enthält 0,0001 Prozent usw.

LM-Potenzen
Verdünnungsschritte 1:50.000
LM enthält 0,002 Prozent Arzneistoff

Dosierung von homöopathischen Mitteln

In der klassischen Homöopathie gibt es nach den Grundsätzen Hahnemanns und späterer Homöopathie-Schulen unterschiedliche Dosierungsempfehlungen, die aber nicht starr sind. Für jedes homöopathische Einzelmittel, das ohne Dosierungsempfehlung eingesetzt wird, gilt die Grundregel: niedrige Potenzen bis zu C6 3-mal täglich, mittlere Potenzen bis zur C12 1- bis 2-mal täglich und höhere Potenzen nur einmal am Tag.

In akuten Phasen kann man die Dosierung in Absprache mit einem Homöopathen erhöhen. Tritt eine Besserung ein, geht man auf die Regeldosierung zurück. Bei Kindern unter drei Jahren wird die halbe Dosis eingesetzt.

Als Grundsatz kann man festhalten: Je höher die verwendete Potenzstufe, desto seltener wird das Mittel eingenommen. Eine Einzeldosis umfasst generell 5 Globuli, 1 Tablette oder 10 Tropfen. Die Globuli sollte man im Mund unter der Zunge zergehen lassen. Tropfen sollte man mit etwas Wasser einnehmen. Homöopathische Mittel nimmt man in der Regel vor dem Essen ein.

Packungsbeilage bei Kombinationsmittel maßgebend

Im Gegensatz zu regulären Homöopathika, wo auf dem Beipackzettel keine Dosierungsempfehlung beschrieben ist, wird die Dosierung bei modernen Kombinationsmittel genau angegeben. Die Regeldosierung besteht meistens aus 3-mal täglich 1 Tablette oder 10 Tropfen. Für die homöopathischen Kinderarzneien gibt es gesonderte Dosierungsempfehlungen, die sich insbesondere nach dem Alter richten. Auch Erwachsene können Homöopathika für Kinder einnehmen.

Das könnte Sie auch interessieren

Homöopathie entdecken

Eine Plattform für Informationen rund um homöopathische Arzneimittel

Auf Social Media teilen